Familienurlaub im Ultental in Südtirol

Familienurlaub im Ultental in Südtirol

Familienurlaub im Ultental in Südtirol: Das Ultental finden die Familien zwischen Meran und Bozen. Das idyllische Tal erstreckt sich über 40 Kilometer und hat so einiges zu bieten. 600 Kilometer Wanderwege erwarten die Familien und auch für Kinder gibt es immer wieder Angebote der örtlichen Vereine und Organisationen. Besonders eindrucksvoll sind die wunderschönen Almen. Wer Ruhe und Erholung sucht, ist hier genau richtig.

Sind wir in Italien oder wo sind wir im Ultental?

Wen es verwundert, dass im italienischen Südtirol vornehmlich Deutsch gesprochen wird, muss einen kurzen Blick in die Geschichte dieser Region werfen. Bis Ende des Ersten Weltrkiegs zählte die Region um Bozen und Meran zu Österreich-Ungarn und wurde erst 1919 als Teil des Friedensvertrages Italien zugesprochen. Allerdings ist die Region Südtirol, die heute politisch als als eigene Provinz „Autonome Provinz Bozen ? Südtirol“ anerkannt ist, nicht identisch mit dem Südtirol des 19. Jahrhunderts. Damals bezeichnete man alle Gebiete Tirols, die südlich des Alpenhauptkammes lagen, als Südtirol, heute liegt „Südtirol“ speziell um die Region Bozen herum. Das darf man nicht verwechseln, wenn man heute von „Südtirol“ spricht.

Anreise ins Ultental mit einem Abstecher nach Meran

Familienurlaub im Ultental in Südtirol: In dieser Region Südtirol, etwas südlich von Meran, liegt das idyllische Ultental. Wer von Meran anreist, kann sich in den Gärten von Schloss Trauttmannsdorff über die Flora der Region informieren. Eltern und Kinder erwarten hier über 80 Gartenwelten an einem sonnigen Hang oberhalb von Meran. Schon Kaiserin Sisi von Österreich pflegte hier ihre einsamen Spaziergänge zu unternehmen. Die Familien besichtigen eine Grotte mit einer Mutimedishow über die Entstehung der Pflanzen, ein geologisches Mosaik als begehbare Gesteinswelt Tirols und so einiges mehr. Übrigens wurde diese 12 Hektar große Anlage 2005 zum schönsten Garten Italiens auserkoren. Inmitten des Gartens ist auch noch ein altes Schloss zu entdecken, das der Graf Trauttmansdorff 1850 auf den Ruinen der alten Burganlagen errichten ließ. Hierin befindet sich ein Museum, das auch noch einen Besuch lohnen mag.
Adresse:
Botanischer Garten
St. Valentin Str. 51 a –
I-39012 Obermais/Meran
trauttmansdorff.it

Familienurlaub im Ultental in Südtirol: Wanderungen für die Familien im Ultental

ultental zoggler stausee

© Rudolf Simon*

*Das Ultental verläuft etwa 40 Kilometer vom Quellgebiet des Falschauer Baches der Oberen Weißbrunner Alm bis zur Klamm der Gaulschlucht bei dem Örtchen Lana. Berühmt wurde es vor allem wegen seiner ausladenden Almweiden. Wandermöglichkeiten gibt es zu Hauf. Im oberen Teil des Tales finden die Familien auch zwei große Stauseen und zwar den Zoggler Stausee und den Weißbrunnsee. Der Zoggler Stausee befindet sich auf einer Höhe von knapp über 1100 Metern und wird von einem gewaltigen Damm gehalten. Er ist auch der größte See im Ultental. Auch der Weissbrunn See lohnt einen Abstecher, hier endet auch die Straße auf einem großen Parkplatz. Der Fluss Falschauer, der auch das Ultental durchquert, findet hier seinen Ursprung. In Lana, am Ende des Ultentals mündet der Fluss dann in den Etsch. Wer nicht so viel wandern möchte oder mit kleineren Kindern unterwegs sein sollte, kann hier bis zur Fiechtalm aufsteigen oder noch ein Stückchen weiter bis zum Fischersee. Von dort geht es wieder zum Weissbrunn See zurück, wobei nicht allzu viele Höhenmeter zu überwinden sind, eine Wanderung, die auch mit jüngeren Kindern machbar ist.

Innere Falkomai Alm und Äußere Falkomai Alm

ultental wanderwege

© Sabine Gruler

Im Ultental gibt es viele Wandermöglichkeiten und es geht zwar auch immer mal wieder steil bergauf, aber die Almen bieten viele Möglichkeiten zur Einkehr. Neben den Kühen finden die Kinder auch immer mal wieder Bergziegen, die in der Nähe einer Alm grasen. Eine schöne Wanderung führt z.B. vom Örtchen St. Pankraz, das noch im vorderen Teil des Ultentals liegt, hoch zum Falkomaiseee. Am besten von St. Pankraz ab Richtung St. Helena abbiegen. Hier schlängelt sich eine enge Straße über etwa 8 Kilometer. Im Wald finden die Familien Parkmöglichkeiten. Die Wege sind ausgeschrieben, eine schöne Wanderung führt über den Weg Nummer 8 Richtung „Innere Falkomai Alm“. Ein Stückchen weiter erwartet die Familien die Äußere Falkomai Alm.

Wer mag, kann hier das Leben auf der Alm hautnah kennen lernen

Familienurlaub im Ultental in Südtirol

© Sabine Gruler

Beide Almen bieten übrigens auch Übernachtungsmöglichkeiten an, die zwar einfach sind, aber sehr gemütlich und auch das Leben auf so einer Alm einmal ganz nahe rücken lassen. Hier gibt es keinen Strom, alles wird noch mit Hand gearbeitet, dafür ist die Milch frisch von der Kuh, die Butter selbst gerührt und die Speckknödel frisch zubereitet. Von den beiden Almen aus kann man noch einige Höhenmeter weiter wie z.B. auf den Hohenwart steigen. Das sind Strecken, die zwar ein bisschen Kondition abverlangen, aber zu keinem Kletterabenteuer ausarten, so dass sie auch mit etwas älteren Kinder prima machbar sind. Und nach der Wanderung erwartet die Kinder dann ein leckerer Kuchen auf einer der Almen.

Der Ultener Höfeweg ist auch beliebt

Familienurlaub im Ultental in Südtirol: Sehr beliebt im Ultental ist der Ultner Höfeweg, der die Familien an Seen und Gehöften vorbei zu den ältesten Bäumen Europas führt. Diese finden die Familien bei der Kirche von St. Gertraud, einem der kleinen Orte des Ultentals. Man vermutet, dass die drei Lärchen dort mehr als 2000 Jahre alt sind. Diese Wanderung startet an der Kuppelwies, dauert circa 2:30 Stunden, wobei ein Höhenunterschied von 366 Metern zu überwinden ist, also durchaus auch mit Kindern machbar. Mit dem Bus kann man dann zurückfahren.

Insgesamt finden Eltern und Kinder 600 Kilometer Wanderwege im Ultental vor. Im Winter erwartet die Familien im Ultental übrigens auch ein kleines Skigebiet und Langlaufloipen gibt es ebenso.

copyright Bild: * Rudolf Simon, wikipedia. CC BY-SA 3.0