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Dokumentationszentrum Prora auf Rügen

Mecklenburg-Vorpommern

Dokumentationszentrum Prora: Mit 4,5 km Länge ist der Koloss von Prora heute das längste Gebäude in Europa. Das Dokumentationszentrum in Prora informiert in seiner Dauerausstellung „MachtUrlaub“ über die Baugeschichte des ehemaligen „KdF-Seebades Rügen“, das erst seit 1990 wieder frei zugänglich ist. [ab 7 Jahren]

Zwischen 1936 und 1939 entstand der fünfstöckige Bau in Prora, in dem sich heute im Querriegel von Block 3 das Dokumentationszentrum befindet.

Das Dokumentationszentrum Prora informiert umfassend über den Gebäudekomplex am Ufer der schönen Rügener Meeresbucht Prorer Wiek. Neben der Baugeschichte des „Kraft-durch-Freude-Seebads“ Prora wird in der Ausstellung die staatliche Organisation von Freizeit im Faschismus im Kontext der nationalsozialistischen Gesellschaftspolitik dargestellt, die zentral durch den Begriff der „Volksgemeinschaft“ geprägt war.

Historische Filme verdeutlichen die Hintergründe ebenso wie Audiostationen mit Interviews und anderen Tondokumenten. Der Teil der Ausstellung, der sich mit dem KdF-Seebad befasst, behandelt die Themen: Rügen im Nationalsozialismus, Idee und Planung, das Seebad in der Propaganda, Baugeschichte und Nutzung bis Kriegsende sowie die Nachkriegsgeschichte.

Der zweite Teil hat die „deutsche Volksgemeinschaft“ als ein ideologisches Konstrukt zum Thema. Hier geht es um die NS-Organisationen „Deutsche Arbeitsfront“ und „Kraft durch Freude“, ihre Propaganda und Massenkultur. Sie werden der sozialen Realität im „Dritten Reich“ gegenüber gestellt.

Daneben werden wechselnde Sonderausstellungen gezeigt. Um 11:45 Uhr finden öffentliche Führungen statt (Nebensaison Mo-Fr), ab April um 11:15 Uhr und auch um 14:00 Uhr (täglich).