Hörgarten Oldenburg Niedersachsen Hörgarten Oldenburg: Einen Spaziergang, bei dem die Ohren voll auf ihre Kosten kommen, kann man im Hörgarten Oldenburg unternehmen. Am Haus des Hörens gelegen, wo Wissenschaftler Grundlagen zum Hörsinn erforschen, eröffnet der akustische Erlebnispark so manche Erkenntnis. Flüsterspiegel, eine Mittelohrpauke oder ein Hörthron gehören zu den spannenden Exponaten. [ab 4 Jahren] Interessante Erkenntnisse zum Thema Hören sammeln Familien im Hörgarten in Oldenburg. Der Rundgang durch den Oldenburger Hörgarten beginnt an einer der typischen roten Telefonzellen aus Großbritannien. An der computergesteuerten Hörstation wird der Hörgarten per Touchscreen und natürlich über Lautsprecher erläutert. An der Windharfe erzeugt, wie der Name schon sagt, der Wind die Töne. Fast schon mystisch klingt das… Wer dem Weg folgt, kommt nun zu den Helmholtz-Resonatoren. Acht kugelförmige Resonatoren geben Töne von sich, die zu hören sind, wenn man das Ohr an sie hält. 1870 setzte Hermann von Helmholtz diese Werkzeuge für seine „Lehre von den Tonempfindungen“ ein. Jedes Exponat ist übrigens mit einer Tafel ausgestattet, die genau erläutert, worum es geht. So auch die Rohr-Resonatoren. Röhren unterschiedlicher Länge sind zu beiden Seiten offen und stellen eine andere Art der Filterung dar. Nur die Frequenz breitet sich in ihnen aus, deren halbe Wellenlänge genau „hineinpasst“. Wie die Mittelohr-Pauke funktioniert, kann man praktisch ausprobieren, indem man auf das „Trommelfell“ schlägt. Der Druck auf die Paukenöffnung ist noch in einigen Metern Entfernung spürbar. 40 Meter voneinander entfernt stehen zwei Flüsterspiegel. Im Brennpunkt stehend kann man sich spielend unterhalten, während jemand, der dazwischen steht, nichts versteht. Ein Cochlea-Modell, also das Modell eines Innenohrs, verdeutlicht anschaulich, wie sich der Schall im Innenohr ausbreitet. Wie sich der Schall wellenförmig ausbreitet, zeigt dann der binaurale Teich. Er macht deutlich, wie der Mensch mit seinen zwei Ohren in der Lage ist, Geräusche zu orten und zu identifizieren. Interessant ist auch die akustische Kanone. Mit einem Joystick kann man Ultraschallwellen bündeln und schließlich hörbar machen. Nun aber noch auf den Hörthron! Die Richtung eines Geräusches kann man auf ihm sehr genau bestimmen, indem man die beiden großen Trichter dreht.