Eine Familienreise nach Island: Von Trollen und Geysiren

Familienreise nach Island

Spätestens seit der letzten Fußball-Weltmeisterschaft wissen wir: Die Isländer haben Humor und geben sich durchaus selbstbewusst. Kein Wunder also, dass die kleine Insel mit ihren gerade mal 340.000 Einwohnern mittlerweile viele Touristen anlockt, die das Land und seine Menschen aus der Nähe kennenlernen wollen. Auch für Familien kann sich eine Reise durchaus lohnen. Warum? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Eine Familienreise nach Island?

Auf Island ist es immer kalt! Ein Vorurteil, das sich hartnäckig hält. Gut, in Südafrika ist es sicher heißer, aber im Sommer wird es auch in Island warm und die Winter sind gar nicht so kalt, wie viele vielleicht glauben. Jedenfalls ist es ein Reiseland, in das sich zu fast jeder Jahreszeit ein Ausflug anbietet. Besonders traumhaft sind die zahlreichen Fjorde, die vielen Seen und die faszinierende Lavalandschaft samt ihrer skurrilen Formen.

Mit seinen sagenhaften Geschichten und Mythen ist Island zugleich ein tolles Reiseland für Kinder. Wo sonst kann man so viele Elfen erahnen, Vulkane und Gletscher hautnah erleben oder sich an Geysiren ergötzen?

Das Leben auf und mit dem Vulkan

Das Leben mit Vulkanen ist für die Isländer ganz normal. Es kann durchaus passieren, dass mal einer ausbricht, so wie 2010 der Eyjafjallajökull. Doch ein solches Ereignis gehört zu einem Leben auf einer Vulkaninsel nun einmal dazu. Und genau wegen der Vulkane kann man in Island in so genannten „heißen Pötten“ baden. Diese werden vom Thermalwasser beheizt und sind ein beliebter Treffpunkt der Isländer.

Familienreise nach Island: Was ist besonders empfehlenswert?

Das ist eine Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt. Auf jeden Fall lohnt sich ein Besuch in der isländischen Hauptstadt Reykjavík – das ist übrigens die nördlichste Hauptstadt der Erde. Hier leben auch die meisten Einwohner Islands, circa 120 000. Reykjavík ist ein sehr lebendiger Ort, in dem es eine ganze Menge anzugucken gibt. Berühmt und bekannt ist die „Blaue Lagune“, eine künstlich erschaffene Lagune mit heißem Wasser. Kieselalgen sorgen für die blaue Farbe und aufgrund verschiedener Mineralien ist das 37 bis 42 Grad warme Wasser nicht nur entspannend, sondern auch gut für Menschen mit Hautproblemen.

Der mit 18 Quadratkilometern größte isländische Gletschersee heißt Jökulsárlón und ist wohl auch gleichzeitig der bekannteste. Mit 248 Metern ist er zudem der tiefste See des Inselstaates. Womöglich kennen Sie diesen bereits und wissen es gar nicht? Der See diente nämlich unter anderem für mehrere „James Bond“-Filme, „Batman“, „Tomb Raider“ und noch einige mehr als faszinierende Drehkulisse. Ein Abstecher sollte auf jeden Fall auf der Besichtigungsliste stehen und mit ein bisschen Glück, kann man hier sogar auf Robben treffen.

Ebenfalls sehenswert ist der See Mývatn mit seiner beeindruckenden Flora und Fauna. Übersetzt bedeutet das zwar „Mückensee“, davon sollten Sie sich allerdings keinesfalls abschrecken lassen. So hat man circa 40 Mückenarten gezählt, die den viertgrößten See des Landes besiedeln, doch zum Glück sind nur wirklich wenige davon auch Stechmücken.

Es gibt viele verschiedene Arten diese Seenlandschaft zu erkunden. Für Wasserratten besteht außerdem die Möglichkeit, einen kleinen Badetrip in eines der geothermalen Naturbäder bei einer Tour miteinzuschließen. Rund um den Mývatn-See gibt es zudem Wasserfälle, heiße Quellen, Thermen, Höhlen und Kraterlandschaften zu entdecken. Des Weiteren ist der See zugleich Teil einer von Touristen gern besuchten Route, die sich „Diamond Circle“ nennt und durch das nördliche Island führt. Ebenfalls Teil dieser beliebten Touristentour ist der Ort Húsavík. Hier hat man einen tollen Blick auf die Bucht von Skjálfandi und mit etwas Glück gibt es dort Wale zu sehen, denn dieser Platz ist sozusagen die Hauptstadt der Walbeobachtung in Island.

Faszinierende Wasserfälle lohnen einen Besuch

Nicht minder empfehlenswert ist ein Abstecher zum Dettifoss, dem „stürzenden Wasserfall“ im Nordosten. Hierbei handelt es sich um den größten seiner Art. Weitere Wasserfälle befinden sich in der Nähe und lassen sich gleichfalls für einen Besuch einplanen.

Im Süden befinden sich mit dem Skógafoss und dem Seljalandsfoss zwei weitere imposante Wasserfälle. Ersterer ist ein sogenannter „Waldwasserfall“, der auf einer Breite von 25 Metern ganze 60 Meter in die Tiefe fällt.

Und wann geht es für Sie nach Island?

Das waren nur einige wenige Beispiele von den zahlreichen Attraktionen, die das Land zu bieten hat. Wer das erste Mal dort hin reist oder auch eine ganz bestimmte Route angehen möchte, ist bei einem Island-Experten vielleicht besser aufgehoben als bei einer komplett selbst geplanten Tour. Für eine Pauschalreise nach Island ist es daher kein Fehler auf einen Spezialisten zurückzugreifen, der konkrete Touren plant und auch vor Ort als Ansprechpartner bei Fragen zur Verfügung steht.