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Fischmarkt in Hamburg

Hamburg

Fischmarkt Hamburg: Jeden Sonntag lockt der Hamburger Fischmarkt Besucher aus aller Welt an das Elbufer der Hansestadt. Nicht nur Aal und Scholle werden hier unter die Leute gebracht, auch Obst, Gemüse, Kekse, Blumen und vieles mehr. Berühmt sind die Marktschreier, die lauthals um die Gunst der Käufer werben. [ab 5 Jahren]

Schon seit 1703 findet der Fischmarkt statt, damals wie heute zeitlich begrenzt, denn im Anschluss war Zeit für den Gottesdienst!

Ein Besuch auf dem Hamburger Fischmarkt ist ein besonderes Erlebnis und mit einem üblichen Wochenmarktseinkauf nicht zu vergleichen. Man muss auch im Sommer nicht unbedingt um 5 Uhr auf der Matte stehen – mit übermüdeten Kindern ist der Bummel dann sicher kein Spaß. Wer um halb Acht kommt, hat auch noch genügend Zeit, sich umzuschauen und so manches Schnäppchen zu erstehen.

Aal-Dieter, Käse-Tommi oder Puten-Peter haben sich dann vielleicht schon ein wenig heiser geschrieen, doch das schmälert das Erlebnis in keinster Weise. Nicht nur laut, auch lustig geht es zu auf dem Fischmarkt. Da werden so manches Mal Damen oder Herren nach vorne an den Stand zitiert und mit einem Stückchen Aal gefüttert oder die Händler scherzen lautstark mit ihren potentiellen Kunden. Ruckzuck hat da so mancher schon Tüten voll Kekse oder Pflanzen für die gesamte Wohnung gekauft …

Ein Abstecher in die Fischauktionshalle darf natürlich nicht fehlen. Das schöne Gebäude von 1896 wäre in den 1980er Jahren beinah abgerissen worden. Die Halle war baufällig geworden und Fischauktionen fanden nicht mehr statt. Durch den Einsatz von Bürgern aus St. Pauli und Altona konnte das Gebäude gerettet werden, wurde unter Denkmalschutz gestellt und restauriert. Heute gibt es hier jeden Sonntag zur Fischmarktszeit Live-Musik, auf den Rängen kann gefrühstückt werden.

Für Kinder besonders interessant ist der nördliche Bereich des Fischmarktes, in der Nähe des historischen Minerva-Brunnens. Hier gibt es nämlich Tiere zu kaufen, und zwar keine toten Fische oder Tiefkühlhühner, hier stehen lebendige Tiere zum Verkauf. Da mümmeln süße Kaninchen, hier zwitschern wild die Wellensittiche, dort warten Meerschweinchen auf Streichelhände. Da lässt sich der Nachwuchs nur schwer weiter locken …

Der Fischmarkt ist mit dem Bus 112 auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die S-Bahnen S1 und S3 fahren bis zur Reeperbahn, von wo aus etwa 10 Minuten zu Fuß zu gehen sind. Auch von den Landungsbrücken ist der Fischmarkt zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen.