Sanft helfen bei Verstopfungen bei Kindern

Verstopfungen bei Kindern

Bauchschmerzen sind für Kinder unangenehm. Allerdings können sie auch zu einem echten Problem werden. Beispielsweise dann, wenn es sich um Verstopfungen handelt. Sowohl auf Reisen als auch zu Hause kennen Sie es vielleicht: eben war noch alles gut, plötzlich stellen sich Bauchschmerzen ein. Eine Obstipation (Verstopfung) kann der Auslöser sein. Gerade auf Reisen ist es schwierig, direkt einen Arzt zu finden. Hilfreich ist es, wenn Sie einige sanfte Hilfen kennen, um Verstopfungen bei Kindern entgegen zu wirken.

Wie sich Verstopfungen bei Kindern zeigen

Reisen sind immer aufregend. Die Veränderungen wirken auf Kinder unterschiedlich. Umso wichtiger ist es, dass Sie schnell merken, wenn Ihr Kind Bauchschmerzen hat. So können Sie direkt reagieren. Wie sich Verstopfungen zeigen, hängt unter anderem vom Alter Ihres Kindes ab. Bei Babys und Kleinkindern sind es der harte Bauch sowie ein ständiges Weinen, was auf eine Verstopfung hindeuten kann.

Ältere Kinder können häufig schon lokalisieren, wo ihre Schmerzen liegen. Natürlich ist es auch hilfreich, wenn Sie ein wenig im Blick haben, wann Ihr Kind zum letzten Mal Stuhlgang hatte. Das ist auch ein Hinweis dafür, dass es sich um eine Verstopfung handeln könnte.

Schnelle und sanfte Hilfe für unterwegs

Nicht immer haben Sie ein Abführmittel für Kinder zur Hand und nicht immer finden Sie auf Reisen auch direkt eine Anlaufstelle, damit Sie eine schnelle medizinische Hilfe bekommen können. Es ist daher optimal, wenn Sie wissen, wie Sie Ihrem Kind möglichst schnell und sanft helfen können, damit sich die Verstopfung löst.

1. Bieten Sie Flüssigkeit an
Ihr Kind sollte unbedingt viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Bieten Sie daher immer etwas zum Trinken an. Optimal ist Wasser. Nicht alle Kinder lassen sich allerdings überzeugen und trinken viel Wasser. In dem Fall können Sie auch ungesüßten Tee reichen.

Verstopfungen bei Kindern

Jill Wellington auf Pixabay

2. Obst und Gemüse anbieten
Ballaststoffe sind wichtig, damit die Verdauung in Schwung kommt. Obst und Gemüse sind dafür hervorragende Lieferanten, ebenso wie Vollkornprodukte. Doch auch hier ist es eine Herausforderung, die Kinder davon zu überzeugen. Ein Obstsalat macht es Kindern oft leichter, abführend wirkendes Obst zu essen. Ebenfalls schön kann es sein, gemeinsam mit dem Kind Gemüse zu schneiden. Häufig essen Kinder lieber Dinge, die sie selbst zubereitet haben.

3. Keine stopfenden Lebensmittel
Ein großes Problem ist, dass viele der Lebensmittel, die Kinder gerne essen, auch einen stopfenden Effekt auf den Körper haben. Das beginnt bei Bananen und reicht bis hin zu Weißbrot und Schokolade oder Kuchen. Natürlich möchten Sie gerade im Urlaub nicht auf die Leckereien für die Kinder verzichten. Allerdings ist bei akuten Verstopfungen genau das der falsche Weg. Achten Sie darauf, dass möglichst wenig stopfende Lebensmittel angeboten werden.

4. Setzen Sie auf Milchprodukte
Bauen Sie mehr Milchprodukte in die Ernährung ein – auch kurzfristig. Damit ist nicht gemeint, dass Ihr Kind möglichst viel Milch trinken sollte. Tatsächlich hat diese einen blähenden Effekt. Joghurt und Käse sowie Buttermilch sind allerdings perfekt geeignet, um den Darm in Schwung zu bringen und so gegen die Verstopfung zu arbeiten.

Verstopfungen bei Kindern

RoboMichalec auf Pixabay

5. Immer in Bewegung
Tatsächlich ist eine sanfte Methode für eine schnelle Hilfe gegen die Verstopfung auch die Bewegung. Kinder bewegen sich normalerweise gerne. Auch bei Verstopfungen ist es wichtig, möglichst in Bewegung zu bleiben. Bei Bauchschmerzen braucht es vielleicht ein wenig Motivation. Hier können aber auch Übungen im Liegen gemacht werden, wie das Radfahren.

6. Sanfte Massagen für den Bauch
Auch eine kleine Massage kann helfen, um die Darmbewegungen wieder anzuregen. Suchen Sie sich einen schönen Ort gemeinsam mit Ihrem Kind, an dem es entspannen kann. Auf Reisen fällt es manchmal schwer, genau diesen Ort zu entdecken. Aber auch die Natur kann eine ausgezeichnete Wahl sein. Mit warmen Händen und etwas Öl können Sie dann den Bauch sanft massieren. Nutzen Sie dafür kreisende Bewegungen und sorgen Sie primär dafür, dass es angenehm warm ist. Nicht jedes Kind kann sich direkt auf eine Massage einlassen. Vielleicht hilft hier eine kleine Massage-Geschichte, die Sie sich gemeinsam überlegen können.

Verstopfungen bei Kindern sind häufig

Dass Verstopfungen bei Kindern keine Seltenheit sind, zeigen auch Umfragen sowie Statistiken. Die große Problematik liegt vor allem in dem Kreislauf, der für Kinder mit Verstopfungen beginnt. Hält diese länger an, baut sich eine Angst vor dem nächsten Stuhlgang auf. Umso wichtiger ist es, die Verdauung sanft wieder in Schwung zu bringen.

Pflanzliche Abführmittel sind für Kinder nicht geeignet. Besser ist es, auf natürliche Hilfen zu setzen oder, wenn es keinen anderen Weg gibt, ein Abführmittel anzuwenden. Zudem sollten Sie beobachten, ob die Bauchschmerzen nachlassen und ob Ihr Kind zeitnah den Stuhl absetzen kann. Ist das nicht der Fall, muss ein Arzt aufgesucht werden.