Welche Versicherungen sind sinnvoll ab 25?

Welche Versicherungen sind sinnvoll ab 25

18 ist das Jahr der Volljährigkeit. Hier ändert sich so einiges für Familien und vor allem für die Kinder, die ja jetzt keine Kinder mehr sind. Doch gehen diese in eine Ausbildung, dann verändert sich doch noch nicht ganz so viel. Das Kindergeld läuft weiter und die meisten Versicherungen greifen im Rahmen der Familienversicherung. Doch mit 25 ist dann endgültig Schluss. Was müssen Sie oder Ihre Kinder beachten? Wir sind einmal der Frage nachgegangen „Welche Versicherungen sind sinnvoll ab 25??“ und haben einige Tipps für Ihre Familie zusammengestellt.

Welche Versicherungen sind sinnvoll ab 25?

Ab wann brauche ich eine eigene Haftpflichtversicherung?

Eine Haftpflichtversicherung kommt immer für Schäden auf, die Sie selbst anrichten oder Ihre Kinder. Das kann der Ball, der die Scheibe des Nachbarn zertrümmert genauso sein wie der Ball, der einen Autounfall verursacht. Solange die Kinder noch nicht volljährig sind, müssen Sie sich darüber keine Gedanken machen, denn die Private Haftpflichtversicherung schließt Kinder unter 18 mit ein. Ab 18 sollten diese sich aber – mit Hilfe der Eltern – selbst umschauen. Allerdings bleiben viele Kinder noch weiter haftpflichtversichert, solange sie ihre Berufsausbildung noch nicht abgeschlossen haben.
Die Haftpflichtversicherung ist entgegen ihrer Wortbedeutung zwar keine Pflicht, aber wichtig zu haben. Wie schnell ist etwas passiert. Die Brille der Mitbewohnerin beschädigt, der heiße Espresso über die weiße Bluse im Restaurant gekippt oder in einem unachtsamen Moment jemand erheblich geschädigt. Alles keine Absicht, klar! Aber das entbindet nicht von den Folgekosten und diese können manchmal auch ein „lebenslang“ bedeuten. Gut, jetzt haben Auszubildende und Student*innen oft nicht so viel Geld. Aber das hilft nichts. Handelt es sich um erhebliche Schäden, dann müssen die Verursacher auch später – sofern sie dann Geld verdienen – für diesen Schaden einstehen. Eine Tatsache, die viele gar nicht wissen.
Somit sollten alle ab 25 überlegen, dass eine private Haftpflichtversicherung durchaus Sinn machen kann. Sogar mehr, eigentlich ist so eine Versicherung obligatorisch. Gewiss lassen sich nicht alle Lebensrisiken ohne weiteres absichern, aber manche eben schon. Und dafür macht eine solche private Haftpflichtversicherung ab 25 Sinn.

Checken Sie die Checkliste der Versicherer

Wer nicht mehr über eine Familienversicherung abgesichert ist, sollte sich eine eigene Versicherung zulegen. Welche Aspekte gilt es dabei zu beachten? Die meisten Versicherungen liefern eine Checkliste, was abgedeckt werden sollte, in welcher Höhe die Deckungskosten liegen und wie hoch dann die Beiträge ausfallen. Diese können Sie natürlich erst einmal vergleichen. Manche Vergleichsportale helfen ebenso. Auch gibt es manchmal Vergleiche von unabhängigen Testportalen. Sie können sich aber auch in ihrer Umgebung einfach mal umhören und sich über die Zufriedenheit Ihrer Bekannten und Freunde schlau machen im Hinblick auf die richtige Versicherung.

Auf folgende Punkte sollten Sie bei einer privaten Haftpflichtversicherung ab 25 achten:

Die Deckungssumme: Liegt die bei 10 Millionen, klingt das ganz schön viel. Ist es aber nicht unbedingt, denn wenn Sie – auch unbeabsichtigt – jemanden einen Schaden zufügen, der nicht nur dadurch lebenslang eingeschränkt bleibt, sondern auch seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, dann wird es teuer. So kann diese Summe auch bei 75 Millionen Euro liegen. Eine Deckungssummer von 10 Millionen sollten Sie allerdings keinesfalls unterschreiten.
Welche Schäden werden abgedeckt: Deckt die Versicherung alle Schäden, also Schäden an Personen oder Sachen ab? Das auf jeden Fall erfragen oder nachlesen. Manche Versicherungen weisen auch noch einen Wert bzw. eine Grenze für eventuelle Personenschäden aus. Auch gibt es Deckungssummen, die variieren können.
Selbstbeteiligung: Die Selbstbeteiligung reicht von keiner – hier sind aber die monatlichen Kosten dann höher – und werden dann gestaffelt. Je nachdem fallen dann die monatlichen Beiträge an.
Ausfalldeckung: Was soll das nun sein. Hier geht es darum, dass Sie nicht einen anderen schädigen, sondern selbst geschädigt werden. Doch hier fehlt das Geld. Derjenige, der Ihnen Schaden zugefügt hat, kann nicht zahlen. Was passiert dann? Hier kann die eigene Haftpflichtversicherung einspringen. Deckt die Versicherung das ab, dann sind die Beiträge zwar höher, aber auch die Sicherheit des Versicherten ist höher.

Ergebnis:
Wer ab 25 überlegt, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, sollte also im Vorfeld gut überlegen. Die meisten soliden Versicherungen bieten hier einen Schutz. Lassen Sie sich keinesfalls auf irgendwelche windigen Angebote ein.

Wer bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, kann seine Kinder mitversichern. Das bedingt auch oft die Entscheidung gegen eine private Krankenkasse, bei der die Kinder nicht mitversichert sind. Allerdings darf der Verdienst eine bestimmte Grenze nicht überschreiten, im Moment ist das das volle Maximaleinkommen von Minijobbern – im März 2022 noch bei 450 €uro liegend. Wer mehr verdient, gefährdet schlicht die Mitversicherung in der Familienversicherung.

Bedingungen für eine Familienversicherung

Wichtig ist, dass alle Familienmitglieder in Deutschland wohnen und hier auch ihren Wohnsitz nachweisen können. Wenn das Kind noch nicht selbst Geld verdient – im Amtsdeutsch nicht erwerbstätig ist, weil es zum Beispiel eine Schule besucht – dann gilt die Mitversicherung bis zum Ende des 22. Lebensjahres. Was Sie beachten müssen, wenn das Kind volljährig wird, erfahren Sie im Artikel „Schule geschafft – Tipps rund um die Finanzen. Dies kann sich ausweiten, gibt es ein Studium oder eine Ausbildung. Nach dem 25. Lebensjahr ist dann aber endgültig Schluss, dann muss sich das „Kind“, auch wenn es noch im Studium sein sollte, selbst um eine Krankenversicherung kümmern.

Ausnahmen für die Familienversicherung

Ein behindertes Kind, das sich nicht selbst versorgen kann, unterliegt keiner Altersgrenze.
Tipp: Ein Kind, das einen Freiwilligendienst geleistet hat, erhält noch eine verlängerte Familienversicherung von einem Jahr. Das wissen viele nicht, also hier lohnt es sich, genau hinzuschauen.

Was passiert nun nach dem 25. Lebensjahr?

Im Normalfall ist also nach 25 Schluss – zumindest mit der Familienversicherung. Dann müssen sich die Kinder entscheiden, ob sie sich freiwillig gesetzlich versichern lassen wollen oder lieber privat. Hier besteht der Unterschied darin, dass private Krankenversicherungen einen Gesundheitscheck machen und gesetzliche die Antragssteller*innen aufnehmen müssen.

Welche Versicherungen sind sinnvoll ab 25? Und was noch?

Vor allem Student*innen gehen gerne ja mal ins Ausland. Hier ist es in vielen Ländern sinnvoll, eine eigene Krankenversicherung für das Ausland abzuschließen. Liegt das Ausland in Europa gelten andere Regelungen als zum Beispiel in den USA. Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann in bestimmten Fällen durchaus Sinn machen. Darüber informiert die Verbraucherzentrale.
Ein Thema, dem viele Eltern auch aus dem Weg gehen, ist eine Kindererwerbsunfähigkeitsversicherung. Darüber können Sie sich in dem Artikel „Wobei hilft eine Kindererwerbsunfähigkeitsversicherung?“ informieren.

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