Hautpflege bei Kindern: Was tun bei Hautirritationen des Babys?

Hautirritationen des Babys

Die Haut Ihres Babys ist extrem empfindlich. Doch kann eine gute Hautpflege Hautirritationen des Babys verhindern oder zumindest erträglicher machen. So bringt eine gute Hautpflege beim Baby oft schon erhebliche Verbesserungen mit sich und verhindert vielleicht auch die ein oder andere Unverträglichkeit. Doch was können Sie genau tun?

Vorbeugen ist besser als heilen! Das gilt vor allem für die Haut Ihres Babys

Lange Zeit herrschte die Meinung vor, dass Babyhaut möglichst gar keiner Reinigung bedarf und Wasser allein die Haut des Babys genügend pflegen würde. Doch mittlerweile haben die Dermatologen diese Meinung revidiert und aktualisiert. So heißt es mittlerweile, dass Kinder schon ab der zweiten oder dritten Lebenswoche mit einer wirkstofffreien Pflegecreme einzucremen sind, vor allem nach dem Baden, um einen ausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalt beim Baby zu erreichen. So schildert es die Zeitschrift Ökotest in einem Artikel vom April 2021. Wenn Sie Cremes verwenden, dann achten Sie darauf, dass diese auf jeden Fall schadstofffrei sind.

Hautpflegetipps für die Babyhaut: Kleine Checkliste

  • Wenn das Baby alt genug ist, dann sollten Sie dieses besser duschen und nicht mehr baden. Das Baden trocknet die Babyhaut auf Dauer aus.
  • Packen Sie Ihr Baby nicht zu warm ein. Denn auch Schwitzen ist eigentlich nichts für die empfindliche Babyhaut, so dass sich das Baby bei starkem Juckreiz kratzt. Hier sollten Sie vor allem auf die richtige Babykleidung achten. Wolle kann – muss nicht – kratzig sein. Baumwolle ist besser, am besten dann Bio-Baumwolle.
  • Wenn Sie das Baby geduscht oder gebadet haben, dann ist die beste Hautpflege für Babys mit einer rückfettenden Pflegesalbe einzucremen.
  • Damit das Baby sich selbst nicht durch Kratzen verletzen kann, sollten die Fingernägel möglichst kurz gehalten werden. Falls es nicht anders geht, ziehen Sie Ihrem Baby am besten Fäustlinge an.

Diese Tipps gelten vor allem für Babys, bei denen keine Hautirritationen auftauchen. Dennoch gibt es einige Hautveränderungen, die gar nicht selten sind, oftmals keiner Behandlung bedürfen, die Sie aber in den ersten Monaten/Jahren auf jeden Fall beobachten sollten.

Die gängigsten Hautirritationen des Babys

Kopfgneis beim Baby

Ab dem dritten Monat kann sich Kopfgneis beim Baby bilden. Für das Vorgehen gegen diese Hautveränderung bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einige Tipps. Kopfgneis bildet sich bei vielen Babys schon ganz früh und die Ursache liegt in einer vermehrten Tätigkeit der Talgdrüsen, so dass sich eine Schuppenschicht auf der Haut entwickeln kann. Diese Hautirritation des Babys taucht schon gleich kurz nach der Geburt in den ersten Lebenswochen auf und ist völlig harmlos. Die gute Nachricht: Sie müssen nichts tun, nur abwarten. Das Hautbild stabilisiert sich meist im Zeitraum zwischen dem ersten oder zweiten Lebensjahr.

Milchschorf beim Baby

Im Unterschied zum Kopfgneis tritt der so genannte Milchschorf etwas später auf. Meist erst nach dem zweiten Monat. Die Gründe sind nicht ganz klar, man vermutet, dass Kinder, die einen solchen Milchschorf entwickeln, meist von Natur aus eine trockenere Haut besitzen. Hier spielt wohl auch die Genetik eine gewissen Rolle. Leiden ein Elternteil oder gar beide unter Neurodermitis, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind an Neurodermitis erkrankt. So entwickeln manche Kinder neben dem Milchschorf eine Neurodermitis. Das kann, muss aber natürlich nicht so sein. Mehr über das Thema „Neurodermitis bei Kindern“ erfahren Sie auch in diesem Artikel.

Neurodermitis bei Kindern – was tun?

Ähnlich wie beim Kopfgneis verschwindet der Milchschorf als eine der Hautirritationen des Babys wieder, meist zwischen dem Alter von 1,5 und 2 Jahren. Wenn nicht, dann gibt es hier leider wenige Heilungsmöglichkeiten, meist nur Linderungen des Hautproblems.

Hitzepickel beim Baby

Die Ursache für Hitzepickel sind nicht die Sonne, sondern meist verstopfte Schweißdrüsen. Falls das Kind stark schwitzt – im Sommer wegen der Hitze, im Winter, weil es vielleicht zu warm eingepackt wurde – verengen sich die Schweißausgänge. Der Schweiß kann nicht mehr abgegeben werden. Babys sind kleiner, ihre Poren sind auch sehr viel kleiner als bei erwachsenen Personen und können somit schneller verstopfen als bei Erwachsenen. Sie können hier leicht Abhilfe schaffen, indem Sie das Kind möglichst im Schatten lassen oder in einen kühlen Raum bringen. Gleichzeitig sollte die Kleidung gelockert werden. Auch kühle Tücher können Abhilfe schaffen.

Pickel im Gesicht in den ersten Lebenswochen

Die Umstellung eines Babys kurz nach der Geburt ist gewaltig, wechselt es doch den Lebensraum und genau das verlangt der Haut eines Babys sehr viel ab. Wird das Baby im Bauch der Mutter noch gut geschützt, muss sich die Haut sehr schnell gegen alle mögliche Organismen wehren wie Pize oder Bakterien. Darauf reagiert die Haut des Babys meist ziemlich schnell und das Ergebnis sind Rötungen oder auch Pickel. Diese verschwinden meist nach kurzer Zeit, oft wenige Wochen nach der Geburt. Erst wenn sie hartnäckig bleiben, sollten Sie einen genaueren Blick darauf werfen lassen und den Kinderarzt oder die Kinderärztin befragen. Meist entpuppen sich auch diese Hautirritationen des Babys als völlig harmlos, dennoch sollten Sie hier sicher gehen.

Baby-Akne

Diese tritt oft kurz nach der Geburt auf und steht mit den Hormonen der Mutter in Zusammenhang, die sich noch im Blut des Babys befinden und zu einem Talgüberfluss verbunden mit Pusteln im Gesicht oder auf der Babybrust führen. Hier sollten Sie Ruhe bewahren und abwarten, keine fettenden Cremes verwenden und auch nicht „Hand anlegen“ und am Ende die Pickelchen ausdrücken. Erst wenn die Pusteln nicht verschwinden, sollten Sie tätig werden oder den Expertenrat dazu ziehen.

Das sind nur einige Beispiele für Hautirritationen des Babys. Die meisten treten kurzfristg auf und bedürften keiner besonderen Behandlung. Trotzdem ist natürlich immer Vorsicht geboten, wer sich nicht sicher ist, sollte auf jeden Fall eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt aufsuchen, die Entwarnung geben können.

Neben der Pflege spielt auch die Ernährung der Babys keine unwesentliche Rolle, auch hier können Sie schon so einiges vorbeugen, wenn Sie auf die Ernährung des Babys achten.