Flugreisen mit Babys – was beachten?

Flugreisen mit Babys - was beachten

Flugreisen mit Babys – was beachten? Das Wunschkind ist endlich da und die glücklichen Eltern sind nach der anstrengenden Gewöhnungsphase bereit, sich auf den ersten Urlaub mit Baby einzulassen. Sollte diese Reise mit dem Flieger unternommen werden, so können Mama und Papa doch schon so einiges im Vorfeld berücksichtigen, damit das Unternehmen nicht in Stress ausartet. Doch eine Reise mit Baby ist auf jeden Fall anders zu planen als ohne Kind.

Flugreisen mit Babys – was beachten?

Eine Flugreise mit Kind? Ist das überhaupt sinnvoll?

Wenn das Baby drei Monate alt und gesund ist, dann spricht eigentlich nichts dagegen. Für eine Anreise zum Urlaubsziel kann eine Flugreise sogar entspannter als eine lange Autoreise mit Stau in der Sommerhitze sein. Von daher spricht prinzipiell nichts dagegen, eine Flugreise mit Baby zu unternehmen. Ist das Kind dem dem Kolikalter entwachsen (circa nach drei Monaten) und hat sich das Familienleben schon ein bisschen eingespielt, kann eine Flugreise ohne Probleme starten. Da Babys in den ersten Lebenswochen ja häufig dem Kinderarzt vorgestellt werden, können Sie das natürlich auch noch einmal vorher mit diesem besprechen. Ist das Kind dann fit, steht einer Reise nichts im Wege. Auf erdbeerlounge z.B. erhalten Mütter weitere Tipps zu diesem Thema.

Eine Flugreise mit Baby ist einfacher als mit einem Kleinkind

Flugreisen mit Babys – was beachten? Mit einem Baby zu verreisen, gestaltet sich auch oft einfacher als mit einem Kleinkind. Babys brauchen noch sehr viel Schlaf und sind da lange nicht so störanfällig wie Kleinkinder. Sie sind noch nicht mobil und finden ihr kleines Zuhause auch in der Tragetasche. Sind Mama und die Milch in der Nähe, ist alles kein Problem, die Versorgerin reist ja mit. Trotzdem sollten Sie beim Reiseziel vorsichtig sein, denn exotische Gefilde mit extremen Temperaturen und einer schlechten Infrastruktur eignen sich nicht für eine Reise mit Baby. Es sollte immer die Möglichkeit bestehen, schnell wieder zurückreisen zu können, eben für den Fall der Fälle. Das Immunsystem von Babys ist noch anfälliger und zusätzliche und eventuell völlig überflüssige Impfungen sind für ein so kleines Kind auch nicht zu empfehlen. Und nach Australien muss es auch nicht gleich gehen, zu lange Reisen sind auch für ein Baby strapaziös. Lieber darauf verzichten oder einfach auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Auch Reisen in die Tropen sollten wenn möglich mit Babys, aber auch noch nicht mit Kleinkindern unternommen werden, davon rät das Tropeninstitut eindeutig ab. Bei älteren Kindern gibt es wichtige Vorsichtsmaßnahmen, die Sie direkt auf der Seite des Instituts als PDF-Dokument herunterladen können.

Falls möglich, bei einer Flugreise mit Baby einen Vorabend-Check machen

Check in Anzeige

© Julien Christ / pixelio.de

Flugreisen mit Babys – was beachten? Viele Fluglinien bieten die Möglichkeit an, schon am Vorabend einzuchecken. Was bedeutet dies? Sie erhalten die Möglichkeit, Ihr Gepäck schon am Vorabend abzugeben, so dass Sie am Morgen  die Reise völlig entspannt angehen können. Außerdem besteht dann meist auch noch freie Sitzwahl, so dass man sich einen guten Platz aussuchen kann. So muss man sich mit Baby nicht in lange Schlangen stellen, sondern kann sehr viel gelassener starten.

Manche Fluglinien bieten Freigepäck an

Baby im Kinderwagen

© Daniela B. / pixelio.de

Flugreisen mit Babys – was beachten? Übrigens stehen sehr viele Fluglinien auch einem Baby schon Freigepäck zu. Das ist auch sinnvoll, denn so klein der Reisende ja sein mag, sein Reisegepäck ist ja meist sehr viel größer und gewichtig. Klären Sie im Vorfeld ab, ob Sie vor Ort einen Kinderwagen leihen können, bei Hotelaufenthalten ist das durchaus möglich, oder den eigenen Wagen mittransportieren müssen. Wer keinen Charterflug gebucht hat, kann oft den Kinderwagen auch direkt mit ins Flugzeug nehmen und muss dann beim Aussteigen nicht darauf verzichten. Das ist aber meist nur bei Linienflügen möglich und die sind teurer als Charterflüge. Schauen Sie, wieviel Ihnen Ihre Bequemlichkeit und das Wohlbefinden Ihres Babys wert sind. Wenn Sie unsicher sein sollten, dann erkundigen Sie sich vor der Abreise, wie die jeweilige Fluggesellschaft das Thema handhabt. Wenn größere Gepäckstücke mitreisen, sorgen Sie dafür, dass diese gut verpackt sind, nicht immer wird damit vorsichtig umgegangen. Und bedenken Sie, dass Sie für den Rückflug dieses Gepäck wieder gut verpacken müssen und am Reiseort nicht die entsprechenden Verpackungsmaterialien vorhanden sind, also am besten gleich mitnehmen.

Klären Sie bei einer Flugreise die „Transportweise“

Sitzreihe

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Kinder unter zwei Jahren haben noch keinen Anspruch auf einen eigenen Sitz. Allerdings bieten einige Fluggesellschaften für Babys Betten zum Einhängen an, das allerdings nur auf bestimmten Plätzen und in beschränkter Anzahl. Erkundigen Sie sich hier am besten im Vorfeld und vielleicht macht es Sinn, die teurere Variante zu wählen, wenn der ein oder andere „Luxus“ dann fürs Kind bereit steht. Zur Sicherheit lassen Sie sich dann beim Check-In noch einmal bestätigen, dass Sie genau diesen Platz auch gebucht haben. Viele Fluggesellschaften lassen Familien mit Kindern beim Einsteigen den Vortritt, so dass es nicht so hektisch wird. Allerdings seien Sie auch darauf gefasst, dass es nicht immer so „gesittet“ zugehen muss. Überlegen Sie, wie Sie Ihr Baby transportieren. Wenn Sie im Alltag ein Tragetuch verwenden, dann ist das ideal, falls nicht, sollten Sie das nicht erst beim Flug ausprobieren. Am besten auf die Tragetechnik zurückgreifen, die Sie auch sonst im Alltag verwenden. Wer stillt, hat es bei einer Flugreise einfach, alle andere müssen vorsorgen bzw. darauf gefasst sein, dass bei den Sicherheitskontrollen keine schon angefertigte Babymilch mit ins Flugzeug darf. An Bord gibt es dann sicher auch Wasser zum Anrühren, aber auch hier am besten alles schon bereit halten und in entsprechende Behälter abfüllen.

Ist Fliegen für Babys gefährlich?

Fliegen ist nicht gefährlich für Babys, doch haben auch sie wie die Erwachsenen mit dem Druckausgleich beim Start und bei der Landung zu kämpfen. Und Babys können – sie müssen nicht – darauf sensibel reagieren. Wer nicht stillt, sollte dem Baby auf jeden Fall einen Schnuller oder etwas zum Nuckeln geben, da die Schluckbewegung einen gewissen Ausgleich bringen kann. Kaugummikauen empfiehlt sich ja noch nicht.

Flugreisen mit Babys – was beachten? Checkliste für die Wickeltasche

Wer alles dabei hat, wird nicht unangenehm überrascht, deshalb überlegen Sie im Vorfeld genau, was denn nun in die Wickeltasche hinein soll. Hier eine kleine Liste:

  • Babyfläschchen und Ersatzflaschen
  • Windeln ausreichend
  • Behältnis (Plastiktüte) zum Entsorgen der Windeln
  • Schnuller und Ersatzschnuller
  • Feuchttücher
  • Ersatzkleidung
  • Lätzchen (falls nötig)
  • Stilleinlagen zum Wechseln
  • Decke, falls es kühler wird (Klimsanlage im Flugzeug)
  • Je nach Alter des Babys, kleines Spielzeug zum Ablenken
  • eventuell Fläschchenwärmer (manche Fluglinien bieten hier aber Möglichkeiten)

Ruhig bleiben

Leichter gesagt als getan! Auch wenn im Vorfeld vieles abgeklärt wurde, der Sitzplatz in Ordnung ist, das Flugzeug pünktlich abhebt, bleibt trotzdem ein gewisses Restrisiko, dass das Kind unruhig wird. Es ist eine völlig neue Situation. Für das Baby muss es kein Stress ein, aber es kann, jedes Kind reagiert anders. Versuchen Sie selbst ruhig zu bleiben. Reisen Sie zu zweit, dann ist es am besten, sich von Anfang an abzuwechseln. Wer selbst Flugangst empfindet, überträgt diese unbewusst auch aufs Kind. Wenn möglich, während des Starts stillen, dann ist der Druckausgleich besser und das Baby ist beschäftigt und wird abgelenkt. Ähnliches gilt dann auch für die Landung. Je entspannter Sie sind, desto entspannter ist oft auch das Kind. Und falls doch nicht, dann nehmen Sie es so hin und stressen Sie sich nicht zusätzlich. Die meisten Babys beruhigen sich nach einer Weile wieder und dann wird die Flugreise (hoffentlich) entspannt und friedlich.

Wer noch weitere Tipps zum Reisen mit Babys sucht, findet auf FamilienkulTour weitere Infos:

Artikel: Reisen mit Babys