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Bauernhaus-Museum Wolfegg: Landleben früher

Baden-Württemberg

Das Bauernhaus-Museum Wolfegg zeigt Eltern und Kindern das Leben auf dem Lande zwischen Allgäu und Bodensee. Die Familien erfahren zum Beispiel, wie die Menschen damals lebten und arbeiteten oder welche Kleidung sie trugen. Sonderaktionen des Museums veranschaulichen die Theorie. Mitte März öffnet das Museum wieder. [ab Kleinkindalter]

Im Bauernhaus-Museum Wolfegg tauchen die Familien in vergangene Zeiten ein.

Das Bauernhaus-Museum Wolfegg präsentiert sich Eltern und Kindern als echtes Dorf. Umrahmt wird es von alten Bäumen und den Weihern der ehemaligen Hoffischerei. Die Museumshäuser wurden von verschiedenen Orten in Oberschwaben und dem württembergischen Allgäu in das Museum umgesetzt. Das erfolgte vor allem dann, wenn diese an ihrem ehemaligen Standort nicht mehr erhalten werden konnten

Eltern und Kinder tappen im Bauernhaus-Museum Wolfegg über knarzende Holzböden und betreten über ausgetretene Holztreppen Kammern und Stuben. „Wer hier wohl schon gelebt haben mag?“, fragen sich die Kinder. Jedes Stück findet sich an seinem Platz und erzählt seine eigene Geschichte und wer genau hinschaut, erfährt viel über eine Welt aus längst vergessenen Tagen.

Barocke Elemente finden sich in Wolfegg genauso wie Stücke aus dem 20. Jahrhundert. So vollziehen die Familien den Wechsel der Zeiten, aber auch den damit verbundenen sozialen Wandel anhand des Besuchs von Küchen, Klosetts, Ställen und Zimmern nach. Der Blick in die Häuser zeigt die Liebe zum Detail und so manche Stube schaut aus, als ob sie gerade erst von ihren Bewohnern verlassen wurde.

Was im Jahre 1978 mit dem Wiederaufbau des alten Fischereihauses, das ursprünglich in das Jahr 1788 datiert, begann, hat sich bis heute fortgesetzt. Die Museumsbauten in Wolfegg werden auch ständig erweitert. Mehr als 15 Gebäude haben mittlerweile auf insgesamt 10 ha Kulturlandschaft im Bauernhausmuseum eine Heimat gefunden wie zum Beispiel der Hof Reisch aus Danketsweiler aus dem Jahre 1780. Oder das Backhaus aus Bergatreute, das mit dem Jahr 1730 noch älter datiert ist. Die Kinder begeistern sich für den gewaltigen Backofen, der bis zu 30 Brote fassen konnte. Und noch heute wird der Backofen bei Mitmachprojekten immer wieder angefeuert. Dabei können Kinder ihre eigenen Brote backen.

Eltern und Kinder erfahren aber im Bauernhaus-Musem Wolfegg auch, wie das Vieh Annodazumal gewogen oder der Branntwein produziert wurde. Speicher- und Lagerhaltung, Fischerei und Bienenzucht sowie verschiedene Methoden der Krafterzeugung sind ebenso Thema. Die Kinder sind vom Windrad fasziniert, das eine Wasserpumpe antreibt. Natürliche Energiegewinnung war damals noch eine Selbstverständlichkeit. Informationen zur Leibeigenschaft und Bauernbefreiung, zum Leben auf einem Einödhof und dem Wandel der landwirtschaftlichen Arbeit gibt es auch noch.

Ja, und die Kinder sehen auch noch, wie der Käse produziert wurde. Auch das ist ein für die Region wichtiges Thema im Bauernhaus-Museum Wolfegg. An Sonn- und Feiertagen finden im Bauernhaus-Museum Wolfegg um 14.00 Uhr Führungen statt, an der die Familien kostenlos teilnehmen können. Und auch die Landfrauen lassen sich jeden Sonn- und Feiertag über die Schultern schauen, wenn Sie in der Museumsküche nach alten Rezepten kochen. Für jeden gibt es dann auch ein „Versucherle“.

Im Bauerhausmuseum in Wolfegg können die Kinder auch einen tollen Kindergeburtstag feiern. Während der Winterpause findet im Bauernhausmuseum Wolfegg immer am 3. Adventwochenende ein Weihnachtsmarkt statt.