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Museum in der Runden Ecke in Leipzig

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KULTUR - SACHSEN

Museum in der Runden Ecke Leipzig: Was war eigentlich das Ministerium für Staatssicherheit genau? Wie hat die Stasi gearbeitet, wie war sie aufgebaut? Das ist zu erfahren in der Gedenkstätte Museum in der Runden Ecke in Leipzig. Hier nämlich befand sich bis 1989 die Bezirksverwaltung des DDR-Geheimdienstes. [ab 10 Jahren]

Das Museum in der Runden Ecke trägt seinen Namen, weil der Eckbau am Dittrichring tatsächlich rund gebaut wurde.

Das Gebäude an der Runden Ecke wurde 1911 nach Plänen des Leipziger Stadtbaudirektors Hugo Licht erbaut. Ab 1950 war es Sitz der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit. Während der Montagsdemonstrationen wurde der Bau im Dezember 1989 besetzt.

Seit 1990 beherbergt die Runde Ecke nun die Ausstellung "Stasi - Macht und Banalität". Der Verein, der Gedenkstätte und Museum betreibt, will über die Geschichte, die Struktur und Arbeitsweise der Stasi aufklären. Die Runde Ecke ist einer der Orte, an denen der SED-Staat seine Macht ausübte.

Die ehemaligen Büros der Stasi-Offiziere sind nun geöffnet und zeigen weitgehend das authentische Umfeld. Linoleumfussboden, gelbbraune Tapeten, Scherengitter an den Türen und Fenstern, Kabelkanäle und alte Heizkörper sind noch im gesamten Museum zu sehen. So wird Geschichte hier sicht- und greifbar.

Zu sehen sind eine Vielzahl von Hinterlassenschaften der Stasi wie Wanzen, gefälschte Stempel, Kennzeichen und Pässe, Geräte zum Öffnen von Post, eine Maskierungswerkstatt und Geruchskonserven. Fotografien und Dokumente ergänzen die Ausstellung.

Zu sehen ist auch der originalgetreue Nachbau einer Zelle aus der ehemaligen Leipziger Untersuchungshaftanstalt der Stasi. Mit der Geschichte der Friedlichen Revolution sowie mit der Todesstrafe in der DDR, die ab 1960 in Leipzig vollstreckt wurde, befassen sich weitere Stationen im Museum. Täglich um 15 Uhr findet eine öffentliche Führung statt. Die Kosten betragen 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.


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