Hausbootferien mit der Familie: Kinder an Bord!

Hausbootferien mit Kindern? „Das ist aber teuer, werden Sie vielleicht einwenden?“. JA, es ist nicht ganz billig, es wird  nichts „All inklusive“ angeboten, und auf das zubereitete Frühstücksbuffet wartet man vergebens. Trotzdem es gibt „fast“ keinen schöneren Urlaub mit Kindern. Wer das Naturerlebnis schätzt, sich gerne bewegt oder bewegen lässt, und für den der Weg, das Ziel darstellt, der ist hier richtig.

Welches Alter ist am besten für Hausbootferien mit Kindern?

Hausbootferien mit Kindern sind ein ganz besonderes Erlebnis und eignen sich optimal für einen Familienurlaub, wenn man einige Dinge beachtet. Die Kinder sollten schon etwas älter sein. Klein- oder gar Krabbelkinder auf einem Hausboot bereiten wenig Spaß, es sei denn, man hat Oma und Opa dabei, die ständig die Kleinen beaufsichtigen. Ansonsten liegt das empfehlenswerte Alter für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren. Die obere Grenze ist flexibel und hängt von den Interessen des Kindes ab. Ein Teenager, der nur Shoppen, Chatten und Party im Kopf hat, muss dann anderweitig überzeugt werden.

Welches Boot eignet sich?

Es gibt viele Anbieter, die Hausboote vermieten. Für alle gilt, dass man am besten, ähnlich wie bei einem Campmobil, eine Nummer größer nimmt. Bei Angaben von 5 + 2 sollte man bei 5 bleiben. Auf einem Hausboot kann es eng werden – bei schlechtem Wetter zum Beispiel – und es macht keinen Spaß, sich hier auf den Füßen herumzutrampeln, die Stimmung wird nicht besser.

Welche Zeit ist für Hausbootferien am günstigsten?

Eine ideale Zeit für deutsche Familien sind die Pfingstferien. Allerdings gibt es die nicht in allen Bundesländern. Deshalb heißt es für einige ‚Familien mit Kindern, dass Sie auf die Sommerferien ausweichen müssen. Bundesländer mit frühen Ferienterminen sollten am besten diese dann wählen. Allerdings ist dann wie überall Hauptsaison, auch bei den Hausbooten, und das bedeutet die Preise für die Familien liegen höher.

Was ist das Besondere an Hausbootferien mit der Familie?

Auf die Fragen, was denn nun das Besondere an Hausbootferien ist, kann man nur antworten: „Alles!“. Vorausgesetzt, dass …, das Wetter mitspielt. Es sollte weder zu heiß noch zu kalt sein. Zwischendurch mal Regen, ist kein Problem, Dauerregen macht keinen Spaß. Es wird nie langweilig auf so einem Boot. Vor allem für Kinder gibt es immer wieder etwas zu entdecken und für die Erwachsenen ist die Ruhe einfach Erholung pur.

Ein Hausboot ist nicht schwer zu manövrieren. Im Abnahmehafen erhalten die zukünftigen Bootskapitäne eine Einweisung, Probefahrt inbegriffen. Und das ist wirklich kinderleicht. Gut, vielleicht wird die erste Schleusenfahrt zu einer kleinen Mutprobe, aber hat man das überstanden, wird auch das Hausbootfahren zur Routine.

Wo macht man am besten Hausbootferien mit der Familie?

Es gibt viele Reiseziele, die sich mit dem Hausboot ansteuern lassen. Ideal für Familien ist sicher Frankreich, viele Angebote warten aufs Ausprobieren. Aber auch die Seenplatte in Mecklenburg lockt mit schönen Zielen. Hier ist die Frage, schätzt man es eher ruhig und beschaulich und sucht die Einsamkeit, oder eher die Abwechslung. Die meisten Veranstalter bieten auf ihren Internetseiten kleine Videos und Filme von Landschaften an, so dass man hier schon einen ersten Einblick erhält. Auch sollte man sich, ist man noch unsicher, auch noch einmal vor Ort vom Anbieter direkt beraten lassen.

Tipp: Je kleiner der Kanal und je mehr Schleusen, desto spannender meist die Landschaft. Ein breiter Kanal oder auch Fluss bietet nicht so viel Abwechslung. Allerdings gibt es hier dann vielleicht die ein oder andere Attraktion an Land.

Aus eigener Erfahrung können wir den Kanal von Nivernais in Frankreich empfehlen.

Was gehört ins Gepäck?

Auf jeden Fall Regenjacken, zur Sicherheit winpacken. Fahrräder können meist vor Ort ausgeliehen werden, wer längere Radtouren plant, sollte allerdings die eigenen Räder mitnehmen. Lebensmittel können vor Ort meist eingekauft werden, eine Reiseapotheke empfiehlt sich. Bücher und Spiele und für begeisterte Angler und solche, die es werden wollen, eine Angel. Je nach Reiseland werden allerdings Angelscheine verlangt. Meistens kann man sich aber einen Touristenschein ausstellen lassen.