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Schlosskirche Lutherstadt Wittenberg

Sachsen-Anhalt

Zum Reformationsjubiläum 2017 wird die Schlosskirche umfassend restauriert – Schlosskirche Lutherstadt Wittenberg: Nachdem bis zum Jahre 1506 die neue Schlosskirche Lutherstadt Wittenberg mit einem 88 Meter hohen Turm erbaut wurde, erlangte sie Berühmtheit durch Martin Luther. Am 31. Oktober 1517 schlug er hier seine 95 Thesen an das Hauportal, um zur Disputation über den Zustand der Kirche aufzufordern. [ab 8 Jahren]

Die Schlosskirche Lutherstadt Wittenberg erlangte Berühmtheit durch Martin Luther, der seine 95 Thesen an das Hauptportal der Kirche anschlug und damit die Reformation einleitete.

Die Schlosskirche Lutherstadt Wittenberg erhielt ihren Namen, weil Kurfürst Friedrich der Weise ab 1489 an Stelle der alten Wittenberger Burg ein vierflügliges Renaissanceschloss bauen ließ. Von der einstigen Schlossanlage bildet die Schlosskirche den Nordostflügel. Während des Siebenjährigen Krieges 1760 wurde die Kirche fast völlig zerstört und man führte den Neuausbau im neogotischen Stil aus. Heute wird die Schlosskirche Lutherstadt Wittenburg für Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Kirchenmusik genutzt und jährlich von ca. 180.000 Besuchern aus der ganzen Welt besichtigt.

© Lutherstadt Wittenberg

Überliefert ist, dass Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasshandels in lateinischer Sprache am Hauptportal der Schlosskirche Lutherstadt Wittenberg anschlug. Die Originaltür ging im Siebenjährigen Krieg verloren, jedoch erinnert eine bronzene Thesentür an der nördlichen Außenwand der Schlosskirche aus dem Jahre 1858 bis heute an diese Tat. In der im Jahre 1503 als katholische Kirche geweihten Schlosskirche findet im Jahre 1524 der erste evangelische Gottesdienst statt.

Martin Luther predigte 30 Jahre lang in der Wittenberger Stadtkirche, aber auch gelegentlich in der Schlosskirche Lutherstadt Wittenburg. Er wurde nach seinem Tod im Alter von 62 Jahren in der Schlosskirche Wittenberg unter der Kanzel begraben. Sein Sarg befindet sich 2,40 m tief im Erdboden und ist nicht zugänglich.

Normalerweise können interessierte Besucher die 289 Stufen zur Aussichtsplattform des insgesamt 88 m hohen Turmes besteigen und die beeindruckende Aussicht auf die Altstadt von Wittenberg genießen. Zur Zeit ist der Turm jedoch wegen Umbaumaßnahmen geschlossen.