Audiodigitale Lernsysteme für Kinder

Kinder und Medien

Audiodigitale Lernsysteme für Kinder: Kinder sind fasziniert von Computern und mobilen Geräten. Auch für das Lernen werden diese Systeme immer mehr eingesetzt, denn Kinder lernen sehr gerne mit elektronischen Medien. Eltern sehen den Umgang mit dem Computer nach wie vor skeptisch, sollten ihren Kindern aber die digitale nicht vorenthalten, sondern den verantwortungsvollen Umgang fördern. Denn auch in den Schulen werden sie immer wichtiger.

Warum lernen Kinder lieber mit digitalen Medien?

Natürlich sind PC und Smartphone aus dem modernen Leben und auch aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Auch Kinder beobachten das und finden Gefallen daran. Das liegt nicht zuletzt daran, dass durch digitale Lernprogramme mehrere Sinne zur gleichen Zeit angesprochen werden. Bunte Animationen, die mit Tönen, Geräuschen und Stimmen hinterlegt sind, motovieren mehr als Bücher. Zugleich haben die Kinder sofort die Gelegenheit, das Gelernte auszuprobieren und bekommen auch gleich die Rückmeldung, ob die Einträge richtig oder fehlerhaft sind.

Die Medienkompetenz fördern

Seit 1999 führt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest regelmäßig die KIM-Studie zum Stellenwert der Medien im Alltag von Kindern (6 bis 13 Jahre) durch. Im Rahmen der KIM-Studie werden jeweils rund 1.200 Kinder mündlich-persönlich sowie deren Haupterzieher schriftlich befragt und hieraus ergab sich, dass 62 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen regelmäßig das Internet nutzen. So erscheint es auch sinnvoll, dass Kinder auch Schulinhalte mit digitalen Medien wiederholen und festigen.

Sollte man digitale Medien schon im Vorschulalter einsetzen?

Natürlich bleibt auch Vorschulkindern die digitale Welt nicht verborgen und auch sie möchten ausprobieren und damit umgehen lernen. Hier werden zum Beispiel audiodigitale Lernsysteme angeboten, welche aus einem elektronischen Stift und einem Buch oder einem Puzzle bestehen. Das Kind kann nun mit dem Stift auf eine Abbildung oder eine Textzeile, gibt das Gerät Geräusche, Sprachsequenzen oder Texte zurück, auf das Kind reagieren kann.

Besonders erfolgreich scheint das System beim Erlernen von Fremdsprachen zu sein. Hier wird zum einen das Hörverständnis trainiert, aber auch die Aussprache. Zudem lernen Kinder enorm schnell eine neue Sprache, was hierdurch unterstützt werden kann.

Was lernen Kinder durch audiodigitalen Medien?

Beispielsweise können Kinder in einen virtuellen Schulalttag eintauchen, die Klassenzimmer besuchen und herausfinden, welche Inhalte in den einzelnen Fächern vermittelt werden. Hierzu gehört aber auch die Interaktion der Schüler untereinander. Welche Gespräche werden geführt, was passiert in den Pausen oder auf dem Weg zur Schule?

Des Weiteren gibt es Lernsoftware, die sich speziell einem Schulfach widmen und gezielte Inhalte transportieren wie erstes Umgehen mit Zahlen, das kleine Einmaleins, Addieren, Subtrahieren usw. Jeder Übungseinheit ist auch eine Selbstkontrollfunktion beigefügt, sodass die Kinder sofort eine Rückmeldung erhalten und diese dann eventuell verbessern können.

Blick in die Zukunft

Die Kreidezeit in der Schule sollte eigentlich schon längst der Vergangenheit angehören. Dass dem nicht so ist, ist bekannt. Die Zukunft des Lernens wird jedoch immer mehr den digitalen Medien gehören, sodass die Schüler keine Bücher mehr hin- und herschleppen müssen. Sie können sich mit dem Server der Schule von zu Hause aus oder im Unterricht verbinden und Dokumente verschicken und speichern. Somit erscheint es sinnvoll, die Schülern von morgen schon frühzeitig mit dieser Lernform vertraut zu machen. Audiodigitale Medien führen die Kinder spielerisch heran, sodass es später in der Schule keine große Umstellung mehr erfordert.