Sonnenbrillen auch für Kinder?

Sonnenbrillen auch für Kinder

Sonnenbrillen auch für Kinder? Die meisten Eltern wissen heute um die Gefahren der Sonneneinstrahlung. Babys bleiben möglichst der Sonne ganz fern und Kleinkinder werden geschützt durch entsprechende Kleidung oder auch durch Eincremen. Das ist (fast) selbstverständlich. Doch was ist mit den extrem empfindlichen Kinderaugen? Auch hier besteht erhöhter Schutzbedarf. Worauf sollten Eltern genau achten?

Gefahrenquelle UV-Strahlung: Der beste Schutz am Strand

Was gibt es Schöneres, als im Urlaub das strahlende Sommerwetter am Strand zu genießen? Kinder lieben es, ausgelassen im Sand zu toben und im Wasser zu planschen. Doch die wärmenden Sonnenstrahlen sind alles andere als ungefährlich. Wer sich ihnen ungeschützt ausliefert, riskiert seine Gesundheit. Angefangen bei den Augen bis hin zu den Füßen sollten vor allem Kinder ausreichend vor der riskanten UV-Strahlung geschützt werden.

Sonnenbrillen auch für Kinder!

Die meisten Eltern wissen heutzutage, dass sie ihre Kinder nicht ohne Sonnenschutzmittel und Kopfbedeckung an die Sonne lassen sollten. Häufig vergessen sie dabei aber, dass auch die Augen vor der intensiven UV-Strahlung geschützt werden müssen. Während Erwachsene im Sommer Sonnenbrillen tragen und hier auch auf Qualitätsbrillen wie z.B. Ray-Ban zurückgreifen, die in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich sind, wird der Augenschutz der Kleinen oft außer Acht gelassen. Damit sparen Eltern an der falschen Stelle.

Die menschliche Iris weist im Kindesalter wesentlich weniger Farbpigmente auf als das Auge eines Erwachsenen. Deshalb sind Kinderaugen sehr empfindlich und können entsprechend leicht geschädigt werden. Vor allem am Strand sollten Sie Kindern immer eine Sonnenbrille aufsetzen, denn in Wassernähe wird die Sonneneinstrahlung durch die Reflexion zusätzlich verstärkt. Gute Nachricht: Kindersonnenbrillen müssen keineswegs teuer sein, um ausreichend zu schützen. Wichtig ist nur, dass sie bestimmte Kriterien erfüllen:

  • Sie sollten die gesamte Augenpartie vollständig bedecken.
  • Sie müssen das europäische CE-Prüfzeichen auf dem Bügel aufweisen.
  • Die Gläser sollten aus Kunststoff bestehen, um im Falle eines Zubruchgehens nicht zu Verletzungen zu führen.
  • Sie müssen Strahlung bis zu 400 Nanometern Wellenlänge abhalten („UV 400“).
  • Sie sollte keinen seitlichen Lichteinfall zulassen.

In der Regel ist die Tönung bei Kinderbrillen nicht so stark wie bei Erwachsenen, wo sie zwischen 80 und 90% beträgt. Für Kinder reicht eine Verdunkelung zwischen 70 und 80%. Mit dieser nehmen sie ihre Umgebung noch ausreichend wahr.
Um Sonnenbrillen ohne UV-Schutz sollten Sie grundsätzlich einen Bogen machen. Gute Sonnenbrillen auch für Kinder ist die Devise.  Was für Erwachsene gilt, gilt eben auch für Kinder. Sie können die Augen sogar noch stärker schädigen als gar kein Schutz, denn durch die Verdunklung werden die Pupillen „getäuscht“. Hinter der dunklen Brille öffnen sie sich weit und nehmen so noch mehr gefährliches UV-Licht auf.

Falls Sie sich für die Frage interessieren, ob ihr Kind neben einer Sonnenbrille auch eine Brille mit „Stärke“ benötigt, können Sie das in folgendem Artikel nachlesen:

Wie gut sieht man mein Kind? – Sehtest und Brillen für Kleinkinder

Nur richtiges Eincremen schützt effektiv

Menschen, die im Kindesalter einen Sonnenbrand erleiden, haben im Erwachsenenalter ein erhöhtes Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Bereits ein heftiger Sonnenbrand reicht aus, um die Erbsubstanz in den Pigmentzellen dauerhaft zu schädigen. Während Dermatologen dazu raten, Babys überhaupt keinem direkten Sonnenlicht auszusetzen, sollte bei Kindern regelmäßig und ausreichend Sonnencreme aufgetragen werden. Auch hier gibt es einiges zu beachten:

  • Der Lichtschutzfaktor (LSF) sollte idealerweise 30, niemals aber weniger als 15 betragen.
  • Das Mittel muss vor UVA- und vor UVB-Strahlung schützen.
  • Auch im Schatten sollte Sonnencreme aufgetragen werden.
  • Alle 2 Stunden sowie nach dem Schwimmen muss nachgecremt werden.
  • Empfindliche Stellen wie Lippen, Ohren, Fußrücken und Nacken dürfen nicht vergessen werden.
  • Es sollte stets eine ausreichende Menge Creme aufgetragen werden (ca. 3 EL für den ganzen Körper).

Übrigens: Ein ausreichender Sonnenschutz ist auch für die Eltern wichtig. Deshalb sollten Sie den Kleinen ein Vorbild sein und sich ebenso vor UV-Strahlung schützen. Dann steht dem Sommerspaß am Strand nichts mehr im Weg.

*Bildrechte: Flickr Beach Baby with Shades Scott CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten