Zurück

Der Eiszeitpark in Engen: Steinzeitjäger vor Ort

Baden-Württemberg

Steinzeitpark Engen: Wer wissen möchte, wie die steinzeitlichen Rentierjäger vor 15 000 Jahren lebten, findet im bekannten Steinzeitlager am Petersfels im Brudertal bei Engen Anschauungsmaterial. Im Eiszeitpark Engen entsteht die Landschaft der Späteiszeit authentisch vor den Augen von Eltern und Kindern. [ab Schulalter]

Wer eine späteiszeitliche Landschaft einmal vor Ort erleben möchte, sollte den Eiszeitpark Engen besuchen.

Eiszeitpark Engen: Um das berühmte Steinzeitlager am Petersfels im Brudertal bei Engen wurde die späteiszeitliche Vegetation im Detail rekonstruiert. Hier präsentiert sich Eltern und Kindern auf überschaubarem Raum die Umwelt der steinzeitlichen Rentierjäger vor 15000 Jahren. In dieser Zeit lagerten regelmäßig Menschen im Tal auf der Jagd nach Rentieren.

So finden sich am Peterfels nicht nur Knochen der eiszeitlichen Tierwelt, sondern auch Kunstwerke wie Schmuckanhänger aus Stein, Knochen oder gar Holz, die von Menschenhand geschaffen sind.

Die Familien erleben im Eiszeitpark Engen die späteiszeitliche Landschaft. Auf einer Fläche von 2 Hektar wurde die Umgebung so gestaltet, wie sie die Steinzeitjäger vor ca. 15 000 Jahren vorfanden. Ein großes Waldstück wurde hierfür gerodet und Pflanzen angesiedelt, die – nach Erkenntnissen der Wissenschaft – vor ca. 15 000 Jahren – in der letzten Phase der Eiszeit – wuchsen.

Hierüber informiert ein 3,5 Kilometer langer Lehrpfad, der Eltern und Kinder mitten durch den Eiszeitpark führt. Der Petersfels zählt übrigens zu den bedeutendsten steinzeitlichen Fundstellen.

Engen Eiszeitpark: Führungen und Lehrpfad

Vom Kulturamt in Engen werden auch Führungen durch den Eiszeitpark angeboten, die sich an interessierte Gruppen oder auch Schulklassen richten. Interessant sind vor allem die Schwerpunktführungen, die z.B. über das Feuermachen ohne Streichhölzer informieren oder die Pflanzenwanderung nach Ende der Eiszeit genauer unter die Lupe nehmen. Anmeldungen erfolgen unter der Telefonnummer 07733 502 211 über das Kulturamt Engen.

Das Projekt Eiszeitpark und der Lehrpfad „Urgeschichte“ wird von der Stadt Engen mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg, den Universitäten Hohenheim und Tübingen, dem Arbeitsamt Konstanz und anderen Institutionen realisiert und betreut.

Es ist kein Problem, den Eiszeitpark auch mit jüngeren Kindern zu besuchen. Empfehlenswert für Familien mit Kindern – auch mit älteren – ist es aber auf jeden Fall, zuvor ein wenig Literatur zu wälzen, um die Kinder auf das Thema auch vorzubereiten. Nur so wird dann auch den jüngeren Besuchern klar, welche außergewöhnliche Bedeutung diesem Park zukommt.

Nach der Autobahnabfahrt Engen (A81) finden die Familien nach ca. 500 Metern auf der rechten Seite einen Parkplatz. Von dort aus ist der Weg zum Eiszeitpark ausgeschildert.