Das Familienauto – neu oder gebraucht?

Das Familienauto – neu oder gebraucht? Eine Frage, die sich viele Familien beim Kauf eines Familienautos immer wieder von Neuem stellen. Reichte das alte Modell noch beim ersten Kind aus, so wird es beim zweiten schon schwieriger. Ein Auto muss her, das Kinderwagen, Kindersitz und Kinderfahrrad problemlos transportiert. Neu oder gebraucht ist die eine Frage, bar, Leasing oder Kredit die nächste.

Das Familienauto – neu oder gebraucht? Keine einfache Entscheidung für Familien

Neuwagen haben einen erheblichen Vorteil gegenüber einem gebrauchten Auto: sie sind neu! Wer nicht gerade einen Montagswagen gekauft hat, kann sich darauf verlassen, dass nicht sofort wieder teure Reparaturen ins Haus stehen. Außerdem gibt es in der ersten Zeit auch noch eine Werksgarantie. Sollte es also zu einer Reparatur kommen, bleiben die Kosten im Rahmen. Was man aber beim Abwägen miteinbeziehen sollte, ist aber der hohe Werteverlust und natürlich der höhere Anschaffungspreis. Bei einem Geschäftswagen mit Abschreibungsmöglichkeiten ist das für viele kein Problem, bei einer Familie, die solche Möglichkeiten ja nicht per se hat, schlägt ein Autokauf schon meist ein großes Loch in die Haushaltskasse. Und da machen einige Tausend ? schon einen gewaltigen Unterschied. Vor allem größere Neuwagen – und ein solcher Wagen wird für eine Familie meist nötig – schlägt preislich gewaltig zu Buche.

Alternative: der günstige Gebrauchtwagen

Das Familienauto – neu oder gebraucht? Für Familien kann der günstige Gebrauchtwagen eine gute Alternative zum Neuwagen sein. Doch hier heißt es immer Vorsicht, wer auf dem freien Markt, übers Internet oder auch über Zeitungsanzeigen einen Gebrauchtwagen kauft, sollte sich auskennen. Für Familien mit zwei Kindern ist hier der Familienvan oft eine gute Lösung, hier lassen sich auch drei Kindersitze nebeneinander platzieren, was bei einem kleineren Modell unmöglich ist. ADAC hat hier einmal verschiedene Modelle unter die Lupe untergenommen und das Ergebnis ist äußerst interessant. Vom Preis her können solche Autos sicher locken, lässt sich hier ein Familienauto schon für € 10 000 erwerben, dennoch birgt ein solcher Kauf auch gewisse Risiken. Ab 80 000 Kilometern muss der Käufer laut ADAC mit Verschleißerscheinungen rechnen, sprich mit Folgereparaturen. Weitere Kilometer auf dem Tacho erhöhen das Risiko weiter. Den Gebrauchswert eines Gebrauchtwagens können Sie mittels Test ermitteln, wobei es sich nur um ungefähre Werte handelt. Nehmen Sie bei der Besichtigung ihres neuen Familienautos immer einen Experten mit, sofern sie selbst kein Autokenner sein sollten. Und lassen Sie sich vom Händler beraten.

Ein Kompromiss zwischen Neu- und Gebrauchtwagen: der „Jahreswagen“

Das Familienauto – neu oder gebraucht? Oft empfiehlt es sich auch, einen so genannten Jahreswagen oder auch Dienstwagen zu kaufen. Dabei handelt es sich um Autos, die zwar schon gefahren wurden, aber meist nur wenige Kilometer auf dem Tacho haben. Meistens wurden sie ausgestellt oder auf Messen präsentiert. Der Preis reduziert sich im Vergleich zum Neuwagen erheblich. Was sie bei einem Jahreswagen – oft sind es auch von Mitarbeitern kurzzeitig gefahrene Dienstwagen erwartet, erfahren Sie auf dieser Händlerseite.  Oft geben die Händler auch noch weitere Rabatte, weil sie die „alten“ Modelle, die ja meist gar nicht so alt sind, wieder vom Hof haben wollen. So kann man hier oft ein gutes Schnäppchen machen, wenn man nicht unbedingt einen ganz speziellen Typ mit einer ganz speziellen Farbe und Schiebedach oder Sonderausstattung xy sucht.

Barzahlung, Leasing oder Kreditfiananzierung: keine einfache Frage

Die Frage, ob Barzahlung, Leasing oder Kredit eine bessere Variante sein mögen, ist nicht so einfach zu beantworten. Sie hängt von vielen verschieden Faktoren ab, die von Familie zu Familie unterschiedlich sind. Viele Autohändler bieten hier günstige Konditionen an, über diese können Sie sich vorab im Netz informieren. Allerdings sollte man Details immer im persönlichen Gespräch klären. Gute Tipps zur Autofinanzierung erhalten Sie auch bei Stiftung Warentest.

Leasingzahlungen können für Sie sinnvoll sein, müssen es aber nicht. Schon lange werden Autos nicht mehr bar bezahlt, das mag vor einigen Jahrzehnten noch üblich gewesen sein. Jahrelang sparte die ganze Familie, verzichtete auf Urlaub und den neuen Mantel und am Ende stand dann der neue VW-Käfer oder Opel Rekord. Kein Mensch hätte einen Kredit aufgenommen, um ein Auto zu finanzieren. Nach einer von Aral durchgeführten Studie werden mittlerweile 56 von 100 Autos – und hier ist es egal, ob neu oder gebraucht, per Kredit finanziert. Kaum jemand zahlt ein Auto noch bar, wieso auch? Vor zehn Jahren war der Anteil der Autokäufer, die ein Auto „cash“ gezahlt haben, noch sehr viel niedriger. Bei Neuwagen liegt die Zahl derer, die das Auto leasen oder über einen Kredit finanzieren, noch höher. Kredite sind einfach zur Zeit sehr günstig. Aufgrund der niedrigen Zinsen, ist eine Autofinanzierung mittlerweile für viele kein Problem mehr.

Nicht immer einfach, im Dschungel der Finanzierungen den Überblick zu bewahren

Dennoch ist es für den Laien nicht immer so einfach, im Dschungel der Finanzierungsangebote durchzublicken. Sollen wir den neuen Familienwagen nun per Kredit finanzieren, mit einem normalen Ratenkredit oder Sonderkrediten? Oder vielleicht das neue Auto doch mittels Leasing erwerben. Wer ausreichend Bargeld besitzt, fährt beim Autokauf – unabhängig davon, ob Neuwagen oder Gebrauchtwagen – mit einer Cashzahlung besser. Würde man das Geld anlegen, bekäme man einfach sehr wenig Zinsen dafür. Das lohnt deshalb nicht. Dennoch, wer ein teureres, weil oft größeres Familienauto kauft, der zahlt dann doch selten bar. Und mittlerweile finanzieren nicht nur die Geschäftskunden ihre Autos, sondern auch Privatkunden, dazu zählen auch Familien.

Vorteile Leasing oder Finanzierung?

Das Familienauto – neu oder gebraucht? Wenn es auch Unterschiede gibt, so ist Leasing unterm Strich meist doch einen Tick teurer als diverse Kreditfinanzierungen. Viele Autohändler bieten günstige Leasingverträge an, doch die bleiben nur dann günstig, wenn die Familie tatsächlich wenige Kilometer fährt. Hier heißt es vor Vertragsabschluss einmal in sich gehen und Kilometer zählen. Wer das Auto für Langstrecken nutzt, für den rechnet sich ein solches Angebot nicht. Kommt das Auto nur für Alltagsstrecken und den Familienurlaub zum Einsatz, kann es sich wieder rechnen. Wer sehr viel fährt, sollte gut überlegen, ob sich dann nicht doch ein Kreditangebot eher rechnet. Aus einem Kreditvertrag kommt man meist leichter heraus als aus einem Leasingvertrag, auch das gilt es zu bedenken. Wer ein Auto nur für zwei bis drei Jahre fahren will und dann auf ein anderes, größeres oder auch kleineres Modell umsteigen möchte, der kommt meist mit einem Leasingvertrag ganz gut hin, wer das Auto fürs Leben sucht, ist dann bei einer Kreditzahlung besser aufgehoben. Und dies gilt vor allem für Privatleute, eben Familien.