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Tetraeder auf der Halde Prosper in Bottrop

Nordrhein-Westfalen

Tetraeder Bottrop: Hoch oben auf dem Gipfelplateau der ehemaligen Berghalde Prosper in Bottrop steht der beeindruckende Tetraeder. Die begehbare Stahlkonstruktion reicht 58 m in die Höhe. Von oben erhalten Erwachsene und Kinder einen atemberaubenden Blick über das westliche Ruhrgebiet. [ab Kleinkindalter]

Von den Aussichtsplattformen des Tetraeders in Bottrop aus bestaunen Erwachsene und Kinder in luftiger Höhe die Emscher-Landschaft.

Der Architekt Wolfgang Christ entwarf den Tetraeder in Bottrop 1993 als begehbaren Aussichtsturm. Eltern und Kinder sehen hier ein Stahlgerüst, bei dem 210 Tonnen Stahl und Rohre in 1,5 km Länge verbaut wurden. Die 58 m hohe Stahlkonstruktion ruht auf vier Säulen. Aus der Ferne betrachtet erhält der Tetraeder dadurch eine schwebende Position. Besucher erreichen die Pyramide über 387 Stufen oder über eine kleine Serpentinenstraße. Am Rand der Halde informieren Hinweistafeln genauer über dieses Bauwerk.

Wer sich traut den Tetraeder in Bottrop zu besteigen, wird mit einem atemberaubenden Ausblick über die Emscherlandschaft belohnt. Besucher, die den mühevollen Aufstieg gewagt haben, erblicken das westliche Ruhrgebiet aus einer völlig neuen Perspektive. Die höchste der drei Aussichtsplattformen befindet sich in 37 m Höhe. Für den Aufstieg bis dorthin benötigt man jedoch starke Nerven, denn sie ist nur über frei schwebende Treppengänge erreichbar.

Bei Dunkelheit beobachten die Besucher wie das „Haldenereignis“ sich in ein „Lichtereignis“ verwandelt. Die Spitze des Tetraeders wird zu einem raumgreifenden Lichtzeichen aus gelben und grünen Lichtbahnen. Ein beeindruckendes Erlebnis, das von dem Düsseldorfer Künstler Jürgen Lit Fischer erschaffen wurde.

Mit der Brücke hat der Regionalverband Ruhr (RVR) den Tetraeder näher an den Emscher Park Radweg angeschlossen.  Bislang mussten Fußgänger und Radfahrer Umwege in Kauf nehmen, um vom Emscher Park Radweg auf die „Direttissima“ zu kommen, die über 387 Stufen direkt zum Haldenplateau führt. Mit der neuen 48 Meter langen Stahlbrücke gelangen sie jetzt gefahrlos über die Gleisanlagen der Deutschen Bundesbahn, die den südlichen Zugang zum Haldengipfel bisher versperrt haben.

Zwei barrierefreie Rampen schließen nahtlos an die Brücke an und ermöglichen einen komfortablen Auf- und Abgang. Der neue, zwei Kilometer lange Rad- und Fußweg südlich der Bahnlinie entlang der Tetraeder-Halde lässt die Stahlkrone der Metropole Ruhr und das Alpin-Center enger zusammenrücken und ermöglicht Radfahrern den direkten Zugang zur längsten Indoor-Skihalle. Die Wegeverbindung schließt die Lücke zwischen der „Johannesstraße“ im Osten und der „Brakerstraße“ im Westen.