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Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Berlin

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen: Der Name des ehemaligen Berliner Bezirks Hohenschönhausen ist eng verbunden mit einem dunklen Kapitel der DDR-Geschichte. Denn hier befand sich das zentrale Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit, hier geschah großes Unrecht. Interessierte Jugendliche erhalten in der Gedenkstätte einen besonders berührenden Einblick in diese Zeit. [ab 12 Jahren]

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen hält die Erinnerung an die kommunistische Gewaltherrschaft in Deutschland wach.

Die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR in Berlin-Hohenschönhausen ist heute eine Gedenkstätte. Nicht nur Erwachsene, sondern auch ältere Kinder und Jugendliche erhalten hier am historischen Ort Einblick in die menschenverachtenden Maßnahmen des Ministeriums für Staatssicherheit.

Das ist besonders berührend, weil es vielfach Zeitzeugen sind, die über das Gelände führen und aus eigenem Erleben berichten. Es sind Menschen, die einst hier einsaßen und viel Leid erleben mussten. Da allerdings nur noch eine begrenzte Anzahl von Zeitzeugen zur Verfügung steht, werden die Führungen auch von Historikern durchgeführt.

Jede Führung beginnt mit einem 30-minütigen Film, der über die Geschichte der Stasi und der Haftanstalt Hohenschönhausen informiert. Anschließend werden die Besucher in kleinen Gruppen über das Areal geführt. Sie erhalten Einblick in den Ankunftsbereich, den Zellentrakt und die Verhörräume.

Natürlich erfährt man auch, wie es den Häftlingen erging, wenn sie hier ankamen, und mit welchen Methoden der Zersetzung die Stasi versuchte, sie in die Knie zu zwingen. Die Besucher werden zunächst in das Kellergefängnis, das sogenannte U-Boot, geführt. Hier steht die Repression der frühen Jahre im Vordergrund.

Danach erfolgt die Besichtigung des 1960 fertiggestellten neuen Gefängnisses. Hier können die Besucher alle Stationen der Untersuchungshaft – von der Einlieferung über die erkennungsdienstliche Behandlung bis zur Vernehmung – nachvollziehen. Der Rundgang endet im Bereich der sogenannten Tigerkäfige, wo die Praxis des überwachten „Freigangs“ erklärt wird.