Finanzen für die Reise

Finanzen für die Reise

Irgendwann ist die Schule vorbei, der Sprössling breitet seine Flügel aus und plant in die Selbstständigkeit zu entschweben. Dieser lange und manchmal steinige Weg beginnt oftmals mit einer langen Reise. Doch solche Reisen wollen vorbereitet werden und schon hier endet die Selbstständigkeit oft schnell. Denn allein das Packen des Koffers oder Rucksacks reicht hier nicht aus.

Im Ausland ans Geld kommen

Das Visum ist ausgestellt, die Schutzimpfungen erledigt, Tante Herta, Onkel Winfried und Oma Fränzel haben Geld aufs Konto überwiesen und mehrere Wochen harte Arbeit im Supermarkt um die Ecke haben die Basis für den Urlaub in Fernost aufs Konto gespült. Moskitonetz, Leichtschlafsack, aufblasbares Nackenkissen stehen bereit und warten darau, im Rucksack verstaut zu werden. Genauso wie der Bauchbeutel mit Geldgeheimfach, der vor plötzlichen Übergriffen durch Diebesbanden schützen soll. Doch ist es wirklich sinnvoll, das mühsam erarbeitete Geld hier zu verstauen? Spätestens dann kommt die Frage auf, wie kann ich mein Erspartes sicher aufbewahren bzw. wie komme ich im europäischen Ausland sicher an mein Geld. Denn wer Europa verlässt, kann meist mit der EC-Karte nicht mehr abheben.

Im Vorfeld kostenloses Girokonto einrichten

Wer eine Reise tut, kann nicht nur viel erzählen. Meist gibt er auch Geld aus, mal mehr, mal weniger, aber eine Reise ganz ohne Geld, ist für viele schwer machbar. So muss eine Bezahlmöglichkeit her. Spätestens jetzt ist es sinnvoll im Vorfeld ein Girokonto bei einer Bank einzurichten, die möglichst wenig oder am besten keine Kontoführungsgebühren erhebt. Wer sich hier unsicher ist, kann die Angebote verschiedener Banken miteinander vergleichen. Falls die Bank dann auch noch eine kostenlose Kreditkarte anbietet, besteht die Möglichkeit, problemlos weltweit Geld abzuheben, vorausgesetzt natürlich es gibt einen Bankautomaten. Hier heißt es wie auch Zuhause vorsichtig sein, vielleicht noch einen Tick vorsichtiger. Die PIN-Zahl möglichst nicht aufschreiben, sondern merken und bei der Eingabe aufpassen, dass keiner guckt. Dies ist bei Auslandsreisen eine wirklich sinnvolle Alternative zum Bargeld, von dem man nie zu viel bei sich tragen sollte. Können Erwachsene ihr Geld meist im Hotelsafe verstauen, so ist das Risiko in günstigen Unterkünften ohne Safe sehr viel höher.

Kleinere Bargeldbeträge müssen dennoch sein

Gleichzeitig empfiehlt sich, auch kleinere Bargeldbeträge immer mit sich zu tragen, denn nicht immer ist ein Geldautomat oder eine Bank in der Nähe. Wer weiß, ob man nicht schnell einen Taxifahrer oder Straßenverkäufer bezahlen muss, und diese akzeptieren meist keine Kreditkarten. Auch sollten Karten und Bargeld auf jeden Fall getrennt voneinander aufbewahrt werden. Wer mit Freunden reist, kann hier tauschen.

Tipp: Geld am besten gleich bei der eigenen Bank noch vor der Abreise wechseln, hier kann man auf jeden Fall Gebühren sparen und muss nicht gleich bei Ankunft einen Blick auf den eventuell nicht funktionierenden Geldautomaten werfen. Entweder bei der Hausbank anfragen, ob die Währung vorrätig ist oder sich für eine Währung entscheiden, die im Normalfall akzeptiert wird, in Asien sind das z.B. US-Dollar, in Nordafrika kommt man sogar mit den € recht weit.

Alternative zur Giro-Kreditkarte

Eine gute Alternative für Reisen ist eine Prepaid-Kreditkarte. Mit diesen Karten haben Sie keinen Kreditrahmen. Das ist nicht nur etwas für Leute, bei denen das Geld knapp sein sollte, sondern vor allem auch bei einer Auslandsreise sinnvoll. Es kann nämlich immer nur der Betrag abgehoben werden, der auf der Karte „geladen“, vergleichbar mit einer Prepaid-Karte fürs Telefon. Hier kann der Sprössling nicht einfach überziehen. Bedenken Sie, dass eine solche Karte allerdings beantragt werden muss und planen Sie einen Vorlaufzeitraum ein, das gilt übrigens auch für eine reguläre Kreditkarte. Viele Banken bieten eine solche Karte an, allerdings können hier die Kosten höher liegen, hier lohnt sich ein Vergleich auf jeden Fall.  Diese Karten haben den Vorteil, dass sich die Kosten besser kontrollieren lassen. Am besten diese Karte niedrig bestücken und dann Verlauf der Reise von Sohn oder Tochter wieder etwas überweisen.

Am besten beide Varianten kombinieren

Fazit: Es empfiehlt sich eine Kombination beider Kreditkartenarten. Eine ans Girokonto gekoppelte Kreditkarte und eine Prepaidkarte. Sollte wirklich etwas passieren und die Karte geklaut werden, so bleibt immer ein Ersatz. Die reguläre Kreditkarte muss sofort gesperrt werden. Hier auf jeden Fall die Telefonnummer für die Sperrung immer parat haben. Bei der Prepaidkarte kann nicht überzogen werden, das ist der Vorteil.

Ja, und ein bisschen Bargeld im Bauchbeutel kann nicht schaden.