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Biopolis – Wildes Berlin im Berliner Naturkundemuseum

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NATUR - BERLIN

In der SauerierabteilungMit dem Naturfotografen Florian Möllers zeigt das Museum für Naturkunde Berlin bis zum 31.07.2012 die Sonderausstellung „Biopolis – Wildes Berlin“; eine Ausstellung, die die Großstadt als Lebensraum und das damit oft angespannte und manchmal auch heikle Verhältnis im Zusammenleben von Mensch und Tier thematisiert. Emotionale, aber auch kontroverse Aspekte stehen hierbei im Vordergrund. [ab Kindergartenalter]

Die Sonderausstellung "Biopolis - Wildes Berlin" erzählt zahlreiche Geschichten von Mensch und Tier in der Stadt.

In der SauerierabteilungDer Alexanderplatz als Brutrevier für Wanderfalken, Fledermäuse im Wasserwerk, Wildschweinrotten im Vorgarten, Füchse vorm Kanzleramt – die deutsche Hauptstadt ist eine wahre Biopolis. So vielfältig sich das Leben in Berlin zeigt, so verschieden sind auch die Reaktionen der Städter auf die oft unerwarteten Kontakte mit den Wildtieren in der Stadt.

Prägendes Element der Ausstellung sind 4 Panoramaboxen: große begehbare Räume, die im innern Situationen aufnehmen, in denen der Stadtmensch eher unerwartet mit „Natur“ in Berührung kommt. Außen zeigen die Boxen mehrere Fotostrecken, die Geschichten von Mensch und Tier in der Stadt erzählen. Die Panoramaboxen werden ergänzt durch Präparate von Wildtieren, die in Berlin häufig anzutreffen sind. Diese Präparate wurden von den Präparatoren des Museums für Naturkunde speziell zu dieser Ausstellung angefertigt. So können u.a. Fuchs, Wildschwein, Wanderratte und Waschbär aus nächster Nähe besichtigt werden. Die Panoramaboxen werden durch Interview-Audioinstallationen und diverse Raumsounds ergänzt.

In den deutschen Städten und ganz besonders in Berlin verbirgt sich eine ungeheure Artenvielfalt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ausgerechnet in Ballungsgebieten und Großstädten finden Tiere eine Insel des Friedens und der Sicherheit. Anders als es oft in ländlichen Gegenden der Fall ist, finden Tiere in der Stadt im Städtebewohner einen zwar artenfremden, ihnen aber durchaus wohl gesonnenen Nachbarn, der staunend beobachtet statt zu jagen, mitunter bei der Nahrungsbeschaffung hilft und dessen Bauwerke einen willkommenen Schutz bieten.

Dazu gestaltet der Städtebewohner sein Umfeld gern mit selbst geschaffenen „Landschaften“ wie Parks, Gärten und Friedhöfe – oder sorgt gerade durch das Nicht-Gestalten auf Brachen und Bahntrassen für eine besonders vielfältige und abwechslungsreiche Vegetation. Besonders die deutsche Hauptstadt ist aufgrund ihrer Geschichte auch eine Hauptstadt der wilden Tiere. Hier findet der vom Aussterben bedrohte Wanderfalke plötzlich ein Brutrevier am Alexanderplatz oder ganze Fledermausfamilien einen Ort zum Überwintern in den Katakomben der Zitadelle Spandau. Doch auch angespannte Verhältnisse entstehen dabei: nicht jeder schätzt die enge Nachbarschaft mit Wildschweinen, die Tulpenzwiebeln ausgraben und Mardern, die ihre Reviere nebst darin parkender PKWs gegen Reviereindringlinge verteidigen.

(Text entstammt der Pressemitteilung des Museums für Naturkunde Berlin)

In der Sauerierabteilung In der Sauerierabteilung

 

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