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Waldemarturm Dannenberg

Niedersachsen

Waldemarturm Dannenberg: Der Waldemarturm in Dannenberg ist das Wahrzeichen der Stadt. Aus den Dachluken bietet sich ein schöner Ausblick, doch der Besuch lohnt auch wegen der Ausstellungen in dem alten Wehrturm. Da gibt es etwa zu erfahren, warum die Einwohner einst „100 Tage in Gummistiefeln“ zubrachten. [ab 6 Jahren]

Einst stand ganz in der Nähe des heutigen Marktplatzes die Dannenberger Burg, deren Bergfried, der Waldemarturm, heute den einzigen Überrest darstellt.

Benannt ist der Waldemarturm in Dannenberg nach Waldemar II., König von Dänemark, der hier im 13. Jahrhundert gefangen gehalten wurde. Heinrich von Schwerin hatte den König überfallen und dorthin gebracht, woraufhin die dänische Großmachtstellung zusammenbrach. 1223 wurde er nach der Übergabe von Geld und Ländereien entlassen.

113 Stufen führen im Inneren des Turms in die Höhe. Das Museum im Waldemarturm behandelt sowohl die Stadtgeschichte Dannenbergs und des Waldemarturms als auch das Thema Hochwasser in der Elbtalaue. Jahrhundertelang litt die Region unter immer wiederkehrendem Hochwasser. Bis zu 100 Tage im Jahr war die Innenstadt überflutet und konnte nur mit dem Kahn, über Stellagen oder „in Gummistiefeln“ passiert werden.

Das Leben mit dem Hochwasser ist dabei genauso Gegenstand der Ausstellung wie Hochwasserschutz und ökologische Folgen dieser Schutzmaßnahmen. Auch die „Jahrhunderthochwasser“ 2002 und 2006 werden behandelt. Mehrere Kunstausstellungen werden jährlich in der ehemaligen königlichen Arrestzelle gezeigt.

Die Museumspädagogik hat für Schulklassen und andere Kindergruppen verschiedene Programme im Angebot. Da wird die Geschichte des Turms und der Burg erforscht oder eine Wasserrallye unternommen. Die Angebote gelten auch für den Kindergeburtstag. Schüler der 4. bis 8. Klasse können außerdem einen Ausflug ins Stadtarchiv unternehmen.