Familienausflug zu den Lonetalhöhlen Baden-Württemberg Lonetalhöhlen: In den Lonetalhöhlen wurden die ältesten figürlichen Darstellungen der Menschheit entdeckt. Für Archäologen eine wahre Fundgrube. Die Höhlen im Lonetal waren Zufluchtsstätte für die Menschen und schon die Neandertaler haben sich vor 70 000 Jahren dorthin zurückgezogen. Von dieser Faszination ist auch heute noch etwas zu spüren. [ab 6 Jahren] In den Lonetalhöhlen erleben die Familien eine spannende Zeitreise weit in die Urzeit zurück. Höhlenbesuche können auch für Kinder durchaus spannend sein. Wo kommen wir dem Leben unserer Vorfahren näher als an diesen geheimnisvollen Orten? Doch oft ist es für die jungen Besucher nicht so leicht, sich das auch vorzustellen. Hierzu braucht es Phantasie und ein bisschen Vor- und Nachbereitung, dann macht ein solcher Höhlenbesuch – wie zum Beispiel – bei den Lonetalhöhlen Spaß. So wurde z.B. im Hohlenstein-Stadel im Lonetal der Löwenmensch gefunden, eines der schönsten Zeugnisse steinzeitlicher Kunst und faszinierendes Relikt auch der Frühgeschichte der Menschheit. Der Löwenmensch ist damit die älteste bekannte Tier-Mensch-Figur und eines der ältesten Kunstwerke überhaupt. Wer die Figur sehen möchte, besucht die Archäologische Sammlung der Stadt Ulm. Weitere Informationen gibt es auch unter www.loewenmensch.de. Alle Höhlen im Lonetal können übrigens erwandert und auch von den Familien besichtigt werden. Der Hohlenstein-Stadel liegt im landschaftlich wunderschönen Lonetal, etwa auf halber Strecke zwischen dem Vogelherd und dem Bockstein. Eigentlich besteht der Hohlenstein-Stadel aus drei beieinanderliegenden urgeschichtlichen Fundstellen: dem eigentlichen Stadel, der kleinen Scheuer und der Bärenhöhle. Auch die Bocksteinhöhle zählt zu den Lonetalhöhlen und wurde von den Menschen der Steinzeit als Unterschlupf genutzt. Sie gilt als einer der ältesten Siedlungskomplexe des Neandertalers in Süddeutschland. Die Familien finden sie zwischen Öllingen und Bissingen, nicht weit weg vom Lonetal auf der Anhöhe im Norden der Lone. Familien, die von Öllingen aus anreisen, entdecken ein kleines Schild mit einem Verweis auf die „Bocksteinhöhle“. Der Weg zur Höhle ist kurz, aber ein wenig steil, darauf sollten sich die Familien einstellen. Das Auto könnnen Eltern und Kinder für einen Besuch der Bocksteinhöhle am Wanderparkplatz an der Lone abstellen. Wichtig: Gutes Schuhwerk und die Kinder sollten auf jeden Fall schon „kletterfest“ sein. So gibt es z.B. in der Bocksteinschmiede tolle Klettermöglichkeiten für geschickte Kinder. Und eine gute Möglickeit zum Picknicken für die ganze Familie hat es doch auch noch. Mit der richtigen Ausrüstung steht einem Familienausflug mit Kletterpartie zu den Lonetalhöhlen nichts im Wege. Ganz in der Nähe der Lonetalhöhlen gibt es auch noch die bekannte Charlottenhöhle zu entdecken, einer der längsten Schauhöhlen in Süddeutschland. Familien, die sich für die Funde aus den Lonetalhöhlen interessieren, suchen entweder das Ulmer Museum oder das Schloss Hohentübingen auf. Funde aus den Lonetalhöhlen und andere Eiszeitkunstwerke können auch im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren besichtigt werden.