Urlaub ohne Streit: So gelingt der Urlaub zu zweit

Urlaub ohne Streit

Urlaub ohne Streit: Für viele Menschen ist der Urlaub der perfekte Zeitpunkt, um aus dem hektischen Alltag auszubrechen und sich einmal ausgiebig Zeit für den Partner zu nehmen. Doch trotz besten Absichten kommt es während einer Reise häufig zum Streit. Woran liegt das, und wie verhält man sich in so einer Situation?

Urlaub ohne Streit: Geht das?

Jede dritte Scheidung wird nach dem Urlaub eingereicht. Ein Zufall? Wohl kaum. Die schönste Zeit des Jahres kann schnell zur stressigsten Zeit des Jahres werden, wenn Sie zu hohe Erwartungen an die Reise stellen oder keine Kompromisse eingehen können. Denn das ständige Zusammensein kann schön, vertraut, romantisch und entspannend sein – oder eben in Streit enden. Viele der Konflikte, die im Urlaub entstehen, gründen sich auf kleine Meinungsverschiedenheiten, haben jedoch tieferliegende Ursachen, die die Beziehung dauerhaft belasten. Doch welche Strategien sollen Paare hier am besten entwickeln?

Hier gibt es viele Möglichkeiten und Varianten. Niederschwellig ist sicher ein Gespräch mit Freunden, denen man eine gewisse Objektivität zutraut. Oft reicht es schon, wenn die Probleme einmal benannt werden, viele Paare tragen die Lösung schon in sich und die will nur noch „herausgekitzelt“ werden.

Auch Beratungsstellen wie z.B. von „Pro Familia“ oder der Caritas können unter Umständen helfen. Hier arbeitet professionelles Personal, das vielleicht schon einmal „erste Hilfe“ leisten kann oder bei schwierigeren Fällen, die Betroffenen auch weiter verweist und Adresslisten herausgibt.

Auch Beratungsunternehmen, die auf spirituelle Herangehensweisen wie Hellsehen oder Kartenlegen setzen, können vielleicht dazu beitragen, den Konflikt zu lösen. Wenn Sie eine spirituelle Person sind, können die Berater von Viversum Ihnen bei Eheproblemen helfen.

Wenn diese Ansprechpartner nicht greifen, können Sie hier natürlich auch einen Paartherapeuten oder eine Paartherapeutin in Anspruch nehmen. Hier ist es einfach wichtig, dass die Beziehung zum Therapeuten stimmt. Und informieren Sie sich vorab, welche Ausbildung der jeweilige Therapeut mit sich bringt. Es macht einen Unterschied, ob man sich einfach ein Stück Lebenshilfe und Tipps holen möchte und grundsätzlich in der Lage ist, seine Probleme selbst zu lösen oder ob es sich um eine echte Lebenskrise handelt, die auf jeden Fall einen ganz anderen Umgang einfordert und nach professioneller Hilfe verlangt.

Und nicht jeder Streit muss Anlass für eine Grundsatzdiskussion sein. Im Folgenden finden Sie ein paar konstruktive Tipps, wie sie sich verhalten können, um Auseinandersetzungen im Urlaub zu vermeiden.

Kompromisse erwünscht

Oft heißt es, dass Gegensätze sich anziehen. Auch wenn die Wissenschaft dies statistisch widerlegen kann – hundertprozentig gleicht natürlich niemand dem anderen. In Bezug auf den gemeinsamen Urlaub kann es schnell zu unterschiedlichen Wünschen kommen. Wichtig ist, dass die Erwartungshaltungen der Partner im Voraus klar sind. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Vorstellungen vom perfekten Urlaub auszusprechen, auch wenn Sie wissen, dass Ihr Partner vielleicht andere Wünsche hat. Nur wenn offen darüber gesprochen wird, kann ein Kompromiss gefunden werden, der beide zufrieden stellt. Sie wollen bergsteigen, er lieber am Strand entspannen? Entscheiden Sie sich für einen Urlaubsort, an dem beides möglich ist. Oder fahren Sie zuerst an den Strand, mit dem Abkommen, den nächsten Urlaub in den Bergen zu verbringen.

Gelassenheit siegt

Selbst im Urlaub verläuft nicht immer alles wie geplant. Machen Sie aus der Not eine Tugend und seien Sie spontan! Ihr Hotel wurde kurzfristig umgebucht oder Ihre Flugzeiten geändert? Profitieren Sie von der Planänderung, um Neues zu entdecken und Ihren gewohnten Rhythmus zu durchbrechen. Machen Sie auf keinen Fall Ihren Partner für die Probleme verantwortlich. Das ist nicht nur unangebracht, sondern in den meisten Fällen schlichtweg unfair.

Urlaub ohne Streit: Zweisamkeit mit Freiraum

Der gemeinsame Urlaub verspricht eine romantische Zeit in trauter Zweisamkeit. Tatsächlich kann es aber anstrengend sein, 24 Stunden am Tag mit seinem Partner zu verbringen. Vor allem, wenn man mit sich selbst im Unreinen ist, kann es schnell dazu kommen, dass persönliche Konflikte auf den Partner projiziert werden. Wenn man ununterbrochen aufeinander hockt, fällt einem zudem jede noch so kleine Macke des Partners auf, die im hektischen Alltag vielleicht unbeobachtet geblieben ist. Denken Sie daran, dass niemand perfekt ist. Wenn Sie sich im Tagesverlauf ein bisschen Freiraum gönnen, fällt es leichter, über die vermeintlich nervigen Verhaltensweisen des Partners zu schmunzeln, anstatt sich darüber aufzuregen.

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