Für wen eignet sich Yoga?

Für wen eignet sich Yoga

Wer will das nicht einfach mal entspannen? Loslösen vom allem, was einen bedrückt, lähmt, beschäftigt und nur so im Hier und Jetzt verweilen? „Das schaffe ich nicht“, sagen Sie? Doch, Sie müssen es nur versuchen und es gibt viele Wege, die zum Ziel führen. Einer davon ist Yoga. Aber für wen eignet sich Yoga?

Was bedeutet Yoga ursprünglich?

Wer im Lexikon nachschlägt, erfährt die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs wie „Einheit und Harmonie“. Klingt ja schon einmal gut, doch was bedeutet das nun konkret? Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen und was brauche ich für meine Yogaübungen? Wie alt darf oder muss ich sein? Kann ich mit Übergewicht auch Yoga machen und tut Yoga wirklich etwas für die Gesundheit? Alles Fragen, auf die wir ein paar Antworten gesucht und auch gefunden haben.

Yoga ist nicht gleich Yoga und trotzdem ist das Ziel von Yoga: Einen Zugang zu sich selbst zu finden. Ins Gleichgewicht zu kommen und loslassen können. Um damit wieder Kraft zu schöpfen, für den Alltag, den Umgang mit anderen und den Umgang mit sich selbst.

Was gehört zum Yoga?

Atemtechniken zählen auf jeden Fall dazu, denn ursprünglich stammt Yoga aus der indischen Spiritualität. Atmen kann ja jeder? Glauben Sie? Stimmt so nicht, denn wir atmen oft zu schnell, zu hektisch oder zu flach. Atmen ist mehr als nur Luftholen und beeinflusst unser Nervensystem. Bestimmte Atemtechniken aktivieren zum Beispiel Gehirnaktivitäten oder hemmen sie. So können Krankheiten wie Bluthochdruck – zumindest als Zusatz – verbessert werden. Dazu gibt es diverse Studien, die das auch wissensschaftlich belegen. Und richtiges Atmen kann sogar die Merkfähigkeit beeinflussen, haben weitere Studien herausgefunden. Oder die Konzentration. Yoga kann hier unterstützend wirken. Ein Allheilmittel ist Yoga natürlich nicht.

Was genau macht Yoga mit mir?

Summa Summarum: Yoga macht fast alles mit Ihnen. Es unterstützt die Beweglichkeit, kräftigt die Muskulatur, wirkt entspannend, lindert Schmerzen, ob im Rücken, im Kopf oder in den Gelenken. Gut, dann kann ich genauso gut Gymnastik machen? Jein, Yoga ist mehr als reine Gymnastik, auch wenn viele Übungen letztlich auch in anderen „Sportarten“ zu finden sind. Yoga ist eine Haltung und eine Lebenseinstellung und eine therapeutische Form. So hilft zum Beispiel die Kombination aus Bewegung und Meditation bei depressiven Erkrankungen, zumindest bei leichteren. Auch dies haben ernst zu nehmende Studien herausgefunden.

Für wen eignet sich Yoga?

Wieder eine ganz einfache Antwort: für fast alle Menschen! Entgegen der Annahme, Yoga sei nur „etwas für Frauen“, ist Yoga genauso gut für Männer geeignet. Einer der bekanntesten Yogalehrer des modernen Yoga, nach dem eigene Stilrichtung benannt wurde, Iyengar – der Stil heißt Iyengar-Yoga – war ein Mann, der immerhin 96 Jahre alt wurde und noch in sehr hohem Alter Yoga praktizierte. Dementsprechend ist Yoga keine Frage des Alters. Er lehrte die bekannten Asanas und sein Yogastil zählt zum Hatha-Yoga. Das ist eine beliebte und bekannte Art, Yoga zu praktizieren. Es gibt aber auch noch viele andere, die dieser Artikel aufgelistet. Schon Kinder können Yoga praktizieren und es gibt auch Yoga-Lehrende, die sich auf diese Zielgruppe spezialisiert haben.

Ist Yoga nur etwas für schlanke Menschen?

Definitiv nicht. Anders als Joggen oder eine Sprunggymnastik belastet Yoga die Gelenke nicht. In diesem Yoga E-Book finden Sie Vorschläge für alle Zielgruppen. Finden Sie selbst heraus, welches Yoga zu Ihnen am besten passt. Auch Schwangere können problemlos Yoga praktizieren und Yoga wird auch zur Rückbildung eingesetzt. Weniger entscheidend als der Stil ist die Person, die Ihnen Yoga vermittelt. Die Asanas sind ja oftmals gleich, aber ob nun langsam, behend, ehrgeizig, mit vielen oder wenigen Korrekturen, mit oder ohne Hilfsmittel, das hängt wieder auch vom Lehrenden ab. Hier ist es wichtig, eine Person zu finden, der Sie vertrauen und deren Anleitungen für Sie persönlich stimmig ist. Und so kann wirklich jeder Yoga machen. Ob mit oder ohne Einschränkungen. Lassen Sie sich nicht von Instagram-Fotos irritieren, auch weniger schlanke und ranke Personen können durchaus Yoga praktizieren. Denn auch hier gilt das Prinzip „der Weg ist das Ziel“, das trifft auf Yoga auf jeden Fall zu. Nicht jeder bringt die gleichen Voraussetzungen mit. Der oder die eine ist von Anfang an extrem beweglich und muss sich eher zügeln, andere wieder sind das so gar nicht und benötigen ihre Zeit, um Beweglichkeit zu erreichen. Entspannen kann jeder auf seine Art und Weise, der oder die Zappelige wird ruhiger, der oder die Ruhige bringt Elan und Engergie auf. Yoga ist eine Haltung und kein Sport.

Gibt es auch Risiken beim Yoga?

Ja, auch Yoga birgt Risiken, z.B. bei Augenkrankheiten wie dem Glaukom, sollten Sie bei bestimmten Übungen vorsichtig sein. Eine Verletzungsgefahr gibt es ebenso, was aber gar nicht unbedingt vom Yogastil abhängt. Wichtig ist beim Yoga, erst einmal seine Grenzen kennenzulernen. und im Rahmen der Grenzen, diese langsam zu erweitern. Yoga befördert nicht den Ehrgeiz, der oder die Beste zu sein. Yoga zeigt, dass jeder oder jede innerhalb seiner Möglichkeiten arbeiten kann. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, Yogaübungen erst einmal bei einem zertifizierten Yogalehrer oder einer -lehrerin zu beginnen. Danach können Youtube-Videos oder auch ein gutes E-Book helfen. Und diese Erkenntnis ist auch in vielen anderen Lebenssituationen durchaus von Nutzen. Probieren Sie es einfach mal aus.

In diesem Artikel auf FamilienkulTour erfahren Sie mehr über den Nutzen von Yoga bei Blasenschwäche und welche Übungen hierbei sinnvoll sind:

Laut US-Studie: Yoga wirksam bei Blasenschwäche