Wie schützen wir Kinder vor Corona?

Wie schützen wir Kinder vor Corona

Kinder vor Corona schützen? Wie wir mittlerweile alle wissen, können auch Kinder an Corona erkranken. Meistens verläuft die Krankheit milder als bei Erwachsenen. Trotzdem können Kinder die Krankheit weiter tragen und auch heftiger erkranken. Doch wie können wir unsere Kinder vor dem Virus schützen?

Warum erkranken Kinder nicht so heftig an Corona?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zitiert eine Studie der Berliner Charité, die festgestellt hat, dass Kinder wohl vor dem Kontakt mit Coronaviren ein aktiveres Immunsystem besitzen als Erwachsene. So kann der Erreger nicht so leicht bis in die tieferen Atemwege vordringen. Der Körper des Kindes rüstet sich zur Gegenwehr. So ist die Immunantwort des Kindes sehr viel stärker als bei Erwachsenen und ihre Erkrankung verläuft in der Folge milder.

So zeigen Kinder auch, obwohl sie infiziert sind, oft keine bis wenig Symptome und falls doch, erkranken sie (oft) nicht schwer. Das klingt ja gut, dennoch sollten wir auf jeden Fall versuchen, die Kinder zu schützen. Kinder vor Corona schützen, das kann funktionieren

Warum erkranken Kinder mit geschwächtem Immunsystem heftiger?

Dies würde auch erklären, weshalb Kinder mit einem geschwächten Immunsystem und mit diversen Vorerkrankungen stärker gefährdet sind als Kinder mit einem „normalen“ Immunsystem. Das ist jetzt etwas vereinfacht, aber hoffentlich verständlich erklärt. Doch alle Kinder bedürfen des Schutzes, ob nun gefährdet oder weniger gefährdet. Über die Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung wissen wir einfach noch zu wenig. Und diese treffen vielleicht auch Kinder mit nur wenigen Symptomen.

Wie schützen Eltern ihre Kinder am besten?

Die AHA-Regeln, die bisher jeder verinnerlicht haben sollte, gelten auch für Kinder. Also Abstand, Hygiene und Alltag mit Maske. So sollten Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren in verschiedenen Situationen Masken tragen.

Hier können Sie Ihrem Kind helfen, indem Sie Masken verwenden, die speziell für Kinder entwickelt wurden. Die „Erwachsenen-Masken“ sind für einen Kinderkopf oft viel zu groß und passen nicht so richtig. In der Folge schützen sie auch weniger. Mit jüngeren Kindern können Sie das richtige Maskenaufsetzen prima üben. Das Lieblingsstofftier kann hier eine Hilfe sein. Erklären Sie Ihren Kindern auch, dass es keinen Sinn macht, die Maske übers Kinn zu schieben, es gibt kein Kinn-Corona, sondern dass eine Maske nur dann schützt, wenn sie richtig getragen wird. Hier sind viele Erwachsene leider nicht immer Vorbild.

Die Regeln für das Maskentragen variieren, also bitte schauen Sie noch einmal genau nach, welche Regeln in dem Bundesland, in dem sie leben, nun gelten.

Schränken Sie Kontakte ein!

Auch wenn es (noch) keine Kontaktbeschränkungen gibt, versuchen Sie die Kontakte Ihrer Kinder im privaten Bereich einzuschränken. Sprechen Sie sich mit anderen Eltern ab. Der Besuch der Lieblingsfreundin oder des besten Freundes sollte möglich sein, doch wenn der Kreis kleiner bleibt, dann bleibt auch das Risiko kleiner und vor allem nachvollziehbar. Kinder brauchen dringend soziale Kontakte, diese sollen auch bleiben, nur besser kontrolliert. Mittlerweile hat sich die so genannte Delta-Variante durchgesetzt, die das Ansteckungsrisiko um einiges erhöht, das gilt genauso für die Kinder.

Vermeiden Sie Massenveranstaltungen

Zirkus und Theater, Kino und Nikolausfest im Turnverein? Alles tolle Ereignisse, aber seien Sie einfach vorsichtig und meiden Sie das, was nicht unbedingt sein muss. Und falls es eine größere Veranstaltung sein soll oder muss, dann auf jeden Fall Maske tragen. Auch die Kinder sollten Masken tragen. Nur so können wir vermeiden, dass es doch wieder zu Schulschließungen kommt, was ja wirklich keiner möchte. Kinder zum Abstandhalten zu animieren, ist nicht immer so einfach, aber versuchen Sie es trotzdem, denn Kinder sind oft verständiger als wir glauben. Beim Spielen ist es nicht immer einfach, aber auch hier ist Vorsicht angesagt. Spielen mehrere Kinder in einem Raum, dann lüften Sie zwischendurch. Und auch bei Schmuddelwetter können Kinder draußen spielen, ein Ausflug ist auch immer eine gute Idee. Damit wird nicht nur das Risiko einer Ansteckung minimiert, das Immunsystem gestärkt, sondern auch noch Übergewicht vorgebeugt. Auch das Sonnenlicht, falls vorhanden, tut gut. Summa summarum: Viel Bewegung ist immer gut, nicht nur zu Coronazeiten übrigens!

Tipps für den Herbstausflug mit Kindern

Wie schützen wir Kinder vor Corona? Tests können unterstützen

Wenn also die Kinder nicht so infektiös sind wie die Erwachsenen, dann können sie trotzdem diese anstecken. Und solche Ansteckungen sind vor allem in der Familie möglich, deshalb sollten Sie auch hier immer vorsichtig bleiben. Das gilt auch für Besuche bei den Großeltern. Schnelltests oder Selbsttests lösen das Problem nicht, können aber etwas mehr Sicherheit bringen. Reden Sie mit Ihren Kindern, vieles wissen sie schon aus der Schule, aber das entlastet Eltern nicht komplett. Die Kinder sollen nicht verängstigt werden, aber sich der Gefahr bewusst werden. Das gilt für alle Gefahren, denen unsere Kinder ausgesetzt sind. Besser vorbeugen als später heilen, heißt die Devise!