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Dialogmuseum in Frankfurt: Dialog im Dunkeln

Hessen

Die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ im Dialogmuseum in Frankfurt führt die Familien in eine ihnen völlig fremde Welt ein. Hilfe leisten blinde Menschen, die die Besucher in kleinen Gruppen durch die Museumsräume führen. Ein Perspektivenwechsel findet statt und Eltern und Kinder erleben ihre Umwelt einmal ganz anders. [ab 7 Jahren]

Mit dem Dialogmuseum in Frankfurt begegnet den Familien kein gewöhnliches Museum.

Im Dialogmuseum in Frankfurt geht es nicht darum, Exponate zu betrachten. Nein, der Besucher soll sich einlassen, aktiv werden, seine Sinne schärfen, auch einmal Rollen tauschen und damit lernen, neue Perspektiven einzunehmen.

Die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ im Dialogmuseum in Frankfurt kann und will Eltern und Kindern keine Blindheit simulieren. Aber sie fördert einen Rollentausch, denn nicht der vermeinlich Sehende hilft dem behinderten blinden Menschen, sondern umgekehrt. Licht aus und schon können die Blinden sehen und die Sehenden sind blind und plötzlich hilfsbedürftig. Für viele eine ungewohnte Rolle.

Wie können die Familien sich das konkret im Dialogmuseum in Frankfurt vorstellen? Ein blinder Führer geleitet Eltern und Kinder durch die Dunkelheit. Hierbei klopft er an alltägliche Gegenstände und lässt die Besucher diese mit den Händen ertasten.

Die Besucher betreten bei einer Führung durch die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ bis zu sechs Räume und tauchen damit in eine fremde Welt ein, die mit vielen Geheimnissen angefüllt ist. Der Weg führt auch in einen Park, in dem alltägliche Erfahrungen plötzlich zu einem unbekannten Erlebnis werden.

Die Umstellung auf das Neue und Unbekannte fällt den Kindern meist leichter als den Eltern. Die jungen Besucher stellen sich schneller auf die veränderte Situation ein als die Eltern, auch eine wertvolle Erfahrung für die ganze Familie. Die Kinder sollen allerdings für einen Besuch der Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ schon 6 bis 7 Jahre alt sein und auf jeden Fall im Vorfeld darauf vorbereitet werden. Führungen und Workshops speziell für Schulklassen gibt es im Übrigen auch im Dialogmuseum in Frankfurt.

In der Dunkelheit ändern sich die Prioritäten. Auch diese Erfahrung machen Eltern und Kinder im Dialogmuseum in Frankfurt. Wer kommunizieren will, muss miteinander in einen Dialog treten. Hier entscheidet nicht das schnelle Augenmaß, sonden die Inhalte und die Stimme. Nur wer spricht, existiert auch.

Die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ im Dialogmuseum in Frankfurt erlaubt die Begegnung mit Menschen auf einer anderen Ebene. Vielleicht hilft sie auch, ein Stück weit die Müdigkeit zu überwinden, in die uns die Bilderflut des medialen Zeitalters versetzt hat.

Die Basis für ein solches besonderes Museum wurde in Frankfurt schon vor 17 Jahren gelegt. Zu diesem Zeitpunkt entstand die Idee, eine Ausstellung zu entwickeln, bei der es zwar nicht so viel zu sehen gibt, aber dafür umso mehr zu entdecken. Das Ergebnis war das Dialogmuseum, das bis heute in Frankfurt viele Menschen anspricht und so auch gleichzeitig einen Dialog zwischen „Sehenden“ und „Nichtsehenden“ ins Rollen gebracht hat.

Im Dialogmuseum in Frankfurt können die Kinder übrigens auch einen ganz besonderen Geburtstag im Dunkeln feiern.