Frühjahrsmüdigkeit – was kann ich dagegen tun?

Woher kommt sie eigentlich, diese Müdigkeit, die viele Menschen vornehmlich im Frühjahr überfällt? Gibt es sie wirklich diese „Frühjahrsmüdigkeit“ oder ist sie nur Einbildung oder gar Vorwand, um sich noch ein bisschen verkriechen zu können? Der Frage nach „frühjahrsmüde oder nicht?“ sind wir auf FamilienkulTour einmal nachgegangen.

Frühjahrsmüdigkeit Symptome: Mehr als die Hälfte der Deutschen kämpfen damit

Wer kennt sie nicht, die Müdigkeit, die einen vor allem an den ersteren wärmeren Tagen des Jahres so plötzlich überfällt wie eine Lähmung? Frühjahrsmüdigkeit schon im Januar, ja das gibt es wirklich, obwohl wir ja eigentlich noch Winter haben. Manchmal kommen zur Lähmung Kreislaufprobleme hinzu, doch meist bleibt es bei einer Form von Abgeschlagenheit, gegen die erstmal kein Mittel zu wirken scheint. Wir fühlen uns schlapp und haben oftmals keine Motivation, uns aufzuraffen. Auch die Konzentrationsfähigkeit kann leiden. Angeblich ist jeder zweite Deutsche davon betroffen. Die Zeit spricht sogar von 50 bis 70% der Deutschen, die diesen Umschwung körperlich spüren. Wir gehen einmal der Frage nach, ob es die Frühjahrsmüdigkeit wirklich gibt?

Frühjahrsmüdigkeit: Welche Gründe gibt es?

An die wärmeren Jahrestemperaturen im Frühjahr muss sich der Körper erst einmal gewöhnen, dabei handelt es sich um eine Phase von circa zwei bis zu vier Wochen. Wird es wärmer und weicht die Kälte des Winters, erweitern sich die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt ab und der Kreislauf schwächelt bei manchen Menschen, die Probleme mit dem Kreislauf haben. Deshalb fühlen sich viele einfach müde. Vor allem der April mit seinem Wechselwetter befördert die Frühjahrsmüdigkeit. Hier wechseln sich oft Phasen wärmerer mit kälteren Temperaturen ab. So vermutet es zumindest die Wissenschaft, wobei die ganz genauen Zusammenhänge noch nicht vollständig geklärt sind. So rätselt man immer noch über die genauen Gründe, oftmals findet man als Begründung „die Hormone …“.

Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit tun?

Das Beste, was sie dagegen tun können, ist, raus in die Natur zu gehen und sich zu bewegen. Fangen Sie die Sonnenstrahlen ein, sofern sie sich zeigen. Denn wie so oft wirken auch hier Hormone. Vor allem das Hormon Serotin, im Volksmund auch oft als das Glückshormon bezeichnet, wird unter Sonnenstrahlung verstärkt gebildet. Dadurch wird gleichzeitig die Bildung des Schlafhormons Melatonin heruntergefahren, wir sind also nicht mehr so müde und fühlen uns wacher. Von heute auf morgen funktioniert das aber nicht, dazu braucht es ein bisschen Geduld. Also nicht im Bett liegen bleiben und schlafen, sondern raus aus den Federn! Nur so können Sie die Frühjahrsmüdigkeit bekämpfen.

Tipp gegen Frühjahrsmüdigkeit

Unternehmen Sie mit der ganzen Familie einen Spaziergang, packen Sie die Kinder ein und gehen Sie auf den Spielplatz oder nehmen Sie das Fahrrad und drehen Sie eine Runde. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich draußen zu bewegen. Tipps in Ihrer Nähe finden Sie auch auf FamilienkulTour in der Rubrik Natur, auch gleich in Ihrer Nähe. Wem der Spaziergang mit reicht, der treibt Sport: Ob leichtes Walken oder schnelleres Joggen, bleibt Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Entscheidend ist, sich überhaupt zu bewegen. Auch ein kleiner Spaziergang zeigt oftmals schon Wirkung. Manchmal muss man hier den inneren Schweinehund überwinden, denn wer müde ist, dem fällt es nicht gerade leicht, sich in Bewegung zu setzen. Trotzdem, danach fühlen Sie sich wirklich besser, auch wenn man sich oftmals erst überzeugen muss, in die Gänge zu kommen.

Gesunde Ernährung gegen Müdigkeit im Frühjahr:

Auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung zeigt Wirkung. Obst und Gemüse sollten verstärkt auf dem Speisezettel stehen. Verwöhnen Sie Ihren Körper mit kleinen Vitaminbomben. Wechselduschen befördern die Aktivität des Kreislaufs und ein Saunabesuch stärkt das Immunsystem. Alles in allem sind wir der Frühjahrsmüdigkeit nicht hilflos ausgeliefert, sie kann uns auch gleichzeitig Ansporn sein, wieder mal so aktiv zu werden.