Wo finde ich eine schnelle und günstige Hilfe im Haushalt?

Wo finde ich eine schnelle und günstige Hilfe im Haushalt? Gerade Familien haben heute wenig Zeit, werden die Eltern zwischen Kind und Beruf doch Tag für Tag gefordert. Doch manchmal hilft es auch, Aufgaben zu delegieren. Die Stichworte heißen Nachbarschaftshilfe, Tauschringe oder auch Dienstleistungsportale. Es gibt (fast) keine Aufgabe, die sich nicht auch von jemand anderem vielleicht schneller und besser erledigen ließ. Manchmal muss man zahlen, manchmal kann man auch die persönliche Kompetenz als „Tauschmittel“ einbringen. Wir stellen einige Beispiele vor.

Wo finde ich eine schnelle und günstige Hilfe im Haushalt?  Zeit ist Geld

Wie heißt es so schön „Zeit ist Geld“. Doch es geht nicht nur ums Geld, sondern auch um faire Hilfe. Dieses Prinzip stellen zum Beispiel Tauschringe immer wieder unter Beweis.

Jeder besitzt eine Vielfalt von Kompetenzen – Jede Arbeit ist gleich viel wert

Die Besonderheit bei Tauschringen besteht darin, es wird nicht bar gezahlt, sondern in einer alternativen Geldeinheit. Die heißt mal Talent, oder nennt sich Heller, Kreuzer oder auch Purzel. Egal, welchen Namen das Kind nun erhält, jede Arbeit ist gleich viel wert. Es fließt bei einem Tauschring kein Geld, jeder erhält für seine Arbeit die jeweilige Währung und kann dafür wiederum eine Dienstleistung eintauschen. Ob Arbeitsloser oder studierter Professor macht keinen Unterschied. So sind Tauschringe eine gute Möglichkeit, an Dienstleistungen heranzukommen und dabei seinen Geldbeutel zu schonen. Voraussetzung bleibt allerdings, dass man alternativ auch wieder „etwas zu bieten“ hat, denn auch wenn man nicht mit Geld zahlt, so zahlt man mit seiner Arbeitskraft und Arbeitszeit. Wer sich über das Thema Tauschring informieren will, erhält wichtige Infos auf einer Übersichtsseite und kann sich dann von Link zu Link auch zu einem regionalen Tauschring „durchhangeln“. Meist findet man dann auch persönliche Ansprechpartner auf den Webseiten und kann sich hier auch noch einmal konkret informieren. Hier erfährt man auch so einiges über die Geschichte der Tauschidee und wie diese Idee schon im Laufe der Zeit konkrete Hilfe in vielen Notsituationen sein konnte.

Dienstleistungen lassen sich natürlich auch einkaufen

Dienstleistungen findet man natürlich auch anders, über die Kleinanzeigenteile der regionalen Zeitungen oder eben im Internet. Wer im Supermarkt oder im kleinen Laden um die Ecke am Schwarzen Brett etwas anbietet oder auch sucht, muss allerdings Glück haben, dass zum rechten Zeitpunkt genau derjenige vorbei schaut, der das Angebot auch gerade benötigt oder sucht. Das Internet erweitert den Kreis und die Handhabung ist meist recht unkompliziert und schnell. Bei den meisten Portalen kann man sich registrieren und eine bestimmte Dienstleistung suchen, anbieten natürlich auch. Mittlerweile gibt es viele Beispiele im Netz, Dienstleistungsportale, die eine bestimmte Dienstleistung anbieten, die man dann vor Ort abrufen kann. Doch nicht nur Putzservice-Angebote gibt es hier, auch Unterstützung bei Computerproblemen und so einigem mehr. Für die Dienstleistung wird gezahlt, doch bekommt man hierfür eine Leistung. Die konkreten Preise für die Dienstleistung findet der Suchende im Netz, man musss überlegen, ob man dann bereit ist, den Preis zu zahlen. Mittlerweile gibt es auch viele Vermittlungsportale, hier empfiehlt es sich genau hinzugucken, wie denn die Einnahmequelle des Portals genau aussieht. Portale, die nur nach erfolgreicher Vermittlung abrechnen, scheinen solider zu sein als Portale, bei denen man schon zu Beginn zahlen muss und gar nicht so recht weiß, was einen am Ende erwartet bzw. ob man nun das genau bekommt, was man sich wünscht.

Das Bundesfamilienministerium bietet eine interessante Lektüre an

Im Prinzip entsprechen solche Dienstleistungsbörsen ebenfalls der Idee des „Schwarzen Brettes“, der eine sucht, der andere findet. Wer eine Dienstleistung anbieten möchte, hat ja meist das Problem, darauf aufmerksam zu machen. Wie soll man sonst Kunden gewinnen? Das Bundesfamilienministerium hat zum Thema „haushaltsnahe Dienstleistungen“ übrigens eine Broschüre mit neuen Studienergebnissen herausgebracht, die man als PDF-Dokument direkt auf der Website des Ministeriums abrufen kann. Wer seine Dienstleistung anbieten möchte, sollte sich auf jeden Fall im Vorfeld informieren, wie man möglichst viele Kunden gewinnt und wie eine Preiskalkulation aussehen kann. Es ist nicht sinnvoll, seine Leistungen zu billig anzubieten, andererseits – auch hier hilft sicher eine Recherche – meist richtet sich der Preis eben klassisch nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Und hier sollte man die jeweilige Tätigkeit richtig einschätzen.

Ein Blick über den Gartenzaun lohnt sich ebenfalls: die klassische Nachbarschaftshilfe

Wo finde ich eine schnelle und günstige Hilfe im Haushalt? Und manchmal lohnt es sich, auch einfach mal in der Nachbarschaft zu gucken, wer da was so leisten kann. Fürs Rasenmähen kommt vielleicht der Sohn der Nachbarin in Frage und vielleicht kann der auch mal die Fenster putzen. Oder wie ist es mit der Nachhilfe für Sohn oder Tochter? Auch hierfür findet man vielleicht jemanden, der um die Ecke wohnt. Ähnlich ist es beim Babysitter. Hier kommt es oft genug darauf an, die Person gut zu kennen und auch Vertrauen zu haben, wem man nun die Bildung und Unterhaltung des Sprösslings nun anvertrauen möchte. Allerdings stößt man hier vielleicht auch wieder bald an seine Grenzen.

Sinnvoll ist es, verschiedene Varianten zu kombinieren, in bestimmten Fällen ist es besser, eine Dienstleistung einzukaufen, hier kann man (meist) auf Professionalität zählen und kann – wird der Auftrag nicht ordentlich ausgeführt – durchaus auch Kritik üben. Klappt das mit der Nachhilfe durch die Nachbarstochter leider nicht so gut, stellen sich persönliche Befindlichkeiten ein, auf die man eigentlich ganz gut verzichten kann.