Zurück

Bunkermuseum Emden

Niedersachsen

Bunkermuseum Emden: Wie war es damals im Zweiten Weltkrieg, wenn die Sirene ertönte und die Bevölkerung sich im Luftschutzbunker versammelte? Im Bunkermuseum in Emden lässt sich dies und noch viel mehr erfahren. Doch nicht nur die beklemmende Atmosphäre des Krieges kann erlebt werden, es gibt in den Ausstellungen auch viele Informationen zur NS-Zeit sowie der Nachkriegszeit. [ab 8 Jahren]

Das Bunkermuseum Emden ist ein Ort der Information und des Austausches.

Emden besaß im Zweiten Weltkrieg als Hafenstadt eine strategische Bedeutung und war somit besonders in Gefahr, bombardiert zu werden. So entstanden eine Reihe von Luftschutzbunkern für die Bevölkerung. Einer von ihnen wurde 1995 als Bunkermuseum Emden eröffnet. Hier lässt sich nun erfahren, wie es einst zugegangen mag, wenn die Menschen mit einem kleinen Koffer in dem Gebäude mit den dicken Wänden Schutz suchten.

In 26 Räumen befindet sich zudem eine Ausstellung zu den Themen Nationalsozialismus, Verfolgung, Widerstand, Bunkerbau und Bombenkrieg. Eine Ton-Dia-Schau zeigt außerdem in 360 Bildern die Entwicklung Emdens in der Weimarer Republik, die Machtübernahme Hitlers bis zur völligen Zerstörung des alten Emdens mit seinem Renaissance-Rathauses von 1574.

Die Besucher erhalten beim Durchwandern der Ausstellung einen Einblick in das Geschehen der Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit. Ein Blick durch eine Treppenhausvitrine ermöglicht vorab einen Blick in den Raum „Leben im Dritten Reich – Wohnzimmer 1938„. Der Betrachter wird dann durch den Bereich des Bunkerbaus in das Vorkriegswohnzimmer, von dort zum Bunkerraum „Leben in der Welt des Bunkers“ mit den Bunkerbänken und den Holzkoffern geführt, in denen die letzte Habe nach einer Totalausbombung Platz fanden.

Eine Audiowegweisung ermöglicht es, in den einzelnen Räumen Tondokumente und Erklärungen zur Ausstellung abzurufen.