Expo 2015 Mailand: Weltreise an einem Tag

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Expo 2015 Mailand:  2015 lud die EXPO 2015 in Mailand Besucher aus aller Welt ein, das  Thema „Den Planeten ernähren, Energie für das Leben“ ausgiebig zu erkunden. Wie kann umweltschonende Ernährung funktionieren und was ist eigentlich „gesunde Ernährung“? Allein die wunderschönen und architektonisch beeindruckenden Pavillons waren eine Reise wert.

Einmal um die Welt an einem Tag

Das war auf der EXPO 2015 in Mailand möglich. Allerdings musste man gut zu Fuß sein, um alle Pavillons zu besichtigen. Auf dem rund eine Million Quadratmeter großen Gelände zeigten 144 Länder und drei große Organisationen ihre Lösungen für die Ernährung von bald 9 Milliarden Menschen in den kommenden 50 Jahren. Trotz der zahlreichen Kritik, die sich diese Ausstellung gefallen lassen musste, war die EXPO absolut sehenswert und ein Riesenerlebnis für Groß und Klein.

Jedes Land präsentierte seine persönlichen Köstlichkeiten und Strategien

Teilweise waren Warteschlangen von einer Stunde keine Seltenheit. Aber es lag eine ausgeglichene und fröhliche Stimmung in der Luft und Wasservernebler sorgten für die nötige Abkühlung. Zudem waren auf dem ganzen Gelände Wasserstationen verteilt, an denen man kostenlos kohlensäurehaltiges und stilles Wasser anzapfen konnte. Besucher jeden Alters waren trotz der langen Wartezeiten freudig gespannt auf die thematische Umsetzung des Themas „Welternährung“ und betrachteten begeistert die wunderschön gestalteten Pavillons. Jedes Land präsentierte seine kulinarischen Köstlichkeiten und die Zukunftsmöglichkeiten auf seine Weise.

Datteln und Kamelmilch in der Wüste und was ist „Aquaponik“?

Saudi Arabien, das mehr als 85% seiner Lebensmittel importieren muss, stellte anschaulich dar, dass Kamelmilch und Datteln als überlebenswichtige Lebensmittel in der Wüste unentbehrlich sind und gab Anstöße für Bewässerungsmöglichkeiten in trockenen Gebieten. In vielen Pavillons wurde das Aquaponic-Verfahren (Aquakultur für Fischzucht und Hydroponik für die erdfreie Pflanzenzucht) thematisiert. Hierbei wird das verbrauchte Wasser der Fische durch Spezialfilter zu Biodünger für Gemüse aufbereitet. Die Pflanzen geben ihrerseits wieder über die Blätter sauberes Wasser ab, das dann in den Fischkreislauf zurückgeführt wird.

Probieren, Anfassen, Kosten, Balancieren!

Die Ausstellungen luden zum Ausprobieren und Verkosten ein und es wurden alle Sinne angesprochen. Auch sportliche Betätigung war erforderlich beim Lauf über das Netz im brasilianischen Pavillon, das den Menschen als Teil des globalen Netzwerks thematisieren sollte. Ein großer Spaß für Groß und Klein. Im Polen-Pavillion duftete schon von Weitem die überdimensionale Schokoladenskulptur und im belgischen sollte man sich die knusprigen Plätzchen, die man am Eingang geschenkt bekam, unbedingt für den Schokoladenbrunnen in der Ausstellung aufheben.

Der Baum des Lebens

Mittelpunkt der Ausstellung war der „Baum des Lebens“ im Bereich des italienischen Pavillons. Die 35 Meter hohe Skulptur aus Holz und Stahl erwachte jede volle Stunde zum Leben und begeisterte die Zuschauer mit Musik, Wasserspielen, Leuchteffekten, Projektionen und Pyrotechnik. Man sollte sich das Spektakel allerdings eher für den Abend aufheben. Die beiden letzten Vorstellungen dauerten länger und die Lichteffekte kamen bei Dunkelheit erst richtig zur Geltung.

Expo bei Dunkelheit mit Shows und Leucheffekten

Generell war die EXPO bei Dunkelheit ein Erlebnis. Die beleuchteten Pavillons waren wunderschön anzusehen und es begannen verschiedene Showveranstaltungen mit traditionellen Tänzen und DJs, die besonders in den Pavillons von Holland und Polen für Partystimmung sorgten.

Auch der Vatikan war vertreten

Neben der Welternährung hatte sich allein der Vatikan des Themas „Welthunger“ angenommen und mit einem sehr schlicht gehaltenen Pavillon den Schriftzug „nicht vom Brot allein“ in den Mittelpunkt gerückt.

Trotz Kritik sehenswert

Dass hier Konzerne wie Coca Cola und Nestle im großen Stil Werbung machten, wurde im Vorfeld stark kritisiert, da es im krassen Gegensatz zu gesunder Ernährung und nachhaltiger Produktion steht.
Das war sicherlich ein Wermutstropfen.

Expo2

Expo2

Eingangsbereich

Expo3

Expo3

Pavillon Azerbaijan

Expo4

Expo4

Pavillon Equador

Expo6

Expo6

Pavillon von Daniel Libeskind designed

Expo11

Expo11

Pavillon Russland

Expo8

Expo8

Pavillon Russland von oben

Expo7

Expo7

Pavillon USA und Kuwait

Expo9

Expo9

Vertikale Bepflanzung USA

Expo16

Expo16

Pavillon Quatar

Expo12

Expo12

Schokoladenskulptur Polen

Expo15

Expo15

Begehbares Netz Brasilien

Expo17

Expo17

DJs Pavillon Polen

Fotostrecke:© Bianca Bonacci