Bodenbelag für alle Fälle: Vinylboden in einer Wohnung mit Kindern

Vinyl

Sieht aus der Entfernung aus wie beliebter Parkett- oder Vollholzboden, ist aber viel einfacher zu verlegen und in einem Zuhause mit Kindern einfacher zu reinigen: Die Rede ist von Vinyl. Im Folgenden erfahren Sie alles wichtige über den beliebten Vinylbodenbelag und seine Vorteile.

Was ist Vinyl?

Bei Vinyl denken viele vermutlich zunächst an Schallplatten, die ganz in Retromanier alte Hits abspielen. Das Material Vinyl wird allerdings auch zur Herstellung eines extrem robusten Bodenbelags verwendet, der sich gut in unterschiedlichen Wohnungen und Häusern verlegen lässt. Ihr neuer Vinylbodenbelag könnte also bald auch bei Ihnen zu finden sein. Vinylbeläge sind in fast allen Baumärkten erhältlich, so zum Beispiel im Globus Baumarkt.  Hier gibt es eine breite Auswahl an Böden.

Vinylboden ähnelt in seiner Optik meist echtem Holz, er ist jedoch kein Naturprodukt, sondern besteht zu 100% aus Kunststoff. Dies macht ihn zu einer pflegeleichten und feuchtigkeitsunempfindlichen Alternative zum Parkett oder Laminat, was insbesondere in Familienhaushalten von Vorteil sein kann. Hier wird bekanntlich gerne mal das ein oder andere Getränk verschüttet oder der halbe Tellerinhalt landet unter dem Esstisch. Früher gerieten Vinylböden häufiger in Verruf, da sie einen geringen Anteil an Weichmachern enthalten.  Die Angst vor Weichmachern in Kunststoffböden kann jedoch schnell genommen werden, da ergänzend zum Polyvinylchlorid (PVC) zwar geringe Mengen an Weichmachern beigefügt werden, diese unterliegen jedoch im Normalfall strengen Kontrollen, die gesundheitsschädigende Auswirkungen ausschließen.

Wie wird Vinylboden verlegt?

Vinyl ist aufgrund seiner Elastizität leicht mit einem Cuttermesser zurechtzuschneiden und dank dem sogenannten Klicksystem leicht zu verlegen, so wird für den Zuschnitt keine Säge oder etwas dergleichen benötigt. Familien beziehungsweise Eltern können den Boden bequem selbst verlegen, ohne Profis engagieren zu müssen. Zunächst müssen sich die Vinylleisten vor dem Verlegen im Raum akklimatisieren, dafür sollten sie sich im Idealfall 48 h in dem Raum befinden, in dem sie verlegt werden. Zur Vorbereitung muss außerdem der Untergrund gesäubert und geebnet werden, sofern er dreckig ist oder sich Unebenheiten erkennen lassen. Jetzt geht es ans Verlegen: Hier wird in einer Zimmerecke begonnen. Die erste Reihe wird komplett ausgelegt, indem die Dielen längs zusammengesteckt werden. Anschließend werden alle weiteren Reihen im Versatz dazu verlegt. Einzig zu beachten ist, dass ein ca. 3 mm bereiter Abstand zu den Wänden gelassen wird. Nun können schon die Sockelleisten angeschraubt werden und der Boden ist direkt begehbar. Wem diese Beschreibung zu abstrakt ist, nimmt sich eines der zahlreichen Erklärvideos auf YouTube zur Hilfe, so zum Beispiel dieses:

In welchen Räumen kann Vinyl verlegt werden?

Da es sich bei Vinyl im Unterschied zum Laminat oder Fließen um einen sehr fußwarmen Belag handelt, eignet er sich für alle Wohnbereiche wie Küche, Wohn- oder Schlafzimmer. Da mittlerweile durch die neuesten Technologien das Vinyl in allen erdenklichen Tönen, Designs und Mustern erhältlich ist, passt er auch rein optisch in alle Wohnräume.

Jetzt wirds nass: Kann Vinyl an an feuchten Orten verwendet werden?

Ein Vinylboden ist nicht nur in den Gemeinschaftsräumen empfehlenswert, sondern das Material bietet auch in Badezimmer und Co. eine gute und günstige Alternative zu herkömmlichen Bodenfließen. Für Frostbeulen ist es häufig angenehmer das Kunststoffmaterial unter den Füßen zu haben anstelle von kalten Fließen. Wer sich für Vinyl im Badezimmer entscheidet sollte jedoch darauf achten Vollvinyl zu wählen, damit der Boden nicht durch die Feuchtigkeit aufquillt.

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