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Berliner Dom für Familien

Berlin

Familien im Berliner Dom: Bei einem Berlinbesuch zählt eine Besichtigung des Berliner Doms zu einer Attraktion. Einer der Höhepunkte ist der Blick von der Kuppel, die den Familien eine wunderschöne Aussicht über die Hauptstadt erlaubt. Spezielle Kinderführungen sprechen auch und vor allem die Kinder an. [ab Grundschulalter]

Mit dem Berliner Dom besuchen die Familien die größte Kirche Berlins. Spezielle Führungen für Familien eröffnen Eltern und Kindern neue Perspektiven.

Der Berliner Dom versteht sich als ein zentraler Ort der evangelischen Kirche in Deutschland. Der Berliner Dom ist aber auch die ehemalige Hof- und Domkirche der Hohenzollern.

Der Berliner Dom liegt im Norden der Berliner Spreeinsel, auf der bekannten Museumsinsel. Erbaut wurde diese Berliner Kirche nach Vorbildern der italienischen Hochrenaissance und des Barock unter Kaiser Wilhelm II zwischen 1894 und 1905. Architekt war Julius Raschdorff. Der neue Dom diente als Ersatz für einen abgerissenen schlichten Vorgängerbau. Die Geschichte des alten Doms reicht somit bis ins 15. Jahrhundert zurück.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Berliner Dom sehr stark zerstört und erst umfangreiche Renovierungsarbeiten tauchten die Kirche wieder in neuen Glanz, so wie sich diese heute den Familien präsentiert. Durch das Hauptportal betreten Eltern und Kinder den Berliner Dom vom Lustgarten her. So mancher fühlt sich beim Betreten des Doms an eine katholische Kirche erinnert. Kein Wunder, denn der Berliner Dom sollte gleichzeitig auch als protestantische Antwort auf den Petersdom in Rom dienen.

Wer diese prunkvolle Kirche einmal aus einer anderen Perspektive kennen lernen möchte, wählt eine der vielen Führungen aus. So gibt es im Berliner Dom auch Führungen, die speziell für Familien mit Kindern zugeschnitten sind.

Wer sich mit Kindern auf den Weg zum äußeren Kuppelumgang des Berliner Doms aufmacht, der beginnt am besten gleich mit dem Stufen zählen. 270 Stufen gilt es zu überwinden, bevor ein grandioser Ausblick die Familien für die Mühe belohnt. Die Museumsinsel, der Schlossplatz und der Lustgarten liegen Eltern und Kindern zu Füßen.

Auch die Hohenzollerngruft ist Anziehungspunkt vor allem für Kinder. Seit 1999 ist sie auch für die Öffentlichkeit zugänglich und besitzt nicht nur historischen und kulturellen Wert. Bei den kleinen Besuchern weckt sie die Phantasie, denn eine Gruft verbirgt schon so einiges an Geheimnissen, die erforscht werden wollen.

 

Der heutige Kirchenbau und seine Vorgängerbauten sind seit 1536 Grablege der Hohenzollern. Von ehemals 89 Särgen sind noch 70 erhalten ? darunter die Prunksarkophage des Großen Kurfürsten und der Kürfürstin Dorothea. Diese bedeutendste fürstliche Grablege Europas fordert immer wieder vor allem Fragen der Kinder heraus.

Und genau auf diese Fragen gibt es bei den Familienführungen Antworten. Anders als beim klassischen, auf ein Erwachsenenpublikum zugeschnittenen Rundgang durch den Berliner Dom orientieren sich die Familienführungen an den Interessen der Kinder. So verweilen die Kinder auch gerne im prachtvollen Kaiserlichen Treppenhaus, durch das das Herrscherpaar Zugang zur Tauf- und Traukirche und zur Kaiserloge in der Predigtkirche fand.

Die Familienführungen durch den Berliner Dom werden kindgerecht gestaltet. Ausgerichtet sind sie für Kleingruppen ca. 3 bis 4 Erwachsene und ebenso viele Kinder. Auch die Schwerpunkte können hier einmal etwas anders gesetzt werden als bei den Standortführungen, die ca. 20 Minuten dauern und einen kurzen Einblick in die Geschichte des Berliner Doms geben.

Wer gemeinsam mit seinen Kindern den Berliner Dom besser kennen lernen möchte, sollte sich einfach einer Familienführung durch den Dom anschließen. Auch für Berliner Familien vielleicht einmal eine lohnenswerte Idee. Familienführungen müssen allerdings anmeldet werden.