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Familienausflug zur Burgruine Hohentwiel

Baden-Württemberg

Burgruine Hohentwiel: Ein Besuch auf dem Hohentwiel mit seiner grandiosen Burgruine zählt für die Familien vor allem während der Sommermonate zu den Höhepunkten eines Ausfluges an den Bodensee. Das gewaltige Festungsbauwerk, das erst auf Napoleons Befehl 1801 zerstört wurde, lädt Eltern und Kinder zu einer phantastischen Reise ins finstere Mittelalter ein. [ab Kindergartenalter]

Die Burgruine Hohentwiel lockt im Sommer viele Familien an, eine Anreise lohnt sich aber zu jeder Jahreszeit.

Die Familien erhalten wichtige Informationen über die Burg Hohentwiel, die heutige Burgruine und ihre Geschichte in einem Informationszentrum an die Hand, das sie etwa in halber Höhe beim Aufstieg besuchen. Ein Modell, das die Burg in der Phase des 18. Jahrhunderts darstellt, vermittelt einen ersten Eindruck über die Ausmaße dieser gewaltigen Festungsanlage. Hier gibt es auch die Eintrittskarten für die Festung.

So erfahren die Familien, dass der Hohentwiel auch als „König der Hegauvulkane“ bezeichnet wird. Er ist einer von mehreren markanten Berggipfeln, die sich in Nord-Süd-Richtung von Engen bis Singen durch den Hegau ziehen. Auf seinem Gipfel prangt eine der größten deutschen Festungsruinen mit über 9 Hektar Fläche. Seine heutige Form erhielt der Hohentwiel während der Eiszeit, vor neun Millionen Jahren. Die Besiedlung des Berges reicht bis ins 5. Jahrhundert zurück, doch die Burg Hohentwiel wurde im Jahre 914 erbaut und diente zunächst Herzog Burkhard III und seiner Gemahlin Hadwig als Wohnsitz. Nachdem sie mehrfach den Besitzer wechselte, erwarb schließlich Herzog Ulrich im Jahre 1538 den Berg für das Haus Württemberg.

Aus der Burg Hohnentwiel wurde eine Festung, die im darauffolgenden 30-jährigen Krieg eine wichtige Rolle spielte. Im 18. Jahrhundert diente die Festung als Straflager für wichtige Staatsgefangene, bis sie 1801 von den Franzosen durch Sprengung zerstört wurde.

Die heutige Burgruine Hohentwiel präsentiert sich den Familien als unüberschaubares Labyrinth. Der Eingang zur Festung befindet sich an der Karlsbastion. Die Kinder lädt die Festungsanlage zu einer Entdeckungsreise ein. Warten auf dem Hohentwiel doch Gräben und Grotten, finstere Kellergewölbe, düstere Verliese, steile Treppen und viele geheimnisvolle Winkel und Ecken auf die Kinder. Kleine Ritter und Burgfräulein versinken hier schnell in einer Phantasiewelt. Wer es weniger phantastisch, sondern eher informativ schätzt, orientiert sich an den 12 Informationstafeln des Hohentwiel-Geschichtspfades.

Für einen Aufstieg zur Burgruine Hohentwiel sollte sich die ganze Familie wappnen, festes Schuhwerk und gute Kondition erleichtern den steilen Weg. Doch von der Festung aus überblicken Eltern und Kinder den ganzen Hegau und schauen ebenso bis zum Bodensee, so dass sich die Mühe lohnt.

Ein Kiosk im Eingangsbereich der Festungsruine Hohentwiel hilft dabei, den Proviant aufzustocken, den Eltern und Kinder auch innerhalb der Festung fürstlich genießen dürfen.

Für Familien, die ihren Urlaub am Bodensee verbringen, lohnt sich auch ein Abstecher zur Ruine Hohentwiel.