Warum Sie sich schon früh in der Schwangerschaft um Ihr Elterngeld kümmern sollten

Elterngeld

Wenn ein Baby auf dem Weg ist, steht das Leben plötzlich Kopf. Vielleicht denken Sie an die Zeit nach der Geburt – wie Sie den Alltag regeln, wo das Baby gewickelt wird … Aber: Genau in diesen ersten Wochen der Schwangerschaft ist es auch wichtig, an das Elterngeld zu denken. Warum, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Elterngeld?

Elterngeld ist eine staatliche Leistung für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern. Die finanzielle Hilfe gibt es, wenn Sie Ihr Kind selbst betreuen und erziehen. Mindestens gibt es 300 Euro, maximal 1.800 Euro für 12 Monate beim Basiselterngeld. Eine längere Bezugsdauer können Sie mit der Wahl von Elterngeld Plus erreichen. Hier gibt es dann für bis zu 24 Monate mindestens 150 Euro und maximal 900 Euro.
Wie viel Elterngeld Sie erhalten, hängt von Ihrem Einkommen ab. Ungefähr gibt es 65% vom Gehaltsnetto. Ohne ein Einkommen erhalten Sie das Mindestelterngeld.

Die Höhe des Elterngeldes bestimmen Sie bereits vor der Geburt

Direkt nach dem positiven Schwangerschaftstest bzw. auch schon vorher, haben Sie viele Möglichkeiten, um das Elterngeld zu verbessern. Hintergrund ist der sogenannte Bemessungszeitraum. Dieser umfasst für Arbeitnehmer die 12 Monate vor der Geburt bzw. die 12 Monate vor Beginn des Mutterschutzes. Ihr Verdienst aus dieser Zeit und die in diesen Zeitraum überwiegend gültige Steuerklasse entscheidet über die Höhe Ihres Elterngeldes.

Wie lässt sich das Elterngeld verbessern?

Der bekannteste Trick ist der Steuerklassentrick. Dieser funktioniert jedoch nur für Ehepaare. Denn nur als Verheiratete haben Sie verschiedene Steuerklassen zur Auswahl. Automatisch vergibt das Finanzamt nach der Hochzeit die Kombination IV / IV. Diese können Sie im Normalfall beibehalten, wenn Sie ungefähr gleich viel verdienen. Für die Verbesserung des Elterngeldes ist sinnvoll, eine andere Kombination zu wählen: nämlich III/V. Derjenige, der überwiegend das Elterngeld beansprucht, geht in die III. Der andere Elternteil erhält automatisch die Steuerklasse V.

Die Berechnung des Elterngeldes erfolgt ähnlich wie in der Gehaltsabrechnung. Gehaltsnetto wie auch das Elterngeld fallen mit der Steuerklasse III höher aus, als mit der Steuerklasse IV oder V. Wichtig ist, dass der Wechsel rechtzeitig erfolgt. Die günstigere Steuerklasse muss mindestens in 6 Monaten im Bemessungszeitraum vorliegen, besser in 7 Monaten. Überwiegt keine in diesem Zeitraum, verwendet die Elterngeldstelle die zuletzt vor der Geburt gültige.

Weihnachtsgeld monatlich auszahlen lassen

Bekommen Sie Weihnachtsgeld? Meist zahlen Unternehmen dieses ein- oder zweimal im Jahr an ihre Mitarbeiter aus. Leider zählt dies auf diese Weise ausgezahlte Geld bei der Berechnung des Elterngeldes nicht mit. Auch nicht, wenn der Chef oder die Chefin dieses im Bemessungszeitraum bezahlt. Mit einer kleinen Veränderung können Sie mit dem Weihnachtsgeld aber das Elterngeld erhöhen: Wenn es monatlich anteilig, sozusagen in Raten kommt. Tipp: Einfach fragen, den Arbeitgeber kostet es nicht mehr!

Einen Minijob ausüben

Vorausgesetzt, Sie erreichen nicht bereits das maximale Elterngeld, erhöht ein zusätzlicher Verdienst im Bemessungszeitraum vor der Geburt das Elterngeld ebenfalls. Sie können entweder einen Minijob aufnehmen, oder wenn Sie schon einen ausüben, weitere Stunden übernehmen.

Um eine Gehaltserhöhung bitten

Manche Unternehmen haben regelmäßige „Gehaltsrunden“, einige machen das individuell. Diese Stellschraube für ein höheres Elterngeld sollten Sie versuchen zu nutzen. Arbeiten Sie in Teilzeit, dann überlegen, ob Vollzeit oder mehr Stunden eine Option wären.

Partnermonate nehmen

Planen Sie Ihre Elternzeit am besten schon während der Schwangerschaft. Nimmt der Vater auch Elternzeit, gibt es unter Umständen zwei Monate mehr Geld – die Partnermonate. Voraussetzung: einer von Ihnen muss in mindestens 2 Monaten nach der Geburt weniger Einkommen haben als noch vor der Geburt. Oftmals erfüllen Sie die Bedingung aufgrund des Mutterschutzes oder Teilzeitarbeit.

Auch wenn das Thema Elterngeld sehr komplex erscheint, nehmen Sie sich Zeit dafür! Über die gesamte Laufzeit können Sie – durch verschiedene Tricks und kleine Veränderungen – mehr Elterngeld für sich herausholen.

Planen Sie also rechtzeitig. Denn ist das Baby erst einmal da, gibt es noch einiges mehr zu bedenken:

Wie plant man das Babyzimmer?