Ernährungsumstellung: Reduktion von Zucker

Ernährungsumstellung ohne Zucker

Heute sprechen wir selten noch von „Diäten“ und das zu Recht. Denn mit Diät verbinden wir sehr oft eine einseitige Form von Ernährung, die zwar kurzfristig zur Gewichtsreduktion führen kann, langfristig können aber leider nur wenige Diätwillige Erfolge verbuchen. Oft hören wir dann den Begriff „Ernährungsumstellung“. Gleichzeitig taucht die Frage auf, wie soll ich meine Ernährung umstellen? Wir haben uns umgehört und auch einiges auch mal selbst ausprobiert.

Wie soll ich langfristig meine Ernährung umstellen?

Anders als bei der „Diät“ impliziert die Ernährungsumstellung etwas Langfristiges. Und nur wer wirklich langfristig die Ernährung umstellt, wird auch langfristig Erfolg haben. Deshalb sind Atkins, Weight Watchers oder Paleo vielleicht ein guter Einstieg, aber ob man das wirklich auf Dauer alles so durchhält? Erfolge kann der oder die Abnehmwillige wahrscheinlich mit jeder Diät erst einmal verbuchen, aber der bekannte Jojo-Effekt – man nimmt, sobald wieder normal gegessen wird, automatisch wieder zu – stellt sich leider meist nach einer gewissen Zeit ein.

Bevor Sie sich für eine Diät oder Umstellung entscheiden, probieren Sie mal eines aus: Lassen Sie den Zucker weg oder reduzieren Sie diesen. Das haben wir einmal ausprobiert und schon ein einem Zeitraum von wenigen Wochen eine Besserung festgestellt.

Warum bei einer Ernährungsumstellung den Zucker weglassen?

Und das Wichtigste vorweg bei einer Umstellung: kein oder ganz wenig Zucker essen! Zucker ist – auch wenn er lecker schmeckt – pures Gift. Und wir brauchen ihn definitiv nicht für eine gesunde Ernährung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für die Zuckermenge höchstens 10 % der täglichen Kalorien in Form von Zucker angesetzt. 5 % sind noch besser. Der Zucker-Tagesbedarf entspricht somit höchstens (50) 25 Gramm pro Tag. Das entspricht etwa sechs Teelöffeln Zucker. Hand aufs Herz! Schaffen Sie das? Sollten Sie aber, denn Zucker sind einfach mal völlig leere Kalorien.

Weißer oder brauner Zucker – was ist gesünder?

Wo ist der Zucker versteckt?

Ganz viele Lebensmittel enthalten Zucker. Und Zucker wird sehr vielen Lebensmitteln zugesetzt. Wer zum Beispiel einen Fruchtjoghurtbecher  mit 150 Gramm löffelt, nimmt schon 8 Würfelzucker zu sich, 2 mehr als letztlich empfohlen, gehen wir von den 25 Gramm aus. In einem Smoothie, vermeintlich ja sehr gesund, stecken bei 200 ml bis zu 17 Stück Zucker. In Konsequenz sollten Sie auf raffinierten Zucker auf jeden Fall verzichten. Obst enthält auch Zucker, aber auch viele Vitamine und Ballaststoffe, kann somit in dosierten Mengen genossen werden. Und wir wollen ja die Ernährung umstellen und nicht auf alles verzichten.

Tipps für die Reduktion von Zucker:

  • Wer nicht ganz auf seine Saftschorle verzichten will, sollte die Mischung ändern und den Wasseranteil ständig erhöhen, so gewöhnt sich „der Geschmack“ an weniger Süßes.
  • Im Supermarkt im besten Fall auf die Zutatenliste gucken und möglichst auf verarbeitete Nahrungsmittel verzichten.
  • Nahrungsmittel-Apps können helfen, per App Lebensmittel auf ihren Nährstoffgehalt und Zuckeranteil hin zu checken.
  • Es gibt tolle Rezepte mit genauen Nährwertangaben im Internet, hier können Sie auch schon auswählen, ob Sie bestimmte Rezepte mit frischen Zutaten usw. bevorzugen, vegetarische Rezepte auswählen, Low Carb-Tipps erhalten und vieles mehr. Immer mit exakten Angaben zum Mehrwert und genauen Rezeptmengen.
  • Glyx-Index: Essen nach dem Glyx-Index hilft all denen, die eine Orientierung brauchen und vor allem auch um Zucker-bedingte Heißhungerattacken zu vermeiden.

Wie wirkt sich der Zuckerverzicht aus

Wenn Sie allein auf Zucker verzichten, werden Sie schnell feststellen, dass sich das positiv auf Ihre Gesundheit auswirkt. Und der Körper gewöhnt sich wirklich daran und braucht letztlich am Ende gar nicht mehr so viel Zucker. Schon nach wenigen Tagen funktioniert diese Umstellung Wenn Sie den Zucker längerfristig reduzieren, befördert das nicht nur Ihre Gesundheit, sondern macht sich längerfristig auch auf der Waage bemerkbar. Vor allem bei übergewichtigen Menschen kann jedes verlorene Pfund oder Kilo der Gesundheit zuträglich sein. Viele Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetis 2 oder Herz- und Kreislauferkrankungen lassen sich so vermeiden.

Zucker und Kinder

Ein wichtiges Thema, denn mittlerweile sind schon viele Kinder übergewichtig und die Rate an Diabetes 2 steigt auch unter Kindern. Doch lieben Kinder Süßigkeiten, ist doch schon die Muttermilch süß und süß bedeutet auch immer gleich ungiftig. Schokolade und Pizza auf der einen Seite, süße Limonaden auf der anderen Seite. Und wer hat nicht schon mal in der Apotheke einen leckeren Traubenzucker geschenkt bekommen? All dies trägt einen Teil zu dieser Entwicklung bei. Zu diesem Thema erhalten Sie auf Familienkultour viele wichtige Infos in folgendem Artikel:

Kinder und Zucker – Wieviel Zucker ist gut für mein Kind?

Welche Rolle spielt der Sport bei einer Ernährungsumstellung?

Je mehr Sport, desto höher ist die Gewichtsabnahme? Stimmt leider so nicht. Sport tut gut, wenn man die richtige Sportart findet und Bewegung ist immer gut. Aber exzessiver Sport kann schädlich sein und tut fürs Abnehmen gar nicht so viel, wie die meisten Menschen glauben. Klar, der Kalorienverbrauch wird erhöht, aber dies nicht ohne Ende. Wer Energie verbraucht, will wieder Energie aufnehmen, sprich, das Hungergefühl kann sich nach angstengendem Sport schnell einstellen. Dennoch ist Bewegung immer sinnvoll, vor allem, wer viel am Schreibtisch sitzt, sollte immer mal wieder aktiv werden zwischendurch. Wir müssen nicht jeden Tag für einen Marathon trainieren, aber Bewegung, Krafttraining, Yoga, Spazierengehen, Walken und Laufen oder Schwimmen sind nur Beispiele für Sportarten. Natürlich gibt es noch sehr viel mehr.