Ab wann eignen sich Hörbücher für Kinder

Ab wann eignen sich Hörbücher für Kinder

Ab wann eignen sich Hörbücher für Kinder? Früher waren zunächst der Schallplattenspieler und später der Kassettenrecorder die ersten elektronischen Medien, mit denen Kinder in Kontakt kamen. Viele Eltern können noch ein Lied von „Trööörro“ singen, einem Geräusch, das tausendfach mittels Kassette durch die deutschen Kinderzimmer schallte oder aus den Autolautsprechern trötete. Auch heute sind die Geschichten oft noch die gleichen, doch die Abspielmedien haben sich geändert.

Ab wann eignen sich Hörbücher für Kinder?

Neue Medien – bekannte Inhalte

MP3-Player, CDs, Smartphones oder Computer sind nur neue Medien, über die das „alte Format“ mittlerweile abgespielt wird und somit oft auch leichter verfügbar ist. Und dies an vielen Orten gleichzeitig. Auch das Internet bietet viele Möglichkeiten, kindgerecht aufbereitete Hörmedien direkt herunterzuladen, die dann auch auf verschiedenen Medien verfügbar sind.

Doch viele Eltern stellen sich die Frage, ab wann denn Kinder sich mich Hörmedien wie Hörbüchern usw. überhaupt befassen sollten. Oder ob das nicht vielleicht schadet, wenn das eigene Kind permanent mit Kopfhörer auf dem Ohr durch die Gegend läuft und sonst gar nichts mehr wahrnimmt.

Die Dosis macht das Gift

Wie so oft, macht die Dosis das Gift. Viele Kinder ziehen sich gerne mit ihren Hörmedien zurück und versinken in ihrer eigenen Welt. Wie für andere Medien auch, sollten Kinder natürlich nicht ausschließlich in Hörwelten abtauchen und dabei den Bezug zu ihrer Umwelt verlieren. Aber bis Kinder wirklich ihren Alltagsbezug aufgrund von Hörbüchern aufgeben, muss schon einiges passieren. Und die Gefährdung, durch das Spielen am Computer absorbiert zu werden, liegt da um einiges höher. Viele Eltern können hiervon ein Lied singen.

Grenzen ziehen bleibt wichtig!

Doch auch bei Hörmedien sollten wie bei allen anderen Medien auch Grenzen gezogen werden und die sind von Kind zu Kind individuell. Und bleiben Sie immer mit Ihren Kindern im Dialog. Wenn eine Leseratte – denn auch die soll es heute noch geben – stundenlang in Bücherwelten eintaucht, würde sich jeder über das Buchbegeisterte Kind freuen. Doch auch das Hören ist Training fürs Gehirn, das die Stimmen und Geräuschkulissen ja erst einmal zusammenbasteln muss. Gute Hörbücher können genauso wie Bücher die Sprachkompetenz von Kindern fördern. So wird z.B. der Wortschatz erst aufgebaut und gleich auch noch erweitert.

Ab wann eignen sich Hörbücher für Kinder: Alle Kinder hören gerne Geschichten und sie lieben auch die Wiederholung. Es gibt Hörbücher, die sich die Kinder auch zum 1000sten Mal anhören können. Am schönsten ist es natürlich, wenn man den Kindern selbst vorliest, doch das klappt zeitlich nicht immer. Auch mag nicht jeder ein geeigneter Vorleser sein, aber Kinder schätzen es, wenn Mama oder Papa, Oma oder Opa oder auch die große Schwester oder der Bruder sich mit ihnen beschäftigen. Sie verstehen das gleichzeitig als Wertschätzung ihrer Person. So etwas können Eltern durchs Vorlesen zum Ausdruck bringen. Doch wie so oft schließt das eine das andere nicht aus. Neben dem klassischen Vorlesen dürfen natürlich auch Hörbücher zum Einsatz kommen.

Jüngere Kinder wollen mitmachen!

Wer jüngeren Kindern Hörbücher vorspielt, sollte am besten zu solchen greifen, die Kinder zum Mitmachen und Mitsingen auffordern. Dabei wird auch noch geklatscht oder getanzt, das bereitet vor allem kleinen Kindern eine ganze Menge Spaß.

Ab wann eignen sich Hörbücher für Kinder: Altersempfehlen können eine erste Orientierung sein

Kinder sollten natürlich nicht überfordert werden, die meisten Hörbücher haben Altersempfehlungen, an denen man sich zumindest orientieren kann. Vor- und Grundschulkinder haben hier andere Bedürfnisse als als ältere Kinder. Sie interessieren sich meist für Themen, die sie persönlich, ihre Lebenswelt und ihre Hobbys betreffen. Ältere Kinder können sich auch schon in „Schicksale“ anderer Kinder einfühlen und auch ein Stück weit abstrahieren.

Neben Hörbüchern sind auch Radiosendungen für Kinder durchaus empfehlenswert, allerdings kindgerecht aufbereitete. Z.B. Kakadu, der Kindersender vom Deutschlandradio.
Eine tolle Website für Kinder ist auch www.ohrka.de, eine gemeinnützige Seite, die Kinder aber fünf Jahren anspricht und prominente Vorleser wie z.B. Anke Engelke fürs Vorlesen gewinnen konnte. Eine ansprechende Seite für Kinder zum Thema Hören ist auch www.auditorix.de. Hier erfahren Kinder auch, wie man Hörspiele einmal selbst macht. Damit werden sie kreativ und aktiv, konsumieren nicht nur, sondern erstellen ihre eigene kleine Hörwelt. Wer sich über qualitativ hochwertige Hörspielproduktionen informieren möchte, kann sich über die Preisträger des MDR-Hörspielpreises informieren, mit dem gute Hörspiele einmal im Jahr ausgezeichnet werden.

Das Hören bereitet auch auf das Lesen vor

Ab wann eignen sich Hörbücher für Kinder? Wenn Kinder Hörbücher hören, werden sie indirekt schon aufs Lesen vorbereitet. Bilder und Ideen entstehen im Kopf, das Gehirn ist absolut gefordert und anders als beim Fernsehen, bei dem die Kinder ja die Bilder schon mitgeliefert bekommen, müssen sie diese beim Hören „erarbeiten“. Das Gehirn muss eigene Bilderwelten erschaffen und das regt die Phantasie an. Wer Angst hat, dass seine Kinder sich in Traumwelten flüchten, der macht den Kindern einfach mal sinnvolle Alternativangebote, Spielen und Toben sollten nie zu kurz kommen. Trotzdem sind Hörbücher eine sinnvolle Alternative zum Fernsehprogramm.

Die Vorteile überwiegen

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Vorteile überwiegen. Hörspiele sollten nicht als Babysitter eingesetzt werden, Kinder auf jeden Fall nur altersentsprechende Hörspiele hören und Eltern sollten immer im Dialog mit den Kindern bleiben und wissen, was sie gerade hören und wofür sie sich denn interessieren. Auch für Fragen sollten sie weiter ein offenes Ohr haben, denn es gibt auch in Hörbüchern vielleicht Momente, die das ein oder andere Kind erschrecken, Kinder reagieren da unterschiedlich. Es gibt auch Kinder, die sich vor Urmel auf dem Eis fürchten, auch wenn wir als Erwachsene hier relativ wenig Bedrohungspotential sehen.