Sicherer Einkauf beim Billiganbieter

Sicherer Einkauf beim Billiganbieter

Die Gefahr im Internet „abgezockt“ zu werden, ist groß. Hier tummeln sich neben seriösen Anbietern auch viele zwielichte Gestalten. Nur erkennen wir diese nicht auf den ersten Blick. Sie sind findig und lassen sich immer wieder neue Tricks einfallen, um an Ihr Geld zu kommen. Doch wie sind solche Kriminellen, anders lassen sie sich nicht bezeichnen, von seriösen Anbietern unterscheiden? Worauf Sie achten müssen, wenn ein sicherer Einkauf beim Billiganbieter gelingen soll.

Sind Billiganbieter immer gleich auch Betrüger?

Die Preise steigen. Die Inflationsrate steigt. Viele Menschen verzichten oder achten darauf, dass Sie beim Einkaufen Geld sparen. Auch wenn die Online-Käufe mittlerweile wieder etwas zurück gegangen sind, Online-Shopping ist aus unserer Einkaufswelt nicht mehr wegzudenken. Doch leider lesen wir immer wieder über betrügerische Maschen in Internet. Aber können wir uns davor auch schützen? Wie kann ich beim Online-Einkauf sicher sein, dass es sich um seriöse Händler handelt?

Günstige Angebote müssen nicht per se schlecht sein. Oftmals handelt es sich um Restbestände. Bevor diese irgendwo auf dem Müll landen, werden sie von Firmen aufgekauft und online günstiger angeboten. Auf diesen Zug sind mittlerweile einige Unternehmen aufgesprungen. Solche Firmen mit günstigen Online-Angeboten finden Sie nicht wenige im Netz. Picksport.de hat zum Beispiel günstige Angebote im Sportbereich im Programm. Hier finden Sie durchaus bekannte Marken und keine No-Name-Produkte. Anbieter wie preis-king.com haben alle möglichen Deals zu bieten.

Woher kommen diese Bestände?

Oftmals sind es schlicht Restbestände. Nicht alle Größen eines Produktes werden verkauft, der Rest geht zurück. Was mit den kleinen Sportschuhgrößen oder den großen? Oder der Jogginghose, dem Rucksack oder den Funktions-T-Shirts in Neonfarben? Vielleicht sind die aktuell gar nicht mehr so „in“? Oftmals gibt es diese Produkte von bekannten Marken mit Preisen, die sich nicht jeder leisten kann oder mag. Ob es wirklich immer nur um Restbestände handelt, können wir allerdings nicht nachprüfen. Das gilt auch für analoge Marken-Outlets. Auch hier können Sie Restbestände erwerben, aber auch immer wieder Produkte, die für den Billigmarkt produziert wurden. Entscheiden Sie selbst.

Kundenbewertungen sind sinnvoll, aber auch nicht immer verlässlich

Wenn die Artikel von einem seriösen Händler stammen, können Sie zumindest sicher sein, die Ware zu erhalten und gegebenenfalls auch wieder zurücksenden zu können, falls das Produkt nicht gefällt oder nicht passt. Das Kundenfreundliche Verhalten der Online-Händler lässt sich an Bewertungen ablesen. Falls Sie noch nie bei einem Anbieter bestellt haben sollten, schauen Sie sich erst einmal um. Falls es sich nur um eigene Bewertungen des Shops handelt, seien Sie vorsichtig. Und wenn es wirklich nur positive Bewertungen gibt, ist auch dies unter Umständen ein schlechtes Zeichen. Leider sind Bewertungen nicht immer eine Garantie und umgekehrt auch nicht immer ein Ausschlusskriterium.

Wie kann ich Fake-Shops erkennen?

Doch wie kann ich feststellen, ob es sich nun um einen Online-Shop mit günstigen Angeboten handelt oder einen Fake-Shop, der gar nicht existiert und es nur auf Ihr Geld abgesehen hat? Ehrlich gesagt ist das gar nicht so einfach. Viele dieser Shops wirken auf den ersten Blick durchaus „echt“ und sind nicht gleich zu unterscheiden. Nicht jeder Fake-Shop ist schlampig programmiert, integriert schlechte Fotos und bietet fehlerhafte Texte. Im Gegenteil, viele wirken sogar sehr professionell.

Tipp: Die Verbraucherzentrale bietet übrigens einen Fakeshop-Finder an, bei dem Sie Angebote überprüfen können. Auch auf dieser Internetseite finden Sie eine Liste von Fake-Shops. Beachten Sie allerdings, dass solche Listen sich immer schnell ändern können, neue Shops dazu kommen und alte verschwinden.

So  können Sie auch selbst einige Punkte überprüfen. Sollten Sie skeptisch bleiben, dann lassen Sie die Finger davon. Wir nennen hier einige als Beispiel:

1. Datenschutz

Wir können über die Sinnhaftigkeit der Cookie-Banner streiten, dennoch, Aussagen zum Datenschutz sind wichtig. Sind solche nicht aufzufinden, können Sie nicht sicher sein, dass Ihre Daten vielleicht auch anderweitig verwendet werden.

2. Eindeutiges Impressum

Ein Anbieter sollte im eindeutig auszumachen sein. Wenn Sie nicht sicher sind, werfen Sie einen Blick ins Impressum. Hier sollten die Angaben immer klar sein.

3. Klar definierte Preisangaben

Preisangaben sollten immer klar definiert sein, Brutto- und Nettopreis, anfallende Versandkosten. Zahlen Sie per Vorkasse (was per se durchaus mittlerweile üblich ist), achten Sie auf einen vorhandenen Käuferschutz. Nur so können Sie sicher gehen, dass Sie Ihr Geld auch wiederbekommen, sollte bei der Abwicklung etwas schieflaufen. Dazu zählt auch eine sichere Datenübertragung beim Bezahlen.

4. Die Widerrufsbestimmungen

Achten Sie darauf, dass die Widerrufsbestimmungen nicht unterlaufen werden. Falls Sie eigenartige AGSs mit Sonderbestimmungen finden, zur Sicherheit Finger weg davon! Wenn Sie im Internet bestellen, haben Sie im Normalfall die Möglichkeit, die Waren wieder zurückzugeben. Analog im Laden ist das übrigens nicht so, was viele nicht wissen. Es gibt nämlich kein Recht auf Umtausch und Rückgabe.

Doch die meisten Firmen räumen ihren Kund*innen diese Rechte ein. Dies bleibt allerdings der Kulanz des Geschäftes überlassen.

5. Korrekte Internetadressen

Schauen Sie die Internetadresse genau an. Domain-Endungen sind immer eindeutig. „de.“ und „com.“ tauchen normalerweise nicht gleichzeitig auf. Gut, bei den Mengen an neuen Internetadressen dürften hier Laien vielleicht schnell überfordert sein. Aber eine .“de“ oder „com.“-Adresse ist schon einmal eine gute Voraussetzung (es gibt natürlich auch weitere). Auch sollte eine Adresse irgendwie zum Shop passen.

6. Zahlungsmodalitäten

Da es letztlich um Ihr Geld geht, sollten Sie auf jeden Fall schauen, dass die Art, wie Sie zum Zahlen aufgefordert werden, ok ist. Die meisten Online-Anbieter bieten zwar auch Vorauszahlung an. Wenn dies allerdings die einzige Zahlungsweise wäre, dann bleiben Sie skeptisch. Vorkasse sollten Sie wirklich nur leisten, wenn Sie Shop oder Verkäufer kennen oder vertrauen. Auch hier liefert die Verbraucherzentrale wertvolle Hinweise, worauf Sie beim Bezahlprozess achten sollten.