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Familien-Radtour auf dem Donau-Radweg

Bayern

Familien-Radtour auf dem Donau-Radweg: Der Donau-Radweg zwischen Passau und Wien gilt als die bekannteste, beliebteste und meist befahrene Radroute Europas. Die Strecken verlaufen fast gänzlich auf Radwegen oder verkehrsarmen Landstraßen. Als Familien-Tagestour eignet sich die 26 km lange Strecke zwischen Passau und Engelhartszell. [ab 8 Jahren]

Bei einer Radtour auf dem Donau-Radweg entdecken Familien vielfältige Naturlandschaften und kulturelle Sehenswürdigkeiten

Nichts ist schöner als die Landschaft vom Rad aus zu erkunden. Auch Kinder sind mit Freude dabei, wenn die Eltern die Radtour geschickt planen und für genügend Abwechslung und auch Ruhepausen sorgen.

Entlang des insgesamt 320 km langen Donau-Radweges bieten sich Teilstrecken als Familien-Radtouren an. Hierzu zählt die 26 km lange Route von Passau nach Engelhartszell.

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© Verlag Esterbauer

Die Tour beginnt am Hauptbahnhof in Passau und führt über den Inn und vorbei am Römermuseum. Hier bietet sich ein erster möglicher Ausflugsort an.
Von hier aus führt der Weg weiter zum Bahnhof Rosenau vorbei an der Burg Krämpelstein und über Wörth nach Pyrawang. Zeit für einen nächsten Stopp, denn hier befindet sich die Pfarrkiche St. Peter und Paul, die wegen der Fresken aus dem 14. Jahrhundert kulturgeschichtliche Bedeutung erlangte.

Abwechslung verspricht die nun folgende Überfahrt mit der Obernzeller Fähre, die die Familien nach Obernzell bringt. Auch hier gibt es einiges zu sehen. Zunächst das ehemals fürstbischöfliche Wasserschloss, das gleich am Donauufer liegt. Besonders sehenswert ist hier der Rittersaal im Obergeschoss. Außerdem lohnt ein Besuch des Keramikmuseums, das sich ebenfalls im Schloss befindet und einen interessanten Einblick in die Geschichte der Keramik von der Jungsteinzeit bis zur Gegenwart gibt.

Radfahrer haben beim Campingplatz Kasten die Möglichkeit, die sanitären Anlagen zu nutzen.

In Kasten müssen sich die Radfahrer entscheiden, ob sie die serpentinenartige Straße Richtung Vichtenstein nutzen möchten. Für Kinder dürfte es aber wesentlich einfacher sein, weiter am Donauufer entlang zu fahren zum Weiler Roning und vorbei am Campingplatz und Freibad von Engelhartszell. Interessant auf diesem Abschnitt sind die Informationstafeln über den römischen Limes in Oberösterreich.

Ab dem Campingplatz nutzen die Radfahrer die Nebenfahrbahn der Bundesstraße in Engelhartszell. In Höhe der Radfähre führt der Weg rechts in den Ortskern, wo Haustafeln über die Geschichte des historischen Ortes informieren. In Engelhartszell bieten sich zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten an. Die Engelhartszeller Donau-Welt begeistert seine Besucher mit einem großen Donaufische-Aquarium und dem ?Wassererlebnis Mini-Donau? mit Sinnesgarten. Hier haben Kinder die Möglichkeit selbsttätig zu forschen und zu experimentieren. Die Stationen eignen sich für Kinder und Jugendliche jeden Alters. Sehenswert ist außerdem das Stift Engelszell, das einzige Trappistenkloster Österreichs.

In der Nähe des Donaukraftwerks Jochenstein befindet sich auf der bayerischen Seite das Haus am Strom. Die Ausstellung im architektonisch, futuristischen Museum beschäftigt sich mit dem Thema Wasser auf sehr anschauliche Weise.

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© Verlag Esterbauer

Die Beschreibung dieser Teilstrecke entstammt dem Radtourenbuch Donau-Radweg Teil 2 des Verlages Esterbauer.  Hier findet man präzise Karten, verlässliche Streckenbeschreibungen, zahlreiche Stadt- und Ortspläne, Hinweise auf das kulturelle und touristische Angebot der Region und ein umfangreiches Übernachtungsverzeichnis.

Kurzinformationen zum Donau-Radweg:

Länge Die Länge des Donau-Radweges mit Start in Passau und Ziel in Wien beträgt rund 320?Kilometer. Die Ausflüge und Varianten haben eine Länge von etwa 160?Kilometern.

Wegequalität @ Verkehr
Die Radroute entlang der Donau ist sehr gut ausgebaut, praktisch überall gibt es asphaltierte Radwege oder verkehrsarme Straßen, meist sogar beiderseits der Donau.

Beschilderung
Die Orientierung am Donau-Radweg wird durchgehend durch spezielle Wegweiser erleichtert, was jedoch nicht ausschließt, dass manchmal ein Radschild fehlt oder verdreht wurde. Die Radwege sind in Ober- und Niederösterreich mit grünen, recht-eckigen Schildern versehen. Der Donau-Radweg ist in den meisten Fällen als solcher namentlich gekennzeichnet. An diesen schließen regionale Radwanderwege an. Ausflüge und Varianten folgen zum Teil solchen Beschilderungen, im Text wird darauf ausdrücklich hingewiesen