Die Küche kinderfreundlich einrichten – Tipps und Anregungen

Küche mit Dreirad

Die Küche kinderfreundlich einrichten – Tipps und Anregungen: In vielen Haushalten ist die Küche der Mittelpunkt des Alltags. Hier trifft man sich zum Essen, Erzählen, Kochen, Basteln, Spielen oder erledigt die Hausaufgaben. Aber wie  richtet man eine Küche kinderfreundlich ein und auf welche Materialien sollte man achten, damit die Familienküche allen Anforderungen gerecht wird?

Wie gestalte ich die Küche kinderfreundlich?

Kinder helfen gerne mit, wenn es ums Kochen und Backen geht. Ab dem Kindergartenalter können sie auch schon in der Küche aktiv werden. Sollte genügend Platz vorhanden sein, könnte ein kleiner Bereich für eine Spielküche reserviert werden, wo die Kleinen nach Herzenslust mit ihren Kochutensilien spielen können, während die Eltern das Essen vorbereiten. Kinder lernen durch Nachahmung und so imitieren sie sehr schnell einfache Handgriffe und den Umgang mit Lebensmitteln.

Natürlich sollten Messer und scharfe Küchenwerkzeuge für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Zu Beginn könnten Eltern aber eine Kinderschublade einrichten, wo die Kleinen ihre eigenen Spielwerkzeuge, kleine Becher, Tassen und Teller unterbringen und jederzeit erreichen können.

Um sich die Zeit bis zum Essen zu vertreiben, sind magnetische Kühlschranktüren ein praktisches Utensil. Hier lassen sich wunderbar Magnetbuchstaben, -formen oder oder  -zahlen anheften, sodass hier ein kleiner Spielbereich entsteht. Auch eine Tafel, wo kleine Köchinnen und Köche ihre Kreativität freien Lauf lassen können, ist ein toller Zeitvertreib. Sehr gut eignet sich hierfür auch selbstklebende Tafelfolie, die an einer freien Wand oder einer Schranktür einfach befestigt werden kann.

Selbstgemalte Kinderbilder in der Küche lassen sich wunderbar an einem gespannten Drahtseil mit Klammern befestigen. Eine tolle Dekoration, die allen Familienmitgliedern Freude macht und für Abwechslung sorgt.

Welche Materialien eignen sich für eine familienfreundliche Küche?

Kinder im Krabbelalter ziehen sich besonders gern an Möbeln hoch und auch später hinterlassen Kinder die eine oder ander Marmeladenspure oder Fettfingerchen auf den Oberflächen der Küchenmöbel. Hochglanzflächen und durchgestyltes Design sind zwar ein toller Blickfang. Die Freude hält aber nur so lange, wie man mit dem Tuch hinterherwischt.  Anfassen sollte also erlaubt sein.

Hervorragend geeignet sind Materialien wie Granit, Beton oder Massivholz. In punkto Ökobilanz und Verträglichkeit sind Massivholzmöbel unschlagbar. Während bei der Herstellung von Span- und MDF-Platten der Leimanteil noch jahrelang ausdünstet, sorgen die offenen Poren des massiven Holzes für ein angenehmes Raumklima und sind außerdem stabil und langlebig. Sind zum Beispiel auf einem Massivholztisch mit der Zeit Kratzer oder Flecken erkennbar, lassen sich diese durch Abschleifen und Wachsen schnell beseitigen. Generell hinterlässt man mit dem Kauf natürlicher Materialien einen geringeren ökologischen Fußabdruck.

Ähnlich wie Marmor wirkt der Verbundwerkstoff Corian, der zum einen sehr stoßfest zum andern auch kaum Spuren auf der Oberfläche hinterlässt.
Perfekt geeignet für die Schrankfronten der Küchenmöbel ist Linoleum. Neben der angenehmen Haptik, spricht hierbei die Verwendung natürlicher Materialien wie Holzmehl, Leinöl und Naturharz für eine ökologisch sinnvolle Alternative, die aber ihren Preis hat.

 Was ist bei der Sicherheit in der Küche zu beachten?

Gerade im Küchenbereich lauern viele Gefahren für Kinder. Hier befinden sich elektronische Geräte, Schranktüren und auch Putzmittel, die für Kinder lebensgefährlich sein können. Hier lässt sich mit Herdschutzgittern, Kindersicherungen für Schränke und Steckdosen und der sicheren Verwahrung von Chemikalien außerhalb der Reichweite von Kindern das Risiko stark minimieren.

Platziert man den Backofen nicht im unteren Bereich der Küche, sondern eher in Höhe der Körpermitte, ist dies zum einen rückenschonender für die Erwachsenen und Kinder gelangen nicht mehr so einfach an die Backofentür.

Wichtig ist außerdem, Kinder frühzeitig mit den möglichen Gefahren vertraut zu machen und sie nicht unbeaufsichtigt zu lassen.