Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika ? Noch immer entscheiden sich viele junge Deutsche dazu, ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland zu absolvieren. Südafrika ist dabei eine besonders beliebte Region, bietet das Land doch jede Menge Naturschönheiten und eine beeindruckende Tierwelt. Doch ein FSJ will gut geplant sein. Wie gestaltet sich der Bewerbungsprozess? Was sind die Einsatzgebiete? Ist es in Südafrika gefährlich? Diesen Fragen wollen wir nachgehen.

Ein freiwilliges soziales Jahr ist eine gute Idee – doch einiges sollten Sie im Vorfeld beachten

Wichtige Fragen zu diesem Thema werden im Folgenden beantwortet und es wird zudem auf die zahlreichen Alternativen für ehrenamtliche Arbeit im Ausland eingegangen, die sich in den letzten Jahren herausgebildet haben.

Das Freiwillige Soziale Jahr und seine Ursprünge

Seit rund 50 Jahren gibt es das Freiwillige Soziale Jahr nun schon. Damals war es der erste gesetzlich geregelte Freiwilligendienst in ganz Europa. Ursprünglich wurde es als sozialer Dienst für Abiturientinnen in der Alten- und Krankenpflege gegründet. Mit der Zeit wurde das FSJ jedoch so beliebt, dass es in den 80er Jahren bereits ein Pendant zum männlichen Zivildienst darstellte. Seit 2002 ist das FSJ nun auch offiziell eine Alternative zum Zivildienst, die auch von vielen Männern genutzt wird. Wie dem Wegweiser-Freiwilligenarbeit zu entnehmen ist, war das Freiwillige Soziale Jahr ursprünglich nicht als Auslandsjahr angedacht, erst seit 1993 können junge Menschen im Rahmen des Freiwilligendienstes auch ins Ausland reisen.

Die Einsatzfelder und -stellen des FJS

Kinder umarmen sich

© Nolte Lourens – Fotolia.com

Teilnehmer eines Freiwilligen Sozialen Jahres können unter anderem in einem der nachstehenden Arbeitsbereiche praktische Erfahrungen sammeln (Quelle pro-fsj.de):

Einrichtungen für behinderte Menschen
Krankenhäuser
Fachkliniken
Kinderheime und -tagesstätten
Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtungen
Sozialdienste
Jugendarbeit
Einrichtungen der politischen Bildung und Interessenvertretung
Alten- und Pflegeheime
Kirchengemeinden und Pfarreien
Sportvereine
Dort werden sie von einer Fachkraft eingearbeitet und lernen den Arbeitsalltag der Einrichtung kennen. Zudem werden die Teilnehmer während des FSJ pädagogisch begleitet, zum Beispiel in Form von Seminaren.

Die Vorteile eines FSJ im Ausland

Dass ein Freiwilliges Soziales Jahr sinnvoll ist, weil auf diese Weise anderen Menschen geholfen wird, steht außer Frage. Doch auch für denjenigen, der den Freiwilligendienst leistet, hat vor allem das FSJ im Ausland viele Vorteile. Junge Menschen lernen sich selbst während des Auslandsaufenthalts besser kennen, entdecken ihre Stärken und Fähigkeiten und entwickeln sich weiter. Viele sind zum ersten Mal für längere Zeit fort von Zuhause, von Familie und Freunden. Ein FSJ im Ausland fördert also auch die Selbstständigkeit. Zudem lehrt ein FSJ im Ausland interkulturelle Kompetenzen. Fremde Kulturen werden hautnah erfahren, was nicht nur für die persönliche Weltanschauung eine kostbare Erfahrung ist. Auch die Sprachkenntnisse verbessern sich während eines Jahres im Ausland deutlich, da die fremde Sprache jeden Tag gesprochen werden muss. Weiterhin kann das FSJ als berufliche Orientierung angesehen werden, denn es erlaubt jungen Menschen, in ein bestimmtes Berufsfeld Einblicke zu erhalten. Somit fällt es ihnen später möglicherweise leichter abzuwägen, in welche Richtung sie sich beruflich entwickeln möchten. Das Leisten von Freiwilligendienst im Ausland verbessert nicht zuletzt die Chancen auf dem späteren Arbeitsmarkt. Arbeitgeber schätzen Engagement und Flexibilität und ein FSJ ist ein guter Beleg für diese Softskills. Die nachstehende Statistik zeigt auf, dass rund ein Viertel der 14 bis 30-jährigen das berufliche Vorankommen als Grund für ihr freiwilliges Engagement nennen. Einbau: Bild Statistik Doch auch Freundschaften fürs Leben können während eines Auslandsjahres geschlossen werden. So oder so ist ein FSJ im Ausland eine prägende Erfahrung, die einem niemand mehr nehmen kann.

FSJ vs. BFD – eine Gegenüberstellung

Quelle: http://www.bundes-freiwilligendienst.de/fsj-freiwilliges-soziales-jahr/

Das Freiwillige Soziale Jahr in Südafrika

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika

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Neben Südamerika, Asien und Europa möchten viele junge Menschen ihr Freiwilliges Soziales Jahr gerne in Südafrika absolvieren. Was muss im Hinblick auf den Bewerbungsprozess beachtet werden, wie gestaltet sich die Finanzierung und welche Impfungen sind nötig? Welche Sehenswürdigkeiten sollten, einmal in Südafrika angekommen, unbedingt besichtigt werden und was gibt es für Besonderheiten in Bezug auf Land und Leute?

Der Bewerbungsprozess

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika? Wer Interesse daran hat, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren, bewirbt sich dafür bei einem Trägerdienst. Entweder handelt es sich dabei um einen staatlichen Dienst oder eine private gemeinnützige Organisation. Akzeptiert der Träger die Bewerbung, wird dem Bewerber ein Einblick in alle zur Verfügung stehenden Stellen gewährt, für welche er sich dann gezielt bewerben kann. Nachdem die Zusage für die FSJ-Stelle eingetroffen ist, muss der Bewerber im Vorfeld des Freiwilligendienstes noch an umfangreichen Vorbereitungsseminaren teilnehmen.

Die Voraussetzungen

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika? Es müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein, damit der Bewerber an einem FSJ teilnehmen darf. Diese sind:
Der Bewerber muss mindestens 18 sein und darf das 27. Lebensjahr zu Projektbeginn noch nicht vollendet haben.
Der Bewerber muss Kenntnisse von der im Gastland gesprochenen Sprache (in Südafrika zum Beispiel Afrikaans) und/oder gute Englischkenntnisse mitbringen.
In der Praxis dauert das FSJ meist 12 Monate, die Mindestdauer sind allerdings 6 und die Höchstdauer 18 Monate.
Besitz einer gültigen Aufenthaltserlaubnis in Deutschland
Die Teilnahme an 25 Seminartagen

Schreibtisch

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Auf eine FSJ-Stelle kommen meist mehrere Bewerber. Ein aussagekräftiges Motivationsschreiben ist deshalb entscheidend, um sich von den anderen Bewerbern abzuheben und dem Träger zu erklären, warum gerade man selbst am besten für diese Position geeignet ist. Doch was gehört alles in so ein Motivationsschreiben und wie kann die eigene Motivation am besten dargelegt werden? Die Beschreibung der persönlichen Motivation ist auch deshalb so wichtig, weil die meisten jungen Menschen, die sich für ein FSJ bewerben, kaum beziehungsweise keine berufliche Erfahrung besitzen. Der Träger muss den Eindruck bekommen, dass der Bewerber echtes Interesse hat, zuverlässig ist und bereit, das FSJ bis zum Ende zu absolvieren. Steigt jemand vorher aus, ist es für den Träger schwer, die offene Stelle schnell erneut zu besetzen. Erste Erfahrungen in der Berufswelt, die die eigene Belastbarkeit und Zuverlässigkeit unterstreichen, sollten also unbedingt im Motivationsschreiben aufgeführt werden und sei es nur das regelmäßige Babysitten bei den Nachbarn. Wer bei der Freiwilligen Feuerwehr oder in einem Verein, egal welcher Art, aktiv ist, sollte dies ebenfalls erwähnen. Vor allem soziales Engagement, in welcher Weise auch immer, sollte hervorgehoben werden. Schlussendlich ist es auch immer ratsam, etwas über die eigene Person zu erzählen und Hobbys und Interessen anzuführen.

Weitere wichtige Unterlagen und Nachweise

Nicht jeder Verein wünscht die Abgabe eines Lebenslaufs. Sollte dies auf der Homepage nicht vermerkt sein, lohnt es sich, kurz nachzufragen, damit am Ende wirklich alle relevanten Unterlagen abgegeben werden. Nachweise über ehrenamtliche Engagements sowie über erste Berufserfahrungen sind ebenfalls beizulegen. Gleiches gilt für Nachweise über Sprachkenntnisse sowie etwaige frühere Auslandsaufenthalte.

Die Finanzierung des Freiwilligen Sozialen Jahrs

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika? In vielen Fällen wird ein großer Teil der An- und Abreisekosten, teilweise auch die ganze Summe, der Teilnehmer des FSJ vom Träger übernommen. Ein Entgelt hingegen erhält der FSJ-ler nicht, schließlich arbeitet er ehrenamtlich und steht deshalb in keinem Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsverhältnis. Der Anspruch auf ein monatliches Taschengeld sowie auf weitere Vergünstigungen besteht jedoch. Die Höhe des Taschengeldes wird von der Einsatzstelle oder dem Träger festgesetzt. Die Obergrenze ist dabei gesetzlich geregelt und beträgt derzeit 330 Euro. Im Durchschnitt bekommt ein FSJ-ler allerdings lediglich 150 Euro Taschengeld pro Monat. Es besteht grundsätzlich ein Anspruch auf eine unentgeltliche Verpflegung und Bereitstellung einer Unterkunft durch die Einrichtung. Sollte dies nicht gegeben sein, kann dieser Umstand mit einer zusätzlichen finanziellen Leistung ausgeglichen werden. Während des FSJ haben die Freiwilligen zudem Anspruch auf Kindergeld, Kinderfreibeträge sowie andere kinderbezogene Leistungen. Weiterhin sind die FSJ-ler während ihres Auslandsaufenthalts beitragsfrei in der gesetzlichen Sozialversicherung versichert. Zudem sind sie kranken-, pflege-, unfall- und rentenversichert. Die diesbezüglichen Beiträge zahlt der Träger beziehungsweise die Einsatzstelle ein. Auch ein Urlaubsanspruch von zwei Tagen pro Monat, also 24 Tage auf das Jahr gerechnet, besteht.

Gesundheitsvorsorge und Impfungen

Das Tropeninstitut empfiehlt vor einer längeren Reise nach Südafrika folgende Impfungen vornehmen zu lassen:

  • Tetanus (auf jeden Fall)
  • Typhus (sollte sein)
  • Diphterie (sollte sein)
  • Tollwut (wenn möglich)
  • Poliomyelitis (wenn möglich)
  • Hepatitis B (nicht unbedingt)
  • Hepatitis A (nicht unbedingt)

Zudem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko für Darmerkrankungen sowie Bilharziose, eine Wurmkrankheit. Gegen beide Krankheiten gibt es keine Möglichkeit der Impfung. Zu bestimmten Zeiten im Jahr ist das Risiko einer Malaria-Infektion recht hoch. Deshalb sollten FSJ-ler stets Medikamente zur vorbeugenden Einnahme mit sich führen (weitere Informationen sind der Seite des Tropeninstitutes  zu entnehmen). Moskitospray sowie ein Moskitonetz sind ebenfalls unerlässlich. Eine Packliste für Südafrika Die Packliste soll einen groben Überblick bieten und bei der Vorbereitung behilflich sein.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit?
Kleidung (auch an Schlafkleidung, Sportkleidung sowie Abendgarderobe denken)
Schuhe (Hausschuhe, Badelatschen und Wanderschuhe nicht vergessen)
Hygieneartikel, die es wahrscheinlich nicht vor Ort zu kaufen gibt (Bsp. spezielle Creme)
Schulutensilien (für die Seminarstunden)
Reiseadapter
Persönliches (Fotos von Familie und Freunden, Kuscheltier etc.)
Reiseapotheke (Mückenspray, Sonnencreme, Medikamente, Pflaster etc.)
Gastgeschenke

Ich packe mein Handgepäck und nehme mit?
Das Visum
Die Flugtickets
Den Personalausweis
Den Reisepass
Die EC- und Kreditkarte
Bargeld

Die Versicherungsnachweise
Wichtige Unterlagen des Trägers/der Einsatzstelle
Adressen und Telefonnummern für Notfälle
Den Impfpass
Proviant für die Anreise
Ein Wörterbuch
Handy, Tablet, Laptop oder Digitalkamera
Taschentücher
Papier und Notizblock

Land und Leute kennenlernen ? Südafrika hautnah erleben

Endlich angekommen in Südafrika, gibt es natürlich eine Menge zu entdecken. Selbstverständlich geht die freiwillige Tätigkeit immer vor, dennoch bleibt genug Freizeit, um Land und Leute besser kennenzulernen. Was sollten sich FSJ-ler also unbedingt anschauen und was gibt es sonst noch zu beachten?

Sehenswürdigkeiten und Metropolen

Stadt bei Nacht

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Wer eine Weile in Südafrika ist, sollte die Gelegenheit nutzen und das Kap der Guten Hoffnung besuchen. Südlich von Kapstadt gelegen, wird der Ort von vielen Besuchern als geradezu magisch beschrieben. Da es viel zu entdecken gibt, ist für den Ausflug ein ganzer Tag einzuplanen. Ebenfalls ein Muss ist es, den Ausblick vom 1086 Meter hohen Tafelberg, dem Wahrzeichen Kapstadts zu genießen. Neben Kapstadt ist Johannesburg die zweite große Metropole. Wer diese Stadt besucht, sollte sich die Zeit nehmen und das Apartheits-Museum näher anschauen. Das Museum stellt die Geschichte Südafrikas auf eine beeindruckende und ergreifende Art und Weise dar. Vor allem die besorgten Eltern junger FSJ-ler warnen ihre Kinder häufig wegen der hohen Kriminalitätsrate in Südafrikas Metropolen, schließlich gilt das Land als eines der gefährlichsten der Welt. Vor allem in den Großstädten, also Kapstadt und Johannesburg sowie ihren umliegenden Gebieten ist die Kriminalitätsrate recht hoch. Doch wer einige Regeln beachtet, kann sich in den Großstädten Südafrikas genauso sicher fühlen, wie in anderen großen Metropolen der Welt auch. Einen Bogen machen sollten FSJ-ler um die Townships, denn dort passieren die meisten Verbrechen. Auch sollten die Innenstädte nach Einbruch der Dunkelheit möglichst gemieden werden. Weiterführende Informationen diesbezüglich sind der Seite www.kapstadt-entdecken.de  zu entnehmen.

Safaris und Nationalparks

Brüllender Löwe

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Kein Südafrika-Erlebnis ohne mindestens einmal die Big-Five, also Leoparden, Wasserbüffel, Elefanten, Löwen und Nashörner, gesehen zu haben. Das geht am besten im Kruger-Nationalpark. Doch auch Zebras, Impalas, Giraffen und Antilopen leben innerhalb des riesigen Geländes. 248 Rad, also rund 17 Euro kostet der Eintritt. Am besten ist es, schon früh am Morgen vor Ort zu sein, da die Anzahl der Besucher begrenzt ist und die Tiere in den Morgenstunden zudem besonders aktiv sind. Wer es weniger touristisch mag, kann auch das angrenzende Sabia Sand Game Reserve besuchen. Etwas mehr Zeit eingeplant werden sollte für eine Safari. Hier ist das Angebot recht üppig und es können sowohl Camping-Safaris als auch Safaris mit dem Mietwagen oder sogar Luxus-Zugreisen gebucht werden.

Außergewöhnliche Ausflugsziele und Aktivitäten

Weinlandschaft

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Doch wer denkt, Giraffen und Löwen in freier Wildbahn zu beobachten, wäre schon das Ausgefallenste, was Südafrika zu bieten hat, der irrt. So können mutige Abenteurer zum Beispiel zum Haitauchen aufbrechen oder alte Goldminen erkunden. Ebenfalls spannend ist eine Besichtigung der Sterkfontein Caves. In den uralten Höhlen können riesige Stalaktiten und Stalakmiten bestaunt werden, zudem entdeckte man hier circa drei Millionen Jahre alte Knochen von Affenmenschen. Die Spieler-Stadt Sun City, welche auch als das Las Vegas Südafrikas gilt, ist ebenfalls einen Besuch wert. Doch nicht nur Glückspielbegeisterte kommen hier auf ihre Kosten.

Laufen andere Freiwilligendienste dem FSJ den Rang ab?

Wie schon erwähnt, war das FSJ ursprünglich gar nicht für einen Einsatz im Ausland konzipiert. Heute nehmen rund 40.000 weibliche und männliche Freiwillige die Option eines FSJ wahr und einige verbringen diese Zeit auch im Ausland. Doch in den letzten Jahren sind gleich mehrere neue internationale Freiwilligendienste entstanden. Laufen diese dem FSJ zukünftig etwa den Rang ab?

FSJ-Stellen im Ausland werden durch Auslands-Freiwilligendienste ersetzt

Die neuen Programme sind, im Gegensatz zum Freiwilligen Sozialen Jahr, von Anfang an für den Einsatz freiwilliger Helfer im Ausland konzipiert. Aufgrund dessen gehen die Zahlen von FSJ-lern im Ausland stetig zurück. Waren es 2009 noch über 1500 Freiwillige, die mithilfe des FSJ ins Ausland gingen, waren es im Jahr 2011 nur noch 131. Der große Vorteil von flexibler Freiwilligenarbeit gegenüber dem FSJ ist, dass Teilnehmer hier in einigen Fällen auch nur einige Monate ins Ausland gehen können, zum Beispiel während der Semesterferien.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika: Welche internationalen Freiwilligendienste gibt es?

Anbei eine Übersicht der gängigen Freiwilligendienste (für detaillierte Informationen gibt es auf der Website der Arbeitsagentur ein PDF).
Der Internationale Freiwilligendienst (IJFD): Hierbei handelt es sich um ein Freiwilligenprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Genau wie das FSJ ist die Dauer des Aufenthaltes im Ausland in der Regel 12 Monate und die Altersspanne liegt zwischen 18 und 26 Jahren.
Der Europäische Freiwilligendienst (EFD): Bei diesem Programm können Jugendliche und junge Erwachsene aus der EU an gemeinnützigen Projekten aus verschiedenen Bereichen mitarbeiten. In besonderen Fällen ist die Teilnahme schon ab 16 Jahren erlaubt. In der Regel sind die Teilnehmer jedoch zwischen 18 und 30 Jahren. Die Dauer bewegt sich zwischen zwei Monaten und einem Jahr.
Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst „weltwärts“: Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung organisiert. Teilnehmen können junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren, die über einen Schulabschluss verfügen. Die Dauer des Auslandsaufenthalts schwankt zwischen sechs Monaten und zwei Jahren.
Internationaler kultureller Freiwilligendienst „kulturweit“: Organisiert wird dieses Programm vom Auswärtigen Amt in Zusammenarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission und den Partnerorganisationen der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Die Teilnehmer sind Botschafter für Deutschland und engagieren sich in der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Die Altersspanne der Teilnehmer reicht von 18 bis 26 Jahren und die Dauer des Aufenthaltes beläuft sich auf sechs bis zwölf Monate.

Fazit: Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika oder in einem anderen Land zu absolvieren, ist eine gute Möglichkeit, die eigene Persönlichkeit besser kennenzulernen und sich weiterzuentwickeln. Zudem fördert ein Auslandsaufenthalt die interkulturelle Kompetenz und macht sich später auch bei der Jobsuche bezahlt. Südafrika ist eine unglaublich vielseitige Region, die durch ihre Naturwunder und ihre facettenreiche Flora und Fauna überzeugt. Doch in Südafrika gibt es auch viel Armut und Elend, weshalb freiwillige Helfer gern gesehene Gäste sind. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Alternativen zum klassischen FSJ im Ausland, sodass auch junge Menschen, die kein ganzes Jahr, sondern nur für einige Monate ins Ausland wollen, durchaus die Möglichkeit dazu haben. In jedem Fall ist es wichtig, sich im Vorfeld intensiv mit dem Abenteuer Freiwilligendienst im Ausland auseinanderzusetzen, ansprechende Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen und vor allem, vor Ort durchzuhalten und sich von möglichen Rückschlägen nicht bremsen zu lassen. Freiwilligenarbeit im Ausland zu leisten, ist ein Erlebnis, das sowohl Menschen hilft, als auch den Einzelnen weiterbringt.