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Gorch Fock Stralsund

Mecklenburg-Vorpommern

Die Gorch Fock in Stralsund: Seit dem Jahre 2003 liegt die Gorch Fock wieder in ihrem alten Heimathafen Stralsund und steht zur Besichtigung offen. Das Segelschulschiff, das 1933 vom Stapel lief, hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Es diente nicht nur der Ausbildung, sondern war auch Wohnschiff und wurde versenkt, gehoben und als Kriegsbeute der Sowjetunion zugesprochen. [ab 4 Jahren]

Das in Hamburg gebaute Segelschiff wurde nach dem Schriftsteller Gorch Fock benannt.

Nach dem Stapellauf diente die Gorch Fock als Segelschulschiff und bot Platz für 198 Seekadetten. Heimathafen wurde Stralsund. Im Zweiten Weltkrieg diente die Gorch Fock vor allem als Wohnschiff in Kiel und Swinemünde und kam schließlich 1944 wieder nach Stralsund. Nach der Außer-Dienst-Stellung beschloss man, das Schiff zu versenken, um es nicht der sich nähernden Armee der Sowjetunion zu überlassen. So wurde das Schiff beschossen und mit Sprengladungen versehen.

Die Russen jedoch hoben die Gorch Fock 1947 und stellten sie als „Towarischtsch“ wieder in Dienst. Fortan diente sie als Segelschulschiff der sowjetischen Marine. 1991 ging sie ins Eigentum der Ukraine über und wurde schließlich 1999 nach Wilhelmshaven gebracht, wo sie 2000 Bestandteil der Expo am Meer war.

Der Verein Tall-Ship Friends, der das Schiff schon nach Deutschland geholt hatte, setzte sich nun dafür ein, die Gorch Fock in ihren alten Hafen Stralsund zu überführen. Dort wurde sie erneut auf ihren alten Namen getauft und kann nun besichtigt werden. Die Seefahrtslegende wurde entkernt, neu hergerichtet und als Bordmuseum aufgebaut.

Die drei großen Masten beeindrucken in jedem Fall! Diese sind schon von weitem zu sehen. Im Inneren lässt sich ein Blick in die Offiziersmesse und die Unterkünfte werfen, ebenso in den Kartenraum oder den Kapitänssalon. Das Bordmuseum informiert natürlich auch über die Geschichte des Großseglers. Zu finden ist die Gorch Fock an der „Ballastkiste“ im Nordhafen von Stralsund.