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Das Museum der unerhörten Dinge

Berlin

Das Museum der Unerhörten Dinge in Berlin: Das „Museum der Unerhörten Dinge“ ist kein gewöhnliches Museum in Berlin, will es auch gar nicht sein. Die Ausstellung lenkt das Augenmerk der Familien auf die oft übersehenen, auf die unbeachteten, schlicht die „unerhörten Dinge“, und lässt diese ihre eigene Geschichte erzählen. [ab 8 Jahren]

Ein außergewöhnliches Museum in Berlin: „Das Museum der unerhörten Dinge“

Das „Museum der Unerhörten Dinge“ sammelt schlicht Dinge. Gegenstände aus dem Bereich der Wissenschaft, aus der Technik, aus der Kunst – aktuelle Objekte und solche aus der Vergangenheit. Alle diese Dinge haben etwas gemeinsam, sie erzählen eine Geschichte – doch dieser Geschichte müssen die Familien zuhören. Sonst bleiben sie weiter „unerhört“.

Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Eltern und Kinder begeben sich auf eine Entdeckungsreise durch eine Welt der Seltsamkeiten. Doch diese bleibt aber auch immer eine Alltagswelt und durchdringt alle Lebensbereiche. Und wer glaubt, hier gäbe es im „Museum der Unerhörten Dinge“ nur Skuriles, wird schnell eines Besseren belehrt.

Warum ist der ursprünglich rote Messwein jetzt weiß, obwohl es sich um Rotwein handelt? Oder wie kam das Edelweiß eigentlich zu seiner Berühmtheit?

 

Wer kennt die Geschichte des Kinderrennautos, in dem alle Wesentlichkeiten der bolschewistischen Revolution zur Geltung kommen sollten: die Schlichtheit der Form, die Reduzierung auf das Eigentliche, die Dynamik und die Symbolik der Farben. Ein Modell, das allerdinge Jahrzehntelang nicht in die Produktion ging. Entdeckt wurde es wieder im Jahre 1990.

Wer schon immer das Fell eines der letzten Bonsai-Hirsche bestaunen wollte, der wird im „Museum der Unerhörten Dinge“ in Berlin fündig. Oder wie wäre es mit der unerhörten Geschichte eines Rentiers, das nach Spanien ging. Außerdem stammt das bekannte „Ahoi“, das ja unbedingt zur Seefahrt gehört, ursprünglich aus Böhmen und da gibt es ja bekanntlich gar kein Meer.

Das „Museum der Unerhörten Dinge“ führt kleinen und großen Besuchern vor Augen, dass vieles einfach auch ganz anders sein könnte und bei der Frage nach der Authentizität der Dinge entscheidet doch letztendlich der Glaube.

Und der kann dann wieder Berge versetzen und warum nicht auch Rentiere nach Spanien transportieren?

Das „Museum der Unerhörten Dinge“ ist übrigens das am meisten besuchte Museum Berlins, wenn man die Besucherzahlen mit den Quadratmetern des Museums hochrechnet. Das sagt jedenfalls der Museumsdirektor und der muss es ja wissen.