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Hermannshöhle Rübeland: Tropfsteine im Harz

Sachsen-Anhalt

In der Hermannshöhle, eine der Rübelander Tropfsteinhöhlen, tauchen Familien in eine fantastische, unterirdische Welt ein. Die Stalagmiten und Stalaktiten haben unter der Erde wundersame Gebilde geschaffen. Neben der Kristallkammer ist der Höhlensee mit seinen Grottenolmen besonders anziehend für die Besucher. [ab 3 Jahren]

Die Hermannshöhle in Rübeland wurde 1866 bei Straßenarbeiten entdeckt und nach ihrem Erforscher Hermann Grotrian benannt.

Zu den zwei Rübelander Tropfsteinhöhlen gehört neben der Hermannshöhle die Baumannshöhle. In beiden Schauhöhlen kommen die Familien wahrlich ins Staunen. Wie eine Märchenwelt erscheinen die unterirdischen Räume, durch die der Rundgang führt.

In der Hermannshöhle beginnt der Weg in der unteren Schwemmhöhle und führt über die „Kanzel“ zum „Hohen Punkt“. Von hier bietet sich ein großartiger Blick auf die Tropfsteine, die sogleich anregen, der Fantasie freien Lauf zu lassen. Hier lässt sich ein Tier entdecken, dort gar ein Gesicht.

Am Höhlensee wartet einer der Höhepunkte: die Grottenolme. 1932 wurden sie von Istrien in die Hermannshöhle gebracht. Da die Olme Lärm und Trubel nicht besonders lieben, hat man bis zum Mittag die besten Aussichten, sie auch wirklich zu Gesicht zu bekommen. Es handelt sich übrigens um die einzigen Grottenolme in Deutschland.

Weiter geht es zur Kristallkammer. Calzitkristalle funkeln hier und bilden ein märchenhaftes Ambiente. Zum Abschied grüßt das Skelett eines Höhlenbären. Diese leben heute nicht mehr in Rübeland, doch einst waren sie Bewohner der Rübelander Höhlen.

Führungen finden nach Bedarf alle 20 bis 30 Minuten statt und dauern etwa eine Stunde. Auch im Sommer ist eine Jacke zu empfehlen, denn die Temperatur in der Höhle beträgt das ganze Jahr über etwa 8 Grad! Feste Schuhe gehören ebenfalls zur Ausstattung der Höhlenforscher. In beiden Höhlen lässt sich auch der Kindergeburtstag feiern.