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LWL-Freilichtmuseum Hagen

Nordrhein-Westfalen

LWL-Freilichtmuseum Hagen: Auf dem 42 ha großen Gelände des LWL-Freilichtmuseums Hagen erleben die Besucher ein Stück Handwerksgeschichte in der Gegenwart. Neben der Präsentation der Werkstätten und Werkzeuge liegt der Schwerpunkt auf der Demonstration alter Handwerkskunst in den rekonstruierten Arbeitsstätten. [ab Kindergartenalter]

Im LWL-Freilichtmuseum Hagen lernen große und kleine Besucher Interessantes über alte Handwerkskunst.

Dabei beschränkt sich das LWL-Freilichtmuseum Hagen nicht allein auf die Präsentation und Ausstellung der Gebäude und Werkstätten, sondern demonstriert die damalige Arbeitswelt anhand von Schauvorführungen, bei denen die Besucher auch selbst aktiv werden.

Das LWL-Freilichtmuseum Hagen versteht sich also als Museum zum Anfassen. Das wird deutlich, wenn man sieht, dass in mehr als zwanzig der fast 60 wiederaufgebauten oder rekonstruierten Werkstätten noch produziert wird. Gerne geben die Museumsführer Auskunft über den Fertigungsprozess.

Verschiedene Handwerkskünste werden im LWL-Freilichtmuseum Hagen demonstriert:

Eisen und Stahl: Hier nehmen die Zuschauer Einblick in die schweißtreibende und ohrenbetäubende Arbeit des Schmieds. Der Sensenhammer tritt in Aktion und bringt es bis auf 105 Dezibel. Außerdem schauen die Besucher einem Goldschmied über die Schulter und beobachten den Fertigungsprozess von Messingbeschlägen, Nägeln und Bohrern.

Nahrung und Genussmittel: Hier geht es um die Bedeutung von Brot und Bier. In der rekonstruierten Hausbrauerei des 20. Jahrhunderts verfolgen die Zuschauer die Herstellung des Mäckinger Bräus nach obergärigem Verfahren. Aber die Räucherei, die Obstbrennerei und Bäckerei locken mit ihren Düften.

Fasern, Leder, Felle: Die ehemals lukrativen Gewerbe der Pelzgerberei und Kürschnerei stehen hier im Mittelpunkt. Außerdem erfahren die Besucher hier, wozu das Färbematerial Indigo diente und gehen auf Entdeckungstour in der Sattler-, Polster- und Schumacherwerkstatt sowie die Seilerei.

Druck und Papier: Hierher stammt das Sprichwort „Aus dem Vollem Schöpfen“. Das konnten nämlich die Papiermacher, wenn die Lumpensammler genug Material gesammelt hatten. Die äußerst aufwändige Herstellung des Büttenpapiers ist heute den wenigsten bekannt. Zudem entdecken die Besucher hier den Einsatz von Holztafeldrucken und nehmen Einblick in die Arbeit der Setzer und Drucker.

Außerdem:
Nichteisenmetalle, Holzverarbeitung, Stein-Keramik-Glas

Für Schulklassen werden spannende museumspädagogische Programme angeboten. Außerdem werden interessante Kindergeburtstage veranstaltet.