Zurück

Bunkermuseum in Hamburg-Hamm

Hamburg

Bunkermuseum Hamburg: Auf dem Gelände der Wichernkirche befindet sich das Bunkermuseum im Stadtteil Hamburg-Hamm. Fünf Meter in die Tiefe führt eine Treppe zu vier Röhrenbunkern. Welche Ängste die Menschen im Zweiten Weltkrieg bei Luftangriffen ausstanden, wird hier besonders deutlich. Geschichte wird hier direkt erlebbar. [ab 10 Jahren]

Das Bunkermuseum in Hamburg wird geleitet vom Stadtteilarchiv Hamm.

Ungefähr 700 meist unterirdische Bunker sind noch heute in Hamburg zu finden. Das einzige Bunkermuseum der Stadt liegt im zentrumsnahen Stadtteil Hamm und wurde 1997 eröffnet. Beim Gang in die Tiefe wird Eltern und Kindern schnell klar, was die Menschen damals ausstehen mussten.

Vier Röhren, jeweils 17 Meter lang, 2 Meter breit und 2,25 Meter hoch, waren die Zuflucht bei Bombenalarm. Der Bunker wurde 1940/41 erbaut und bot in jeder der Röhren rund 50 Menschen Platz. Zum Gebäude gehören auch eine Gasschleuse und ein Notausgang. Das Mobiliar wurde originalgetreu nachgebaut und mit verschiedensten Original-Ausstellungsstücken ausgestattet.

Ein Bunkertelefon, Gasmasken, Koffer, Helme und eine Luftschutz-Hausapotheke gehören zu den Exponaten. Anhand von Fotos und Dokumenten werden die Erlebnisse von Zeitzeugen lebendig vermittelt. Sowohl die Luftangriffe auf Hamm 1943 als auch auf Holborn in London werden auf diese Weise anschaulich und persönlich dargestellt.

Luftschutz und Luftschutzbauten sind weitere Themen im Bunkermuseum. Interessant sind auch die Wandbeschriftungen mit Verhaltensregeln im Bunker. Originaltonaufnahmen eines Bombeneinschlags sind besonders eindrucksvoll. Das Bunkermuseum will jedoch kein Mahnmal sein, sondern Anstöße zum Nachdenken geben.

Wer den „Bunker im Dunkeln“ erleben möchte, sollte sich zu dieser Special-Tour anmelden – und die Taschenlampe nicht vergessen!