Museum für Kindheit und Jugend in Berlin Berlin Achtung, dieser Artikel ist nicht mehr aktuell! DIE AUSSTELLUNG IST GESCHLOSSEN UND TEIL DES MÄRKISCHEN MUSEUMS. Museum Kindheit und Jugend: Im Museum Kindheit und Jugend in Berlin unternehmen die Familien einen Streifzug durch die Kindheit des 19. und 20. Jahrhunderts. [ab 5 Jahren] Das Museum Kindheit und Jugend Berlin widmet sich dem Lebens- und dem Schulalltag von Kindern und Jugendlichen um 1900. Das Museum Kindheit und Jugend Berlin lädt die Familien zu einer Zeitreise ein. Mit zwei Themenkomplexen nähert sich die Ausstellung dem Thema Kindheit und Schule. Erdachte Geschichten veranschaulichen den Lebensalltag von Mädchen und Jungen. Hierbei werden auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede berücksichtigt. Wie wurden Mädchen auf ihre spätere Rolle als Frau vorbereitet? Was mussten bzw. durften sie lernen? Neben den traditionellen Handarbeiten gab es durchaus auch für Mädchen um die Jahrhundertwende schon Ansätze, mit ihrem Rollenbild zu brechen – auch dies ist Thema der Ausstellung im Museum Kindheit und Jugend Berlin. Die Jungen wurden jedoch ganz anders auf ihre Aufgaben als Familienvater und ihre spätere Rolle im Staat und der Gesellschaft „getrimmt“. Technisches Spielzeug und auch viele naturwissenschaftliche Fächer in der Schule blieben einzig ihnen vorbehalten und vor allem der preußisch-militärische Aspekt prägte ihre Kindheit. Wichtiges Thema im Museum Kindheit und Jugend Berlin sind die Volksschulen, die immerhin 9 von 10 Kindern schon um 1900 besuchten. Auch hier blieben Mädchen und Jungen getrennt und konservative, nationale sowie monarchistische Gesinnung und militärischer Zeitgeist prägten das Schulleben der Kinder. Die Kinder sehen viele Alltagsgegenstände wie verschiedene Tafeln, einen Schrank, in dem sich die Lehrmittel befanden und dürfen auch auf einer Schulbank Platz nehmen und sich vorstellen, wie sich die Kinder zur Kaiserzeit fühlten. Dass die Schule durchaus auch schon reformpädagogische Ansätze lebte, ist für viele Eltern und Kinder vielleicht neu. Das Begreifen mit den Sinnen ist keine „Erfindung“ unseres Jahrhunderts, sondern war schon damals in vielen Lehrplänen Usus. So gibt es im Museum für Kindheit und Jugend in Berlin viele Anschauungsmittel wie ausgestopfte Tiere, Wandbilder, Hilfsgeräte für Physik, Chemie und Mathematik, Tierpräparate uvm. Intention des Museums Kindheit und Jugend ist es allerdings, dass das Bild „von damals“ selbst in den Köpfen der jungen Besucher entsteht und nicht durch die allzu konkreten Modelle der Ausstellung. Es gibt allerdings sehr viele Fotos, die der Phantasie „auf die Sprünge helfen“ und die Kinder dürfen und sollen auch Fragen stellen. Wie prägte die Großstadt das Leben von Kindern, wie haben sie gespielt und wie sich auf den vielen Hinterhöfen beschäftigten. Auch das ist Thema im Museum für Kindheit und Jugend in Berlin. Das Museum zeigt den Familien seine Sammlungen seit 1987 im obersten Geschoß eines zu DDR-Zeiten errichteten Schulgebäudes. Die Ausstellungsgegenstände verteilen sich auf die Vitrinen des Flurs und die fünf ehemaligen Klassenräume. Zahlreiche Begleitprogramme zu verschiedenen Themen richten sich dann speziell auch an Kinder. Was macht denn der Liebesbrief auf dem Toaster? „Farbige Grüße aus dem Wasser gezogen“, sind nur einige Beispiele. Die Programme dauern 90-120 Minuten.