Turmhügelburg Lütjenburg Schleswig-Holstein Turmhügelburg Lütjenburg: Auf der Turmhügelburg im Nienthal von Lütjenburg wird das Mittelalter wieder lebendig. Hier wurde nämlich eine Burg, wie sie damals in Holstein am häufigsten zu finden war, rekonstruiert. Diese Turmhügelburg besaß einen Ringwall und einen Wassergraben. Man nennt diese Art von Bau auch „chateau à motte“ oder auf Deutsch „Motte“. Die Turmhügelburg ist eine besondere Bauweise des Mittelalters, wie sie in Lütjenburg besichtigt werden kann. In Lütjenburg wurde mit der Turmhügelburg eine mittelalterliche Wehranlage rekonstruiert, wie sie einst zahlreich zu finden waren. Das Freilichtmuseum zeigt nicht nur die Gebäude mit Hügel und Vorburg, sondern auch das Alltagsleben im Mittelalter. Im 12. Jahrhundert kamen sächsische Ritter in das damals Wagrien genannte Gebiet und sicherten es durch solche Bauten. Bei der Rekonstruktion stützte man sich auf verschiedene Quellen, etwa auf den Teppich von Bayeux, der eine solche Turmhügelburg abbildet, aber auch auf Grabungen am Kleinen und Großen Schlichtenberg im Kreis Plön. Beim Bau wurde, so weit möglich, auf historische Techniken Wert gelegt. Auf einem etwa 3 m hohen Hügel wurde der Wehrturm errichtet. Die Anlage ist von einem Wassergraben umgeben, über den eine Holzbrücke führt. Zusätzlich wird der Turm durch einen Palisadenzaun geschützt. Zur Vorburg gehören mehrere Nebengebäude. Stall, Backhaus, Schmiede, Kapelle, das Haus des Ritters und ein Ziehbrunnen sind hier zu finden. Alle Gebäude können bei einem Rundgang besichtigt werden. Vor allem in den Sommermonaten werden sie sogar bewohnt – natürlich auf mittelalterliche Weise. So kann das Leben des Mittelalters direkt erlebt und erfahren werden. Außerdem finden verschiedene Veranstaltungen statt wie Mittelaltermärkte. Es finde zahlreiche Burgbelebungen und ein Wikingerlager auf der Turmhügelburg statt!