Familien vernetzen sich über das WWW

Tablets

Familien kommunizieren zunehmend über E-Mail, Chats und Familien-Websites: Immer mehr Familien nutzen das Internet als Plattform sich schnell über wichtige Neuigkeiten zu informieren. Fotos, Videonachrichten, Blogs und andere wichtige Informationen können im Netz schnell und überall vermittelt werden. Sei es der Chat über Skype mit den Großeltern, die familieneigene Whats-App-Gruppe oder die Familien-Website.


Nicht nur Kinder und Jugendliche nutzen Smartphone und Co. für Kontakte

Laut ARD/ZDF Onlinestudie beträgt die Zahl der Internetnutzer 58 Millionen. Hierbei nutzen fast alle der 10 bis 19-Jährigen das Internet und mittlerweile 56,6% der über 60-Jährigen.

Ein Leben ohne Internet ist heute kaum mehr vorstellbar. Fast jeder verfügt über ein Smartphone und das generationenübergreifend. Auch Großeltern haben die Vorteile für sich entdeckt und nutzen die Möglichkeiten, die das WWW ihnen bietet. Laut des aktuellen Norton Online Living Reports erfolgt ein Großteil der Kommunikation zwischen Eltern und Kinder über das Internet. Kinder und Jugendliche halten demnach sehr viel häufiger Kontakt zu Verwandten als noch zu Zeiten des Analogtelefons.

Über weite Entfernung in Kontakt bleiben

In der heutigen Zeit ist es nicht immer selbstverständlich, dass Familien noch nahe beieinander wohnen. Die Jobsuche macht den Umzug oft unumgänglich, die Kinder studieren weit weg von zu Hause oder sogar im Ausland und die Großeltern genießen ihren Ruhestand auf Reisen oder verbringen beispielsweise den Winter im wärmeren Gefilden.
Das Internet eröffnet hier tolle Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu bleiben. In Sekundenschnelle steht die Verbindung, über die man sich via verschiedener Anbieter wie Skype oder Facetime verbinden kann. Die Videotelefonie ermöglicht es, sich beim Telefonieren zu sehen und die Umgebung zu zeigen.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Einrichtung einer Familien-Website. Verschiedene Anbieter stellen die Top-Level-Domain „.familie“ zur Verfügung. Hier kann man seinen Familiennamen registrieren lassen und so eine familieninterne Website kreieren, wo die neuesten Familienereignisse kommuniziert werden können.

Kommunikation findet auf zwei Ebenen statt

Ein Phänomen der Internetkommunikation ist, dass sich zwei Gesprächsebenen herausgebildet haben. Zum einen das klassische Tischgespräch zu Hause und zum andern der Nachrichtenaustausch über die sozialen Medien. Dies muss man nicht unbedingt negativ sehen, denn über das Netz können Nachrichten viel schneller vermittelt werden und Wichtiges geht nicht verloren. Außerdem nehmen Kinder ihre Eltern und andere Verwandte als „Online-Persönlichkeiten“ wahr und die Kommunikation verläuft eher auf freundschaftlicher Ebene und ermöglicht einen intensiveren Kontakt. Ein weiterer Vorteil ist, dass man in einer familieninternen Gruppe oder Website nicht jedes Familienmitglied einzeln informieren muss.

Kinder und Großeltern lernen voneinander

Für Jugendliche ist die Nutzung der digitalen Medien selbstverständlich. Viele ältere Menschen müssen sich allerdings noch mit der Materie beschäftigen und haben noch Probleme bei der Umsetzung und Fehlerbehebung. Wie poste ich Nachrichten, wie kann ich das passende Emoticon finden und wie ein Foto anhängen oder ein Video aufnehmen? Hier können Enkel und Kinder ihren Großeltern oder älteren Verwandten behilflich sein und in die digitale Welt einführen. Hiervon profitieren beide. Die Älteren, weil hier ein intensiverer Kontakt entsteht und die Jüngeren, weil sie es genießen, ihr Wissen mitzuteilen.

Welche Gefahren birgt die Kommunikation über das Internet?

Wenn man Information egal über welche Plattform ins Netz postet, sollte man dennoch genau überlegen, welchen Text und vor allem welche Fotos und Videos man verschickt. Denn einmal gepostet, sind sie nicht mehr kontrollierbar, denn das Internet vergisst nichts. Zudem können Inhalte vielfach kopiert und an Personen weitergeleitet werden, für die diese nicht bestimmt waren.

Das gilt auch für das Posten von verfänglichen Inhalten oder Fotos. Denn in den Personalabteilungen des vielleicht potentiellen nächsten Arbeitgebers wird das Internet oft als Informationsquelle über Bewerber herangezogen.

Wie kann man Gefahren des WWW umgehen?

In vielen sozialen Netzwerken ist es gang und gäbe, dass man die Rechte an den geposteten Inhalten an den Anbieter abtritt. Das Thema Datenschutz im Internet ist enorm wichtig und wird von Datenschützern vielfach kritisiert. Zunächst genau überlegen, ob die Daten im Internet preisgegeben werden sollen. Dazu gehört auch, dass man keine Fotos postet, ohne vorher die Zustimmung des Besitzers eingeholt zu haben. Möglichst vermeiden sollte man die Nennung echter Daten, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder Passwörter. Wenn man sich in sozialen Netzwerken austauschen möchte, sollte man geschlossene Gruppen bilden und nur Freunde hinzufügen, die man persönlich kennt.

Eltern sollten sich der Nutzung digitaler Medien nicht verschließen und die Vorteile für sich nutzen. Die Aufklärung über die Gefahren in sozialen Netzwerken ist jedoch sehr wichtig und sollte von allen Familienmitgliedern beachtet werden. Dann steht dem Familienchat nichts im Wege.