Römervilla Fischbach Baden-Württemberg Römervilla in Fischbach: Die Römervilla in Fischbach zeigt den Familien das Bild einer vergangenen Kultur. Auch wenn die Archäologie uns Wissen über einen bestimmten Zeitabschnitt zu vermitteln vermag, so kann nur die Phantasie eine Epoche wieder lebendig werden lassen. Einen kleinen Beitrag dazu leistet ein Ausflug in die „Römervilla in Fischbach“. [ab 6 Jahren] Mit etwas Phantasie entdecken die Familien auf dem Gebiet der Römervilla in Fischbach die Römerzeit. Schon 1883 hat man bei Grabungen im Gebiet der Römervilla von Fischbach Fundstücke aus römischer Zeit entdeckt. Doch leider wurde das ungeschützte Gebiet immer wieder geplündert und von Hobbyarchäologen quasi beraubt. Das ein oder andere „antike“ Stück dürfte auch gefunden worden sein und ziert jetzt so manches Wohnzimmer. Auch die natürliche Erosion forderte ihren Tribut. Erst 100 Jahre später legte man dann die Villa professionell mittels Grabungsarbeiten frei. Die Gesamtanlage lässt sich auf Grund ihrer Ausstattung und der Größe der Bauten in die Gruppe der herrschaftlichen „Villae rusticae“ einordnen. Eine „villa rustica“ war ein Landgut, das meistens aus mehreren Gebäuden bestand. So besteht auch diese römische Villa aus mehreren Teilen und besonders bedeutsam waren die Wirtschaftsgebäude. Der Besitzer zählte sicher zu einer privilegierten Schicht, die sich auch einen bestimmten Luxus leisten konnten. Die exklusive Fußböden oder eine aufwändige Thermenanlage legen davon Zeugnis ab. Wir kennen sogar den Namen des Besitzers der Villa, denn das war ein gewisser Marius Lucius. Wer sich einmal wie ein „echter Römer“ fühlen möchte, besucht das Gelände der Römervilla in Fischbach mit seinen gut erhaltenen Thermen, die mittlerweile auch überdacht wurden. Die Römervilla liegt auf der Fischbacher Gemarkung der Gemeinde Niedereschach im Kreis Villingen-Schwenningen. Sie ist direkt mit dem Auto zu erreichen, wenn Eltern und Kinder in der Ortsmitte von Fischbach Richtung Sinkingen abbiegen und bei der Kirche den Wegweisern folgen. Die Ausgrabungen befinden sich etwa 3 Kilometer weiter in östlicher Richtung. Bei nicht zu heißem Wetter ist dies auch eine reizvolle Spazierstrecke und führt über einen Asphaltweg.